Alles zur Versicherung: Ablebensversicherung
Wie hoch soll die Ablebensversicherung sein?
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Kurz gesagt
Reicht die Witwenpension in Österreich, um die Familie abzusichern? Meist nicht ganz. Sie beträgt 0 bis 60 Prozent der Pension des Verstorbenen, je nachdem, wie viel Sie selbst verdienen; bei gleichem Einkommen sind es 40 Prozent. Halbwaisen bekommen 24 Prozent. Es bleibt oft eine Lücke von einigen Hundert Euro im Monat, über Jahre gerechnet ein sechsstelliger Betrag.
Monatsprämien einer Ablebensversicherung in Österreich aus veröffentlichten Modellrechnungen, Nichtraucher ohne besonderes Berufsrisiko, wenn nicht anders genannt.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 30 Jahre, 200.000 Euro gleichbleibend, 20 Jahre | etwa 9 bis 19 Euro im Monat |
| 40 Jahre, 200.000 Euro gleichbleibend, 20 Jahre | etwa 15 bis 30 Euro im Monat |
| 35 Jahre, 300.000 Euro fallend, 25 Jahre | etwa 10 bis 25 Euro im Monat |
| 35 Jahre, Raucher, körperlicher Beruf, 200.000 Euro, 30 Jahre | etwa 60 bis 100 Euro im Monat |
Modellrechnungen Stand 2026, Pensionswerte Stand 2026.
Ihre Prämie hängt von Alter, Gesundheit, Beruf und Rauchen ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er stirbt mit 40. In den zwei Jahren davor verdiente er 4.000 Euro brutto im Monat, sie 2.000 Euro. Seine Invaliditätspension hätte 1.800 Euro brutto betragen, sein Nettoeinkommen lag bei 2.700 Euro. Die Kinder sind 6 und 9 Jahre alt.
| Verhältnis ihres Einkommens zu seinem | 0,5 |
| Prozentsatz, 70 minus 30 × 0,5 | 55 Prozent |
| Witwenpension, 55 Prozent von 1.800 Euro | 990 Euro |
| Prüfung Grenzbetrag, 990 plus 2.000 Euro | über 2.616,70 Euro, keine Anhebung |
| Zwei Halbwaisenpensionen, je 24 Prozent von 1.800 Euro | 864 Euro |
| Lücke zum bisherigen Netto von 2.700 Euro | rund 850 Euro im Monat, vor Abzug der Krankenversicherung |
Bis das jüngere Kind 18 ist, sind das vereinfacht zwölf Jahre mit je 14 Zahlungen, also rund 143.000 Euro. Dazu kommt der offene Wohnkredit. Eine Ablebensversicherung über 150.000 Euro plus Restschuld schließt diese Lücke.
Anspruch haben Ehepartner und eingetragene Partner. Der Verstorbene muss eine Mindestzahl an Versicherungsmonaten erworben haben, die Wartezeit, etwa 180 Beitragsmonate oder bei Tod vor dem 50. Geburtstag 60 Versicherungsmonate in den letzten zehn Jahren. Bei einem Arbeitsunfall entfällt die Wartezeit, und wer schon Pension bezog, erfüllt sie jedenfalls.
Lebensgefährten ohne Trauschein bekommen keine Witwenpension, ganz gleich, wie lange Sie zusammengelebt haben. Für sie ist private Vorsorge der einzige Weg.
| Leistung | Höhe | Dauer |
|---|---|---|
| Witwenpension | 0 bis 60 Prozent der Pension des Verstorbenen | unbefristet, bis zur Wiederverheiratung |
| Befristete Witwenpension | wie oben | 30 Monate, wenn die Voraussetzungen für die unbefristete fehlen |
| Halbwaisenpension | 24 Prozent der Pension des Verstorbenen | bis 18, in Ausbildung bis höchstens 27 |
| Vollwaisenpension | 36 Prozent der Pension des Verstorbenen | bis 18, in Ausbildung bis höchstens 27 |
| Abfertigung bei Wiederverheiratung | 35 Monatsbezüge der unbefristeten Witwenpension | einmalig |
Verglichen wird das Einkommen beider Partner in den letzten zwei Kalenderjahren vor dem Tod, jeweils geteilt durch 24. Der Prozentsatz ergibt sich aus 70 minus 30 mal dem Verhältnis Ihres Einkommens zu dem des Verstorbenen. Verdienten beide gleich viel, sind es 40 Prozent. War sein Einkommen mindestens dreimal so hoch wie Ihres, sind es 60 Prozent. Verdienten Sie mehr als das 2⅓fache, sind es 0 Prozent.
Bezugsgröße ist die Pension, die der Verstorbene bekam oder bekommen hätte, bei einem Tod im Erwerbsleben also die Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension. Die Beträge sind brutto und werden 14 Mal im Jahr ausgezahlt.
Liegen Witwenpension und eigenes Einkommen zusammen unter 2.616,70 Euro im Monat (Wert 2026), wird der Prozentsatz bis höchstens 60 Prozent angehoben, bis dieser Betrag erreicht ist. Wer ohne eigenes Einkommen dasteht, kommt so oft auf die vollen 60 Prozent.
Umgekehrt wird gekürzt, wenn eigenes Einkommen und Witwenpension zusammen über 8.460 Euro im Monat liegen. Eine Änderung Ihres Einkommens führt zu einer neuen Berechnung.
Die Lücke ist der Unterschied zwischen dem bisherigen Nettoeinkommen des Verstorbenen und den Hinterbliebenenpensionen. Sie ist am größten, solange die Kinder klein sind und der Wohnkredit läuft, und gerade dann arbeitet der überlebende Partner oft weniger statt mehr.
Eine Ablebensversicherung, in Deutschland Risikolebensversicherung genannt, schließt die Lücke mit einer Einmalzahlung. Rechnen Sie die monatliche Lücke mal die Jahre, bis die Kinder selbst verdienen, legen Sie offene Kredite dazu und ziehen Sie Ersparnisse ab.
Fragen und Antworten
40 Prozent der Pension des Verstorbenen.
Je weniger Sie im Vergleich verdient haben, desto höher der Prozentsatz, höchstens 60 Prozent.
Nein.
Anspruch haben nur Ehepartner und eingetragene Partner.
Paare ohne Trauschein brauchen private Vorsorge umso mehr.
Etwa wenn Sie beim Tod jünger als 35 waren und die Ehe kürzer als zehn Jahre dauerte.
Ein gemeinsames Kind oder eine Schwangerschaft heben die Befristung auf.
Dann gibt es sie 30 Monate lang.
Die Witwenpension erlischt.
Bei einer unbefristeten Pension gibt es eine Abfertigung von 35 Monatsbezügen.
Bis 18, in einer Ausbildung, die die Arbeitskraft überwiegend beansprucht, bis höchstens 27.
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