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Gibt es Rabatt in der Haushaltsversicherung für Einbruchschutz?

Kurz gesagt

Einen festen Rabatt in der Haushaltsversicherung für Einbruchschutz gibt es nicht mehr. Früher gaben fast alle Versicherer etwa 10 Prozent für Sicherheitstür oder Alarmanlage, heute nur noch wenige, und meist mit Auflagen wie Widerstandsklasse, Wartung oder Aufschaltung. Wer Sicherungen vereinbart, muss sie auch benutzen. Der größere Nutzen: 2025 blieb rund die Hälfte der Wohnraumeinbrüche beim Versuch.

Gibt es Rabatt in der Haushaltsversicherung für Einbruchschutz?

Was es kostet

Was Einbruchschutz und Haushaltsversicherung in Österreich kosten, nach veröffentlichten Angaben.

BeispielRichtwert
Sicherheitstüretwa 1.500 bis 10.000 Euro
Alarmanlage für eine Wohnung mit 50 bis 60 Quadratmetern, Komplettpaketetwa 1.800 Euro, Einstieg ab etwa 1.500 Euro
Alarmanlage für ein Haus mit etwa 150 Quadratmetern, Komplettpaketetwa 3.600 Euro, Einstieg ab etwa 3.500 Euro
Haushaltsversicherung, 70 Quadratmeter in Wien, mit Haftpflichtetwa 72 bis 180 Euro im Jahr

Stand Oktober 2026.

Die Preise für Alarmanlagen stammen aus einem Ratgeber mit Stand Oktober 2019 und können heute

höher liegen, Wartungskosten kommen dazu.

Der Nachlass von 10 Prozent im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Paar, 80 Quadratmeter in Graz, Alarmanlage nur wegen des Rabatts

Angenommene Werte, damit sichtbar wird, wie Nachlass und Anschaffung zueinander stehen.

Jahresprämie Haushaltsversicherung150 Euro
Nachlass für die Alarmanlage, angenommen 10 Prozent15 Euro im Jahr
Alarmanlage mit Einbau1.800 Euro
Jahre, bis der Nachlass die Anlage bezahlt hat120 Jahre, Wartung nicht eingerechnet

Über die Prämie rechnet sich die Anlage nie. Kaufen Sie sie, weil sie Einbrüche erschwert, nicht wegen des Rabatts.

Wann es noch einen Nachlass gibt

Die Prämie der Haushaltsversicherung hängt vor allem von Postleitzahl, Versicherungssumme, Selbstbehalt und Bausteinen ab. Ein Nachlass für Einbruchschutz war früher fast überall Standard, meist rund 10 Prozent. Heute gewähren ihn nur noch wenige Versicherer, ein Recht darauf gibt es nicht.

Wo es ihn gibt, hängt er an Bedingungen: eine Sicherheitstür mit geprüfter Widerstandsklasse, eine Alarmanlage vom Fachbetrieb mit Wartungsvertrag, oft mit Aufschaltung auf eine Zentrale. Fragen Sie vor dem Kauf, welche Klasse und welchen Nachweis Ihr Versicherer verlangt.

Steht in Ihrer Polizze ausdrücklich ein Zuschlag wegen eines fehlenden Schutzes, können Sie nach § 41a VersVG verlangen, dass die Prämie für die künftigen Perioden angemessen herabgesetzt wird, wenn dieser Umstand wegfällt.

MaßnahmeKosten nach QuellenNachlass in der Haushaltsversicherung
Zusatzschloss oder Sperrbügel an der Wohnungstürje nach Produktkaum
Sicherheitstür nach ÖNORMetwa 1.500 bis 10.000 Eurobei wenigen Versicherern, mit Nachweis
Alarmanlage in der Wohnung, Komplettpaketetwa 1.800 Eurobei wenigen Versicherern, mit Wartung
Alarmanlage im Haus, Komplettpaketetwa 3.600 Eurobei wenigen Versicherern, mit Wartung

Was ein vereinbarter Schutz Sie verpflichtet

Haushaltsbedingungen enthalten Sicherheitsvorschriften. In den ABH 2022 eines österreichischen Versicherers heißt es sinngemäß: Verlassen alle Personen die Wohnung, sind sämtliche Eingangstüren zu versperren, Fenster in Reichhöhe zu schließen und alle im Vertrag vereinbarten Sicherungen vollständig anzuwenden und zu aktivieren. Das gilt dort auch für einfachen Diebstahl und Vandalismus.

Wer eine Sicherheitsvorschrift missachtet, riskiert die Leistung. Nach § 6 VersVG ist der Versicherer aber nur frei, wenn Sie schuldhaft gehandelt haben, und bei Pflichten zur Gefahrverminderung nur, wenn der Verstoß Einfluss auf den Einbruch oder die Höhe des Schadens hatte. War die vereinbarte Alarmanlage an diesem Tag aus und kam der Täter genau dort hinein, wird es eng.

Warum sich Einbruchschutz trotzdem lohnt

2025 wurden in Österreich 6.828 Wohnraumeinbrüche angezeigt, 2024 waren es 6.930. In rund der Hälfte der Fälle blieb es beim Versuch.

Die Reihenfolge ist klar: zuerst mechanischer Schutz an Tür und Fenster, dann bei Bedarf Elektronik. Die Polizei bietet eine kostenlose sicherheitspolizeiliche Beratung an, die Servicenummer lautet 059133. Dort erfahren Sie, welche Schwachstellen Ihre Wohnung hat, bevor Sie Geld ausgeben.

Wann Sie keinen Nachlass suchen sollten

Wohnen Sie im oberen Stock mit stabiler Tür und zahlen Sie eine kleine Prämie, lohnt der Aufwand für einen Nachlass kaum. Wichtiger ist dann eine Polizze, die grobe Fahrlässigkeit möglichst weit einschließt.

Als Mieterin oder Mieter sprechen Sie den Tausch der Eingangstür vorher mit dem Vermieter ab, im Wohnungseigentum auch mit der Gemeinschaft.

Schritt für Schritt

  1. Schwachstellen ermitteln: Die Polizei berät kostenlos, Servicenummer 059133.
  2. Zuerst Tür und Fenster mechanisch sichern, mit geprüften Produkten.
  3. Vor dem Kauf beim Versicherer fragen, ob und unter welchen Bedingungen es einen Nachlass gibt.
  4. Rechnung, Prüfnachweis und Wartungsvertrag aufbewahren.
  5. Nach dem Einbau die neuen Sicherungen dem Versicherer schriftlich melden.
  6. Vereinbarte Sicherungen bei jeder Abwesenheit einschalten und versperren.

Checkliste

  • Sicherheitstür mit geprüfter Widerstandsklasse und Nachweis
  • Alarmanlage vom Fachbetrieb mit Wartungsvertrag
  • Nachlass und Sicherheitsvorschriften schriftlich in der Polizze
  • Alarmanlage bei Abwesenheit immer aktiviert
  • Grobe Fahrlässigkeit in der Polizze eingeschlossen
  • Zuschläge in der Polizze geprüft, die mit dem neuen Schutz entfallen könnten

Häufige Fehler

  • Eine Alarmanlage nur wegen des Rabatts kaufen
  • Sicherungen vereinbaren und dann nicht benutzen
  • Eine Anlage ohne Fachbetrieb einbauen und mit einem Nachlass rechnen
  • Die Wartung schleifen lassen, obwohl sie Bedingung ist
  • Die Tür nur zuziehen statt versperren

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wie viel Rabatt gibt es für eine Sicherheitstür?

Einen festen Satz gibt es nicht.

Früher waren rund 10 Prozent üblich,

heute geben nur noch wenige Versicherer überhaupt einen Nachlass,

meist mit Nachweis der Widerstandsklasse.

Reicht eine Funkalarmanlage aus dem Baumarkt?

Für einen Nachlass meist nicht.

Versicherer,

die ihn gewähren, verlangen in der Regel Einbau durch einen Fachbetrieb und regelmäßige Wartung.

Muss ich die vereinbarte Alarmanlage immer einschalten?

Ja, wenn alle die Wohnung verlassen.

Sonst kann der Versicherer leistungsfrei sein,

wenn Sie schuldhaft gehandelt haben und der Verstoß den Einbruch beeinflusst hat.

Zahlt die Haushaltsversicherung weniger ohne Alarmanlage?

Nein, wenn keine vereinbart war.

Dann zählen nur die allgemeinen Pflichten,

etwa Türen versperren und Fenster in Reichhöhe schließen.

Wo bekomme ich eine neutrale Beratung?

Bei der Kriminalprävention der Polizei, die Beratung ist kostenlos.

Die Servicenummer lautet 059133.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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Kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

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