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Mit Kindern chartern: Worauf muss der Skipper achten?
Kurze Antwort
Rettungswesten an Bord einer Charteryacht sind meist für Erwachsene gedacht. Passende Kinderwesten und ein Relingsnetz gibt es häufig nur auf Bestellung, und das sollte vor der Abreise geklärt sein, nicht erst in der Marina.
Ein Familientörn an der Adria beginnt für viele österreichische Familien mit einer langen Autofahrt und einer Marina voller Eindrücke. Die Sicherheitsausrüstung der Charteryacht richtet sich nach der Zahl der Personen an Bord, liegt aber häufig nur in Erwachsenengrößen bereit. Eine Weste, die zu groß ist, rutscht einem Kind im Wasser über den Kopf und erfüllt ihren Zweck nicht. Kinderwesten mit Schrittgurt, ein Relingsnetz und gegebenenfalls ein kleiner Lifebelt müssen oft eigens bestellt oder selbst mitgebracht werden.
An Bord trägt der Skipper die Verantwortung für die Schiffsführung und die Sicherheit aller Personen, Kinder eingeschlossen. Die Eltern bleiben zugleich aufsichtspflichtig, und auf einer Familiencrew sind das häufig dieselben Menschen. Deshalb lohnt es sich, die Rollen vor dem Ablegen festzulegen: Wer behält die Kinder bei Manövern im Auge, wo sitzen sie beim Anlegen, ab wann gilt Westenpflicht. Eine einfache, feste Regel, etwa Weste an, sobald die Leinen los sind, lässt sich leichter durchhalten als eine Entscheidung je nach Wetter.
Nehmen Sie die Kinder in die Sicherheitseinweisung auf, kindgerecht und mit einer kurzen Übung: Wo liegt die Weste, was passiert bei Mann über Bord, wo darf man sich festhalten. Vermerken Sie die Einweisung auf der Crewliste. Planen Sie kurze Schläge und immer einen nahen Hafen als Ausweichziel, denn Seekrankheit und Langeweile ändern einen Tag rascher als der Wind. Und denken Sie an Ihre Skipperhaftpflicht: Verletzt sich ein Kind aus einer befreundeten Familie an Bord, kann auch daraus eine Forderung entstehen.
Zum Merken
Charterbasis
hat Westen oft nur in Erwachsenengröße
Skipper
bestellt Kinderwesten und Relingsnetz vorab
Eine Weste, die nicht passt, schützt nicht. Das wird vor der Abreise geklärt.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Liegen auf der Charteryacht Kinderrettungswesten bereit?
Nicht verlässlich. Fragen Sie bei der Buchung nach Westen in der passenden Gewichtsklasse und nach einem Relingsnetz und lassen Sie sich die Zusage schriftlich geben. Sonst nehmen Sie eigene Westen mit.
Wer ist verantwortlich, wenn einem Kind an Bord etwas passiert?
Der Skipper trägt die Verantwortung für die Sicherheit an Bord, die Eltern bleiben aufsichtspflichtig. Wer im Einzelfall haftet, hängt von den Umständen ab. Klare Regeln und eine vermerkte Einweisung schützen alle Beteiligten.
Gibt es ein Mindestalter für Kinder auf einem Törn?
Eine allgemeine Altersgrenze gibt es in aller Regel nicht, einzelne Basen oder Veranstalter setzen aber eigene Bedingungen. Wichtig sind passende Ausrüstung, ein geschütztes Revier und genügend Erwachsene an Bord.
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