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Bootsversicherung vergleichen: Was steht im Kleingedruckten der Polizze?
Kurze Antwort
Die Prämie ist schnell verglichen, die Leistung nicht. Wer eine Bootsversicherung vergleichen will, muss das Kleingedruckte der Polizze prüfen, an sechs Stellen: Wert, Ereignisse, grobe Fahrlässigkeit, Selbstbehalt, Bergung und Fahrtgebiet.
Wer sein Boot am Attersee, an der Donau oder in einer Marina in Istrien liegen hat, vergleicht meist zuerst die Prämie. Im Schadenfall zählt aber etwas anderes: was die Bedingungen zur Polizze sagen. Diese Bedingungen sollten Sie vor der Unterschrift vollständig in der Hand haben, nicht nur ein Datenblatt. Und Sie sollten sie selbst lesen, statt sich auf die Zusammenfassung eines Anbieters zu verlassen, der naturgemäß sein eigenes Produkt erklärt.
Sechs Stellen entscheiden das meiste. Der Wert: Zeitwert oder eine fest vereinbarte Summe. Die Ereignisse: Steht eine Liste da, ist nur gedeckt, was darauf steht. Die grobe Fahrlässigkeit: Nach österreichischem VersVG kann der Versicherer dann grundsätzlich ganz leistungsfrei sein, eine Kürzung nach Schwere wie in Deutschland kennt es nicht. Der Selbstbehalt, vor allem bei Diebstahl und Totalverlust. Die Bergung, ob sie zusätzlich bezahlt wird. Und das Fahrtgebiet mit seinen genauen Grenzen.
Bei uns gilt für alle Kunden deutsches Recht, auch für Österreicher (C-2.3). Bei grober Fahrlässigkeit wird also nach Schwere gekürzt, und ab Basis Plus verzichten wir bis zu einem Viertel der Versicherungssumme ganz auf die Kürzung, im Premium bis zur Hälfte (A-7). Ab Basis Plus gilt die feste Taxe (A-8.1), der Selbstbehalt entfällt bei Diebstahl und Totalverlust (A-4.3), die Bergung wird zusätzlich ersetzt, wenn eine Behörde sie anordnet (A-5.2). Jede Klausel können Sie vorher einzeln nachlesen.
Zum Merken
Prämie
steht im Angebot und ist schnell verglichen
Leistung
steht im Kleingedruckten und zählt im Schaden
Vergleichen Sie Bedingungen, nicht Prämien allein.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Gilt bei Ihnen österreichisches oder deutsches Recht?
Deutsches Recht, auch für Kunden mit Wohnsitz in Österreich. Das betrifft vor allem die grobe Fahrlässigkeit, bei der nach Schwere gekürzt statt ganz verweigert wird.
Was ist eine feste Taxe?
Eine bei Abschluss vereinbarte Summe, die im Totalschaden als Wert gilt. Ein Abzug für Alter und Abnutzung wie beim Zeitwert fällt weg.
Wie vergleiche ich zwei Polizzen am besten?
Beide Bedingungswerke nebeneinanderlegen und die sechs Stellen suchen: Wert, Ereignisse, grobe Fahrlässigkeit, Selbstbehalt, Bergung und Fahrtgebiet.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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