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Ein moderner weißer Jetski auf einem verzinkten Trailer am Holzsteg eines ruhigen Sees, bedecktes Tageslicht.

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Sea-Doo RXT-XRS 300 im Versicherungs-Check: was über den Jetski in die Polizze gehört

Mit dem Sea-Doo RXT-XRS 300 sind wir nicht gefahren, ein Fahrtest ist das nicht. Der erste Teil dieses Versicherungs-Checks klärt, was über den Jetski in die Polizze gehört.

16. Oktober 20267 min LesezeitNAMMERT Assekuradeur GmbH

Gleich zu Beginn: Mit dem Sea-Doo RXT-XRS 300 sind wir nicht gefahren, und dieser Versicherungs-Check ist kein Fahrtest. Über Fahrgefühl, Komfort oder Verarbeitung sagt er nichts. Er prüft das Gerät von der Seite, die uns als Assekuradeur zusteht: was über den Jetski in die Polizze gehört und welche Regeln der Bedingungen dann gelten. Das Modell führt bei uns im Bestand, der Katalog nennt eine Länge von rund dreieinhalb Metern. Die Reihe hat vier Teile, Polizze, Wert, typische Schäden und der Weg mit dem Trailer an den See oder an die Adria, und sie beginnt beim Antrag.

Der Name ist der erste Stolperstein. Hinterlegt sind bei uns mehrere Schreibweisen, unter anderem RXT-X 300, RXT 300, RXT 300 RS und RXT 300 XRS. Kaufvertrag, Rechnung des Händlers und Zulassungsschein bezeichnen denselben Jetski oft verschieden, das ist der Normalfall. Für die Polizze zählt, dass das Gerät eindeutig zu erkennen ist. Darum gehören die Rumpfnummer und die Motornummer in den Antrag, so wie sie am Gerät stehen. Wird ein gestohlener Jetski in Kärnten oder in Slowenien wiedergefunden, ist die Rumpfnummer meist der sicherste Weg, ihn dem Eigner zuzuordnen.

Alle Fragen im Antrag sind vollständig und richtig zu beantworten, so verlangt es die Anzeigepflicht unter B-3.1 der Kaskobedingungen; falsche Angaben zu gefahrerheblichen Umständen können zum Rücktritt führen. Leistungsdaten nimmt man aus den Papieren des Herstellers oder der Rechnung. Ein späterer Umbau am Motor kann eine Gefahrerhöhung nach B-4 sein, die gemeldet werden muss. Wie sich ein Umbau auf den versicherten Wert auswirkt, behandelt der zweite Teil dieser Reihe.

Entscheidend ist die Bootsart. Ein Jetski ist in der Kasko nur mitversichert, wenn er beantragt und in der Polizze dokumentiert ist (A-1.4 in Basis), dann gilt die Jetski-Klausel, in Basis unter A-9, in Basis-Plus und Premium unter A-10. Sie regelt die Selbstbeteiligung, die Sicherung gegen unbefugte Nutzung und Ausschlüsse für Motor und Rumpf eigens. Auch in der Unfallversicherung gibt es einen Unterschied: Der Helmbonus nach A-2.3 gilt nur im Jetski-Tarif. Wer das Gerät als Motorboot meldet, bekommt Regeln, die nicht zu ihm passen.

Wer fahren darf, regeln Haftpflicht und Kasko gemeinsam. Die Haftpflicht verlangt nach A-5 einen berechtigten Führer mit der vorgeschriebenen behördlichen Erlaubnis, in Österreich also mit dem Patent, das für Gerät und Gewässer gilt. Ob und wo ein Jetski überhaupt fahren darf, regeln auf vielen österreichischen Seen eigene Landesvorschriften, das klärt man vor der ersten Ausfahrt. In der Kasko sind Schäden ausgeschlossen, wenn eine nicht qualifizierte Person ohne vorgeschriebenen Befähigungsnachweis fährt (A-5.2 b in Basis, A-6.2 b in Basis-Plus und Premium). Eine gelegentliche private Vermietung bis 30 Tage im Jahr ist nur versichert, wenn sie beantragt und dokumentiert ist (A-11 in Basis, A-12 in Basis-Plus und Premium). Mitfahrer behandelt der dritte Teil.

Das Fahrtgebiet steht in der Polizze, nach A-2 in fünf Stufen: EU-Binnengewässer, dazu Nord- und Ostsee, dazu das Mittelmeer, dazu Atlantik und Schwarzes Meer, schließlich weltweit. Die Donau und die heimischen Seen liegen in der ersten Stufe; wer im Sommer nach Kroatien fährt, braucht das Mittelmeer. Beim Tarif deckt die Kasko Basis Naturgewalten, Brand, Explosion und den Diebstahl des ganzen Geräts, ab Basis-Plus kommen Unfall, Kollision, Grundberührung, Teilediebstahl und Vandalismus dazu. Beim Verkauf geht die Kasko auf den Käufer über (A-13 in Basis, A-17 in Basis-Plus, A-18 im Premium), die Haftpflicht endet. Den Wert behandelt der zweite Teil, den Weg zum Wasser der vierte.

Zum Abhaken

Die Schreibweise aus Kaufvertrag oder Rechnung in den Antrag übernehmen Rumpfnummer und Motornummer am Gerät abschreiben In der Polizze prüfen, ob ausdrücklich ein Jetski dokumentiert ist Vor jeder Fahrt durch Dritte das Patent zeigen lassen Die Landesregeln des Sees vor der ersten Ausfahrt nachlesen Eine private Vermietung vorher beantragen Für Kroatien und die Adria das Mittelmeer als Fahrtgebiet vereinbaren

Häufige Fragen

Reicht für die Adria das Fahrtgebiet EU-Binnengewässer?

Nein. Die Adria gehört zum Mittelmeer, das eine eigene Stufe im Fahrtgebiet ist. Wer im Sommer nach Kroatien oder Italien fährt, vereinbart das Mittelmeer vor der Abfahrt in der Polizze.

Welche Schreibweise des Modells kommt in die Polizze?

Die aus Ihren Papieren. RXT-X 300, RXT 300 RS oder RXT 300 XRS gelten bei uns als dasselbe Modell. Für die Zuordnung zählen Rumpfnummer und Motornummer, die deshalb immer mit eingetragen werden.

Was passiert mit der Polizze, wenn ich den Jetski verkaufe?

Die Kasko geht auf den Käufer über, und der Käufer kann binnen eines Monats kündigen. Die Haftpflicht endet dagegen mit dem Verkauf, der neue Eigner braucht dafür einen eigenen Vertrag.

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