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Boot leasen: Was verlangt die Versicherung in Österreich?
Kurze Antwort
Ein Boot lässt sich leasen, angeboten wird das vor allem Unternehmen und Selbstständigen. Der Leasinggeber bleibt Eigentümer und verlangt fast immer eine Vollkasko mit Vinkulierung zu seinen Gunsten und eine Versicherungssumme, die den vollen Wert trägt.
Beim Bootsleasing kauft eine Leasinggesellschaft das Boot, und Sie nutzen es über eine feste Laufzeit gegen eine monatliche Rate. Am Ende geben Sie es zurück oder übernehmen es zum Restwert. Interessant ist das vor allem für Firmen und Selbstständige in Österreich, etwa für ein Repräsentationsboot am Wörthersee, ein Arbeitsboot auf der Donau oder eine Yacht an der Adria. Ob Leasing günstiger ist als Kauf oder Bootskredit, hängt von Ihrer steuerlichen Lage ab. Das bespricht man mit dem Steuerberater, nicht mit dem Händler.
Für die Versicherung verschiebt Leasing eine Grundfrage: Eigentümer ist die Leasinggesellschaft, nicht Sie. Sie will sicher sein, dass ihr Boot im Schadenfall ersetzt wird, und verlangt deshalb fast immer eine Vollkasko, eine ausreichende Haftpflicht und eine Vinkulierung der Polizze. Damit fließt die Entschädigung bei einem Totalschaden an die Leasinggesellschaft und nicht an Sie. Die Vinkulierung wird meist schon vor der Übergabe verlangt. Nennen Sie deshalb beim Antrag gleich Leasinggeber und Vertragsnummer, dann liegt alles rechtzeitig vor.
Bei der Versicherungssumme verzeiht Leasing wenig. Liegt sie unter dem Wert, den der Leasingvertrag ansetzt, bleibt nach einem Totalschaden eine Restforderung bei Ihnen, obwohl die Versicherung gezahlt hat. Versichern Sie deshalb den vollen Wiederbeschaffungswert mit fester Taxe statt Zeitwert. Ab Basis Plus gilt die feste Taxe bei uns fünf Jahre, im Premium ohne zeitliche Grenze, so entfällt der Altersabzug, der gegen Ende der Laufzeit die Lücke aufreißt. Die Vinkulierung stellen wir mit der Polizze aus. Wer gewerblich verchartern will, muss das im Vertrag angeben, Charter ist nie stillschweigend mitversichert.
Yacht Leasing und Motoryacht Leasing: so ist der Vertrag gebaut
Ein Leasingvertrag für eine Yacht hat dieselben Stellschrauben wie beim Firmenauto: Eigenleistung zu Beginn, Laufzeit, monatliche Rate und ein Restwert am Ende. Je höher der Restwert angesetzt ist, desto niedriger die Rate, desto größer aber der Betrag, den Sie am Ende für die Übernahme aufbringen oder den das Boot beim Verkauf erzielen muss. Wartung, Liegeplatz, Winterlager und Polizze stecken in aller Regel nicht in der Rate, sondern bleiben bei Ihnen. Beim Motoryacht Leasing schaut der Leasinggeber zudem auf Motorstunden und Wartungsnachweise, weil davon der Wiederverkauf abhängt.
Leasing für Segelboot, Motorboot oder Katamaran
Ob Leasing Segelboot, Leasing Motorboot oder Katamaran Leasing: Die Leasinggesellschaft rechnet bei jedem Boot dieselbe Frage durch, nämlich was es nach der Laufzeit noch wert ist und wie leicht es sich verkaufen lässt. Serienboote bekannter Werften mit gepflegter Historie sind dafür einfacher als Einzelbauten oder ältere Yachten. Katamarane haben einen hohen Kaufpreis und laufen häufig in Charterflotten an der Adria; wer einen Katamaran über ein Leasing in eine Flotte gibt, sollte die Seite zur Kaufcharter lesen, denn dann versichert in der Regel der Flottenbetreiber und nicht der Eigner.
Schiff leasen als Firma, Hausboot Leasing und Boote Leasing privat
Wer als Unternehmen ein Schiff leasen will, etwa ein Arbeitsboot auf der Donau, ein Fahrgastboot am See oder eine Yacht für Kundentermine, ist die Hauptzielgruppe der Leasinggesellschaften. Für Privatpersonen wird Boote Leasing seltener angeboten, hier ist der Kredit der übliche Weg. Ob sich Leasing steuerlich lohnt, ist eine Frage für den Steuerberater und keine für den Händler, denn es hängt an Ihrer betrieblichen Nutzung und nicht am Boot.
Beim Hausboot Leasing kommt eine Vorfrage dazu: Ein Hausboot mit eigenem Antrieb wird in aller Regel als Wasserfahrzeug behandelt, eines ohne Motor, das dauerhaft an einem Platz liegt, je nach Behörde eher als schwimmende Anlage. Davon hängt ab, ob eine Leasinggesellschaft es überhaupt finanziert, welche Genehmigung für den Liegeplatz nötig ist und wie es versichert wird. Klären Sie das mit Leasinggeber und Behörde, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Leasingübernahme und Yacht Leasing Rückläufer
Bei einer Leasingübernahme steigen Sie in einen laufenden Vertrag ein, mit der restlichen Laufzeit, den offenen Raten und dem vereinbarten Restwert. Das geht nur mit Zustimmung der Leasinggesellschaft, die Ihre Bonität prüft. Lassen Sie das Boot vorher von einem Sachverständigen ansehen, denn Sie übernehmen den Zustand, wie er ist. Für die Polizze heißt das: Versicherungsnehmer und Vinkulierung müssen auf Sie umgestellt sein, bevor Sie zum ersten Mal ablegen.
Yacht Leasing Rückläufer sind Boote, die nach Ende eines Vertrags zurück an die Leasinggesellschaft gehen und von ihr oder einem Händler verkauft werden. Oft sind das gepflegte Boote mit lückenlosem Serviceheft, weil der Leasinggeber die Wartung verlangt hat. Prüfen Sie trotzdem Motorstunden, Rigg und Unterwasserschiff, und versichern Sie das Boot nach dem Kauf mit dem vollen Wert, nicht mit einem Schätzwert aus dem Inserat.
Leasing Rechner und French Leasing: was eine Rechnung zeigt
Ein Leasing Rechner im Internet zeigt die Rate aus Kaufpreis, Eigenleistung, Laufzeit, Restwert und Zinssatz. Zum ehrlichen Vergleich mit Kauf oder Kredit gehören aber alle Kosten der Laufzeit dazu: Prämie für Kasko und Haftpflicht, Liegeplatz, Winterlager, Wartung und die Restwertzahlung am Ende. Erst diese Summe zeigt, was Sie das Boot tatsächlich kostet.
French Leasing, auch französisches Leasing genannt, ist ein Finanzierungsmodell aus Frankreich, das über dortige Leasinggesellschaften läuft und vor allem wegen seiner steuerlichen Wirkung angeboten wird. Ob und wie es zu einem Wohnsitz oder einem Unternehmen in Österreich passt, kann nur ein Steuerberater beantworten, der beide Rechtsordnungen kennt. Unterschreiben Sie nichts auf die bloße Zusage eines Händlers hin.
Zum Merken
Leasinggeber
bleibt Eigentümer und verlangt Sicherheit
Leasingnehmer
sorgt für Kasko, Haftpflicht und vollen Wert
Ohne Vinkulierung keine Übergabe.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Kann ich als Privatperson ein Boot leasen?
Bootsleasing richtet sich überwiegend an Unternehmen und Selbstständige. Privat wird ein Boot meist über einen Kredit finanziert. Ob ein Leasing für Sie möglich ist, beantwortet die Leasinggesellschaft.
Was ist eine Vinkulierung beim Bootsleasing?
Mit der Vinkulierung wird die Polizze zugunsten des Leasinggebers gebunden, eine Entschädigung im Totalschaden geht an ihn. Er verlangt sie meist schon vor der Übergabe, zusammen mit Vollkasko und ausreichender Haftpflicht.
Was passiert beim Totalschaden eines geleasten Bootes?
Die Entschädigung fließt über die Vinkulierung an den Leasinggeber. Ist die Versicherungssumme zu knapp, bleibt eine Restforderung bei Ihnen, deshalb den vollen Wert versichern.
Was muss ich bei einer Leasingübernahme für die Polizze tun?
Melden Sie den Wechsel vor der Übergabe. Versicherungsnehmer und Vinkulierung zugunsten des Leasinggebers werden auf Sie umgestellt, damit am ersten Tag alles passt. Den Zustand des Bootes lassen Sie vorher von einem Sachverständigen prüfen.
Ist die Versicherung in der Leasingrate enthalten?
Meist nicht. Die Rate bezahlt die Finanzierung, Polizze, Liegeplatz und Wartung kommen dazu. Bietet der Leasinggeber eine Versicherung mit an, prüfen Sie Umfang, Selbstbehalt und Summe genauso wie bei einer eigenen Polizze.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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