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Weniger Hilfseinsätze für Sportboote in Italien

In Italien gab es im Sommer 2026 weniger Hilfseinsätze für Sportboote: Die Küstenwache half 343 Booten nach 435 im Vorjahr. Die Verstoßprotokolle gegen Freizeitkapitäne gingen um 16 Prozent zurück, bei insgesamt mehr Kontrollen.

Recht NAMMERT Assekuradeur GmbH

An einem verwitterten Holzsteg auf einem Bergsee hängt ein orangefarbener Rettungsring am Pfahl, am Steg ist ein kleines weißes Motorboot mit Außenbordmotor festgemacht, auf seiner Bank liegen zwei Rettungswesten, im Hintergrund steile grüne Hänge unter bedecktem Himmel.

Vorgestellt hat die Bilanz die italienische Küstenwache, die Guardia Costiera, am 1. Oktober 2026 auf der Bootsmesse in Genua, die amtliche Mitteilung stammt vom 2. Oktober. Sie umfasst die Sommeroperation Mare e Laghi Sicuri vom 16. Juni bis 20. September 2026 entlang von mehr als 8.000 Kilometern Küste, also auch an der oberen Adria, und auf Gardasee, Comer See und Lago Maggiore. Über 3.000 Einsatzkräfte, 450 Wasserfahrzeuge sowie 19 Flugzeuge und Hubschrauber waren beteiligt.

Kontrolliert wurde mehr als 296.000 Mal, laut Behörde um 24 Prozent öfter als 2025. Verstoßprotokolle gab es 11.364, ungefähr so viele wie im Jahr davor, womit der Anteil beanstandeter Kontrollen von 5 auf unter 4 Prozent sank. Gerettet wurden 1.370 Menschen, außerdem bekam die Allgemeinheit mehr als 142.000 Quadratmeter unerlaubt besetzter Strand- und Wasserflächen zurück.

Bei Sportbooten sanken die Verstoßprotokolle um 16 Prozent, von 3.827 im Jahr 2025 auf 3.212. Hilfe oder Rettung brauchten 343 Sportboote, 2025 waren es 435, ein Minus von 21 Prozent. Allein auf den drei Seen unterstützte die Küstenwache 163 Boote und 655 Menschen, sie kontrollierte dort Sportboote 2.580 Mal und stellte 517 Verstöße fest.

Die Behörde sieht darin den Erfolg ihrer Vorbeugung, nicht weniger Arbeit. Ein Baustein ist der Bollino Blu, eine Plakette, die verhindern soll, dass dasselbe Boot mehrfach geprüft wird; mehr als 5.000 Stück wurden heuer im Sommer vergeben. Ob Wetter oder weniger Betrieb auf dem Wasser zum Rückgang beigetragen haben, lässt die Mitteilung offen.

Was das für Eigner heißt

Am Versicherungsschutz ändert die Bilanz nichts, doch sie zeigt, wie oft im Sommer kontrolliert wird, gerade auf dem Gardasee und an der Adria, wo viele Boote aus Österreich fahren: Motorboote, Trailerboote, Schlauchboote und Charteryachten. Bootspapiere, Befähigungsausweis und die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung sollten daher vollständig an Bord sein, denn fehlende Ausrüstung kann im Schadenfall als Obliegenheitsverletzung geprüft werden. Aus unserem Bestand wissen wir, dass Hilfe auf dem Wasser oft Schlepp- oder Bergungskosten auslöst. Wie weit die eigene Polizze sie abdeckt, lohnt sich vor der Reise in den Bedingungen nachzulesen.

Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.

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