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Höhere Pegel an der Küste: neue Zahlen aus Hamburg

Die deutschen Küstenmeere erwärmen sich, der Meeresspiegel steigt, und Sturmfluten treffen künftig auf ein höheres Ausgangsniveau. Wer sein Boot an der Küste liegen hat, sollte die Zahlen kennen.

Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH

Weiße Segelyacht an einem nassen Holzsteg unter bedecktem Himmel, die Festmacherleine liegt straff auf der Klampe.

Das deutsche Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat am 21. September 2026 neue Messreihen veröffentlicht, die beim ExtremWetterKongress am 23. und 24. September in Hamburg vorgestellt werden. Die Nordsee hat sich an der Oberfläche seit 1969 um 1,4 Grad erwärmt, die Ostsee seit 1990 um 2,0 Grad. Für 2025 weist die Behörde 11,6 Grad mittlere Oberflächentemperatur in der Nordsee aus, den höchsten Wert der Reihe.

Marine Hitzewellen häufen sich: An der Station Helgoland zählte das Amt im Jahr 2026 bis zum 1. September 66 solcher Tage. Gemeint sind Abschnitte von mindestens fünf Tagen mit für Ort und Jahreszeit ungewöhnlich warmem Wasser. Anfang Juli lag die Wassertemperatur dort fast 4 Grad über dem Mittel.

Beim Wasserstand fallen zwei Werte auf: In Cuxhaven stieg der Meeresspiegel seit 1900 um über 25 Zentimeter, in Warnemünde um knapp 20 Zentimeter. Bis zum Jahr 2100 hält die Behörde bis zu einen weiteren Meter für möglich. Klimasimulationen deuten darauf hin, dass heutige Extremwasserstände dann drei bis fünf Mal häufiger auftreten.

Für österreichische Eigner mit Boot an der Adria oder an der deutschen Küste ist die Übertragbarkeit begrenzt, die Lehre aber nicht: Wo ein Liegeplatz bisher selten unter Wasser stand, verschiebt sich die Häufigkeit. Das betrifft die Länge der Festmacher ebenso wie die Frage, wie hoch ein Boot im Winterlager steht.

Was das für Eigner heißt

Nach einer Sturmflut geht der Streit selten um das Wetter und fast immer um die Vorsorge am Liegeplatz. Zu kurze Leinen, bei denen das Boot mit steigendem Wasser auf den Steg aufsetzt, sind der Klassiker, und dieser Schaden lässt sich nicht der Natur zuschreiben. Betroffen sind dauerhaft im Wasser liegende Segelyachten und Motorboote an Schwimmstegen, außerdem Boote im küstennahen Winterlager. Wer für den Winter vertäut, sollte Leinenlänge, Scheuerschutz und die Frage prüfen, was ein Meter mehr Wasser mit dem Boot anstellt.

Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.

Woher wir das haben

Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.

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