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Südpazifik: Segelyacht nach Zusammenstoß mit Wal gesunken

Im Südpazifik ist die australische Segelyacht Tai Tam nach einem Zusammenstoß mit einem Wal gesunken. Die vierköpfige Crew alarmierte früh die Rettungskräfte und wurde nach rund 17 Stunden in der Rettungsinsel von einem Containerschiff aufgenommen.

Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH

Auf grauer, bewegter See treiben zwei orangefarbene Rettungsinseln mit geschlossenem Dach, am Horizont zeichnet sich im Dunst ein Frachtschiff ab.

Am Samstag, 26. September 2026, ist die australische Segelyacht Tai Tam im Südpazifik nach einem Zusammenstoß mit einem Wal gesunken. Die 15,5 Meter lange Serienyacht vom Typ Oceanis 51.1 war rund 250 Seemeilen nördlich der Norfolkinsel unterwegs, mit vier Seglern an Bord: zwei Australiern, einem Neuseeländer und einem Franzosen. Alle vier haben überlebt.

Die Crew schildert einen lauten, reißenden Schlag, danach war die Yacht am Ruder nicht mehr zu steuern, und Wasser drang ein, das sich nicht mehr eindämmen ließ. Rund eine halbe Stunde nach dem Zusammenstoß ging der Notruf über die Seenotfunkbake hinaus. Die Rettungsleitstelle in Neuseeland schickte ein Aufklärungsflugzeug der Luftwaffe, eine P-8A Poseidon, das die Segler ortete und per Funk Kontakt hielt, bis ein Schiff in der Nähe umgeleitet war.

Am Sonntag gegen 6 Uhr früh holte das Containerschiff Sofrana Surville die vier aus der Rettungsinsel, rund 17 Stunden nach dem Unglück. Die Tai Tam ging unter. Offen bleibt, welcher Wal sie getroffen hat: Die Segler sahen Pottwale in der Nähe, das Tier selbst aber nicht, und laut YACHT gibt es zur Art keine verlässliche Angabe.

Auf Langfahrt sind solche Zusammenstöße selten, kommen aber immer wieder vor, und meist leiden Ruder und Rumpf gleichzeitig. Gerettet hat die Crew, was vorher vorbereitet war: eine funktionierende Bake, eine gewartete Rettungsinsel und der Entschluss, rechtzeitig von Bord zu gehen. Einer der Segler meinte, einen Tag früher wäre das Wetter deutlich schlechter gewesen.

Was das für Eigner heißt

Nach einem Walschlag weit draußen bleibt vom Boot meist nichts, und für die Kasko kommt es dann auf drei Punkte an: ob das Fahrtgebiet in der Polizze die Route einschließt, welcher Versicherungswert eingetragen ist und ob der Schaden zu den versicherten Gefahren zählt. Wer mit Segelyacht oder Katamaran von der Adria aus zur Langfahrt oder zu einer Überstellung aufbricht, liest das am besten vor dem Ablegen in seinen Bedingungen nach. Für Rettungsinsel und Seenotfunkbake sollte die letzte Wartung belegbar sein, weil nach einem Untergang auch danach gefragt wird. Fotos und eine Ausrüstungsliste, an Land hinterlegt, ersetzen die Unterlagen, die mit dem Boot versinken.

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