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Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check: was am Jetski kaputtgeht, je Tarif
Was beim Jetski typischerweise kaputtgeht und was die Bedingungen je Tarif dazu sagen, ist Thema von Teil 3. Es geht um die Bootsart, nicht um dieses Modell.
6. November 20268 min LesezeitNAMMERT Assekuradeur GmbH
Nach Polizze und Wert behandelt der dritte Teil dieser Reihe zum Versicherungs-Check, was am Jetski typischerweise kaputtgeht und was jeder Tarif dazu sagt. Eine Klarstellung vorweg: Die Schadenbilder hier sind typisch für die Bootsart Jetski, nicht für den Sea-Doo RXT X 260 RS im Besonderen. Wir sind das Modell nicht gefahren und behaupten nicht, dass es zu bestimmten Schäden neigt. Wir zeigen, wie unsere Bedingungen die Fälle einordnen, die bei Jetskis immer wieder vorkommen, und wo Basis, Basis-Plus und Premium auseinandergehen. Der vierte Teil ergänzt danach Trailer, Slip und Winterlager.
Am häufigsten trifft der Jetski etwas Festes: den Steg beim Anlegen, einen Felsen im seichten Uferbereich, ein anderes Boot im Gedränge vor der Slipanlage. Das sind Unfallereignisse, und die deckt die Kasko erst ab Basis-Plus; A-3.1.1 nennt dort ausdrücklich das An-Grund-Geraten und die Kollision mit festen und schwimmenden Gegenständen. Die Basis kennt keine Unfalldeckung. Nach einer gemeldeten Grundberührung zahlt Basis-Plus Inspektionskosten bis 500 Euro (A-3.2). Für den Rumpf gilt außerdem die Jetski-Klausel: Schäden, die den bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht einschränken, sind ausgeschlossen. Ein Riss im Bug ist etwas anderes als ein Kratzer im Gelcoat.
Ein Schadenbild gibt es nur beim Jetski: Der Antrieb saugt mit dem Wasser auch Leinen, Schotter oder Seegras an. Dann kommt es darauf an, ob ein Ereignis von außen vorliegt oder ein Betriebsschaden. Abnutzung im gewöhnlichen Gebrauch ist am betroffenen Teil selbst nicht versichert, unmittelbare Folgeschäden an anderen versicherten Teilen aber schon (A-6.2 d in Basis-Plus und Premium). Ausgeschlossen bleiben Betriebsschäden an maschinellen Einrichtungen, mangelhafte Wartung und Korrosion (A-6.2 e, f und h). Motorschäden durch Wasserschlag schließt die Jetski-Klausel aus, außer sie folgen direkt aus einer Kollision mit einem festen Gegenstand. Was im Ansaugschacht steckt, hebt man auf und fotografiert es.
Diebstahl und Vandalismus trennen die Tarife deutlich. Die Basis deckt nur den Diebstahl des ganzen Geräts; Einbruchdiebstahl, Teilediebstahl und mutwillige Beschädigung gehören zur Vollkasko ab Basis-Plus (A-3.1.4). In Basis und Basis-Plus muss der Jetski nachts von 22 bis 8 Uhr und bei dauerhafter Abwesenheit gegen unbefugte Nutzung gesichert sein, im Premium bei dauerhafter Abwesenheit. Steht er an Land unsachgemäß auf einem offenen Platz, gibt es in Basis-Plus beim Diebstahl keinen Ersatz (A-6.5), beim Vandalismus hebt A-10.4.1 das auf. Im Premium verdoppelt sich die Selbstbeteiligung beim Diebstahl, wenn das Gerät nicht versperrt oder umfriedet stand (A-10.1.3).
Ein Jetski für drei Personen ist am See selten allein unterwegs, darum lohnt der Blick auf die Unfallversicherung. In der Basis ist nur der Eigner versichert, in Basis-Plus zusätzlich seine Familienangehörigen ersten Grades, alle berechtigten Insassen erst im Premium (jeweils A-1.1). In Basis-Plus und Premium wird die Versicherungssumme im Versicherungsfall durch die Zahl der Personen an Bord geteilt. Der Schutz gilt weltweit, aber nur beim Gebrauch des versicherten Fahrzeugs. Den Helmbonus gibt es nur im Jetski-Tarif: Trägt der Fahrer nachweislich einen handelsüblichen Helm, erhöht sich die Invaliditätsleistung für eine Kopfverletzung um 25 Prozent, begrenzt je Tarif (A-2.3).
Bleibt die Haftpflicht, die am vollen Badesee viel zählt. Sie ersetzt Personen- und Sachschäden Dritter, für die der Fahrer gesetzlich haftet. Ab Basis-Plus ist das Ziehen von Wasserskiläufern, Wakeboardern und Tubes mitversichert. Bei groben Fehlern hilft die Regel zur groben Fahrlässigkeit: Ab Basis-Plus kürzt die Kasko bis zu einer Schadenhöhe von 25 Prozent der Versicherungssumme nicht, im Premium bis 50 Prozent, nicht aber bei Diebstahl, Drogen oder Alkohol (A-7). Fällt eine Brille oder ein Handy ins Wasser, ersetzt die Kasko das nicht (A-6.2 c). Jeden Schaden vor der Reparatur melden: +49 3375 566 75 05. Trailer, Slip und Winterlager behandelt der vierte Teil.
Versicherungs-CheckTeil 3 von 4
Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check für Österreich
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Zum Abhaken
Häufige Fragen
Zahlt die Kasko, wenn ich am Badesee gegen den Steg fahre?
Ab Basis-Plus ja, eine Kollision ist dort ein versicherter Unfall. Beim Jetski sind Rumpfschäden aber ausgeschlossen, wenn sie den bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht einschränken. In der Basis gibt es keine Unfalldeckung.
Ist ein Motorschaden nach angesaugtem Wasser versichert?
Motorschäden durch Wasserschlag schließt die Jetski-Klausel aus, außer sie sind die direkte Folge einer Kollision mit einem festen Gegenstand. Verschleiß am Teil selbst, mangelhafte Wartung und Korrosion sind ebenfalls ausgeschlossen.
Wer ist bei einem Unfall mit Mitfahrern versichert?
Das hängt vom Tarif ab: in Basis nur der Eigner, in Basis-Plus zusätzlich die Familienangehörigen ersten Grades, im Premium alle berechtigten Insassen. Die Summe wird dort durch die Zahl der Personen an Bord geteilt.
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