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Segelyacht mit Flossenkiel sitzt neben dem Holzsteg auf trockenem Seegrund aus Kies und Schlamm, im Hintergrund wenig Wasser und bewaldete Hänge

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Niedrigwasser am Bodensee: Untersee unterschreitet die Marke von 1949

Am Bodensee herrscht Niedrigwasser: Der Untersee unterschreitet am Pegel Berlingen seit Anfang Oktober 2026 die Marke von 1949 und liegt damit unter dem bisherigen Tiefststand. Auch am Pegel Bregenz steht der See für die Jahreszeit extrem niedrig.

Markt NAMMERT Assekuradeur GmbH

Der Untersee, der westliche Teil des Bodensees, hat am Pegel Berlingen Anfang Oktober 2026 den bisher tiefsten gemessenen Wasserstand unterschritten. Die alte Marke stammte vom Jänner 1949. Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU), das den Pegel am Thurgauer Ufer betreibt, verzeichnete in den ersten Oktobertagen knapp 394,2 Meter über Meer. Die NZZ und das Magazin BOOTE melden den neuen Tiefststand übereinstimmend.

Auch vor Vorarlberg steht wenig Wasser. Laut dem gemeinsamen Lagebericht zum Wasserstand des Bodensees lag der Pegel Bregenz am 13. Oktober 2026 um 5.45 Uhr bei 2,54 Meter über Pegelnull, Konstanz um 6 Uhr bei 2,50 Meter und Radolfzell am Untersee bei 2,02 Meter. Der Bericht nennt den Wasserstand für die Jahreszeit extrem niedrig.

Besserung erwartet der Lagebericht vorerst nicht, sondern einen weiteren Rückgang in den kommenden Wochen. Die Gründe: In den hohen Lagen des Einzugsgebiets fällt Niederschlag zunehmend als Schnee, die Böden nehmen nach dem trockenen Sommer viel Wasser auf, und die Gletscher liefern kaum noch Schmelzwasser.

Für Bootseigner am See zählt die Tiefe an der eigenen Hafeneinfahrt, nicht der Pegel. BOOTE empfiehlt, vor dem Ablegen beim Hafenmeister nachzufragen, wie viel Wasser an Zufahrt und Liegeplatz tatsächlich steht, und auch an Propeller und Antrieb zu denken. Wer das Boot heuer ohnehin aus dem Wasser holt, fragt früh im Hafen oder Winterlager, ob Kran oder Slip beim jetzigen Wasserstand noch erreichbar sind.

Was das für Eigner heißt

Was zahlt die Versicherung in so einem Fall? Setzt ein Boot in einer seichten Einfahrt oder am Liegeplatz auf Grund, gilt das als Unfall: An-Grund-Geraten und Stranden sind in der Kasko Basis Plus und Premium gedeckt (A.3.1.1), in der Basis nicht. Wird eine Grundberührung gemeldet, trägt Basis Plus die Inspektionskosten bis 500 Euro, Premium ohne diese Grenze, beide ohne Selbstbehalt (A-3.2, A-4.2). Laut Polizze ist der Schaden unverzüglich schriftlich zu melden, und der Eigner muss alles Zumutbare tun, um ihn gering zu halten (B-3.2.1, B-3.2.2). Am stärksten trifft das Niedrigwasser Segelyachten mit festem Kiel und größere Motorboote mit tiefem Antrieb, kaum Jollen und Boote mit Hub- oder Schwenkkiel. Die Themenseite Niedrigwasser erklärt das ausführlich.

Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.

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