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Marbella, Rang zwei: was der Jetsport von einem Vertrag verlangt

Wir unterstützen Laureen Thellin Deprez und die Racing Penguins. Vom Saisonfinale in Marbella bleiben drei Fragen, die jeder Vertrag im Jetsport beantworten muss.

23. September 20267 min LesezeitNAMMERT Assekuradeur GmbH

Von 11. bis 13. September 2026 fuhr die MotoSurf World Championship in Marbella ihr europäisches Saisonfinale. Wir unterstützen Laureen Thellin Deprez und das Team der Racing Penguins. Der Grund ist nicht das schöne Bild: An einem solchen Wochenende wird in drei Tagen mehr Material verladen, beschädigt und wieder hergerichtet als bei manchem Bootsbesitzer am Attersee in fünf Jahren. Wer dort zusieht, versteht, warum ein Vertrag für den Jetsport anders aussieht als einer für das Motorboot am Steg.

In der Klasse Women Masters kam Laureen Thellin Deprez auf den zweiten Platz, hinter Eujin Lee aus Südkorea und vor Tereza Kadlecova aus Tschechien; Vierte wurde Jennifer Beckmann aus Hamburg. Kai Biskup bestritt erst seinen zweiten Weltmeisterschaftslauf und steigerte sich über das Wochenende deutlich. Sein Ziel hatte er selbst klein gehalten, nämlich nicht Letzter zu werden, und er hat es erreicht. Der Bundestrainer sprach von vielversprechendem Potenzial.

Der dritte Fahrer der Racing Penguins, Robert Hesselmann, kam gar nicht ins Rennen: Sein Board wurde am Flughafen nicht mitgenommen. Diese Zeile steht auf keiner Ergebnisliste und ist beruflich die interessanteste des Wochenendes. Ein Brett, das nicht ankommt, ist kein beschädigtes Brett. Die Kasko ersetzt den Schaden an der Sache, nicht die ausgebliebene Beförderung, und wer deshalb Reise und Nenngeld verliert, holt es sich beim Beförderer oder bei niemandem.

Damit zum ersten Satz, der im Vertrag stehen muss. Die meisten Deckungen für Jetski, Jetboard und Trailerboot schließen Rennen und das dazugehörige Training aus, still, in einer Zeile unter den allgemeinen Ausschlüssen. Bei uns ist Rennen und Training ein Baustein, den man einschließt: Haftpflicht und Kasko gelten dann bei offiziellen Bewerben ebenso wie bei Übungsfahrten. Wer ohne ihn an den Start geht, fährt das teuerste Wochenende seines Lebens ohne Deckung und merkt es erst danach.

Der zweite Satz betrifft die Haftpflicht. Im Fahrerlager stehen Boards, Anhänger und fremde Ausrüstung dicht beieinander, und die teuersten Schäden entstehen nicht in der Kurve, sondern beim Rangieren, Kranen und Slippen. Für den Versicherungsschutz heißt das: Die Summe entscheidet, nicht das Gefühl. Wir zeichnen die Haftpflicht mit 10, 25 oder 50 Millionen Euro, und wer regelmäßig auf Veranstaltungen fährt, nimmt nicht die kleinste Stufe.

Der dritte Satz gehört dem Körper. Im Motosurf fällt man, das gehört zur Sportart, und die Verletzung kostet später mehr als das Board. Im Unfallschutz erhöht ein getragener Helm die Leistung, diesen Baustein gibt es am Markt selten. In Österreich kommt dazu, dass auf vielen Seen eigene Landesregeln gelten und der Veranstalter Nachweise sehen will, bevor jemand ins Wasser darf.

Zwei weitere Läufe sind für Oktober und November 2026 in China angesetzt. Ob das Team antritt, ist offen: Schule, Beruf und Reisekosten entscheiden das, nicht die Form. Auskunft zum Fahrtgebiet und zum Rennbaustein gibt unser Büro in Salzburg unter +43 662 643479, und ab Jänner 2027 gibt das Ranking Startgeld an jene zurück, die tatsächlich fährt.

Zum Abhaken

Steht Rennen und Training ausdrücklich im Vertrag, oder nur die private Nutzung? Gilt der Einschluss auch für freies Training und Qualifikation? Reicht die Haftpflichtsumme für ein volles Fahrerlager? Ist das Board auf dem Anhänger und im Flugzeug mitversichert, und wer haftet, wenn es nicht ankommt? Deckt der Unfallschutz den Helmbonus, und sind Helfer eingeschlossen? Ist das Fahrtgebiet der Veranstaltung enthalten, auch außerhalb der EU? Verlangt der Veranstalter oder die Seenaufsicht eine Bestätigung, und liegt sie rechtzeitig vor?

Häufige Fragen

Sind Rennen und Training in einem gewöhnlichen Jetski-Vertrag enthalten?

Meist nicht. Die Bedingungswerke schließen die Teilnahme an Rennen und das dazugehörige Training aus. Bei uns ist es ein Baustein, der Haftpflicht und Kasko bei Bewerben und Übungsfahrten einschließt.

Das Board blieb am Flughafen. Zahlt die Kasko?

Nein. Die Kasko ersetzt einen Schaden an der Sache, nicht die ausgebliebene Beförderung. Ansprechpartner ist die Fluglinie nach Reisegepäckrecht, deshalb Belege, Gewicht und Sperrgutanmeldung aufheben.

Gilt der Schutz bei einem Bewerb im Ausland?

Das hängt am vereinbarten Fahrtgebiet. Ein Rennen in Spanien liegt im üblichen Rahmen, ein Lauf außerhalb Europas nicht mehr. Vor der Anreise prüfen lassen, die Erweiterung ist meist in einem Arbeitsgang erledigt.

Was bringt der Helmbonus im Unfallschutz?

Wer beim Unfall einen Helm getragen hat, erhält eine erhöhte Leistung aus dem Unfallbaustein. Im Motosurf ist der Helm ohnehin Pflicht, damit wirkt die Klausel praktisch immer.

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Die Jetskiversicherung Zum NAMMERT Ranking Der Rennkalender 2027
Laureen Thellin Deprez in einer engen Wende, Board und Fahrerin fast waagerecht in der Gischt
Enge Wende im Bewerb: hier entstehen die Schäden, die ein gewöhnlicher Vertrag ausschließt.
Laureen Thellin Deprez am Startplatz, Helm auf, Handschuhe in der Hand, Zopf über der Schulter
Vor dem Bewerb am Startplatz. Der Helm zählt hier doppelt: als Pflicht und im Unfallschutz.
Laureen Thellin Deprez auf dem Podest mit der Trophäe, im Rücken die Anzeigetafel mit dem zweiten Platz
Siegerehrung in Marbella: zweiter Platz in der Klasse Women Masters. Fotos: NAMMERT.

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