Betriebshaftpflicht
Deckt Personen- und Sachschäden bei Bewohnern, Besuchern und Dritten, einschließlich Pflegefehlern und Schäden an Bewohnereigentum, wenn diese ausdrücklich eingeschlossen sind.
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In einem Heim leben Menschen, die sich selbst kaum schützen können, rund um die Uhr unter Ihrer Verantwortung. Ein Sturz in der Nacht, ein übersehenes Druckgeschwür, ein Brand im Zimmer mit Sauerstoffgerät: Solche Fälle landen schnell vor Gericht und in der Zeitung. Hier steht, was ein Heimträger in Österreich absichern sollte und was das kostet.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Nicht automatisch. Ein Heim schuldet angemessene Pflege, keine lückenlose Überwachung, und freiheitsbeschränkende Maßnahmen wie Bettgitter sind nach dem Heimaufenthaltsgesetz nur unter strengen Bedingungen erlaubt. Kommt es zum Sturz, prüft das Gericht, ob das Sturzrisiko erkannt, dokumentiert und vernünftig darauf reagiert wurde. Die Betriebshaftpflicht zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab; entscheidend ist eine lückenlose Pflegedokumentation.
Stürze sind der häufigste Haftpflichtvorwurf in der stationären Pflege. Ein Oberschenkelhalsbruch bei einer 85-Jährigen bedeutet Spital, Reha und oft dauerhaft eine höhere Pflegegeldstufe.
Druckgeschwüre, falsch verabreichte Medikamente, Flüssigkeitsmangel im Sommer: Angehörige lassen solche Fälle heute häufiger anwaltlich prüfen.
Bettgitter, Sensormatten mit Rückhalt oder Medikamente zur Ruhigstellung müssen nach dem Heimaufenthaltsgesetz gemeldet werden. Fehler führen zu Verfahren mit der Bewohnervertretung.
Rauchende Bewohner, Sauerstoffkonzentratoren, Wäscherei und Großküche: Ein Brand in einem Haus voller bettlägeriger Menschen ist der teuerste Sachschaden, den es gibt.
Große Warmwassernetze und Noroviren im Winter können Stationen sperren und Ansprüche von Bewohnern und Angehörigen auslösen.
Pflegedokumentation, Medikationspläne und Befunde sind besonders geschützte Daten. Ein Hackerangriff legt die Pflegeplanung lahm und ist meldepflichtig.
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Unverzichtbar
Deckt Personen- und Sachschäden bei Bewohnern, Besuchern und Dritten, einschließlich Pflegefehlern und Schäden an Bewohnereigentum, wenn diese ausdrücklich eingeschlossen sind.
Ersetzt Pflegebetten, Hebelifte, Küche, Wäscherei und Einrichtung nach Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch zum Neuwert.
Dringend empfohlen
Fallen nach einem Brand Plätze weg, fehlen die Tagsätze, während Personal und Kredite weiterlaufen.
Für Träger, denen das Haus gehört: Brand, Sturm, Hagel und Leitungswasser am Gebäude selbst.
Hilft bei Datenleck, Lösegeldforderung und Ausfall der Pflegedokumentation, einschließlich Meldung an die Datenschutzbehörde.
Sinnvoll je nach Betrieb
Für Geschäftsführung und Vorstand eines Trägervereins oder einer gemeinnützigen GmbH, die für Organisationsfehler persönlich haften können.
Für arbeitsrechtliche Streitigkeiten mit Pflegekräften und Auseinandersetzungen mit Behörden oder Lieferanten.
Wenn das Haus Busse für Ausflüge oder Arztfahrten und Autos für die mobile Pflege betreibt.
Eine betriebliche Krankenversicherung ist in einem Beruf mit hoher Belastung ein spürbares Argument bei der Personalsuche.
Die Prämien eines Heims richten sich vor allem nach der Zahl der Plätze, dem Pflegegrad der Bewohner, dem Gebäudewert und der bisherigen Schadenhistorie. Öffentlich genannte Tarifbeispiele für Heime gibt es in Österreich kaum, jedes Haus wird einzeln kalkuliert.
| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
|---|---|---|
| Betriebshaftpflicht | Haus mit rund 30 Plätzen, 5 Mio. Euro Deckung pauschal | etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Haus mit rund 100 Plätzen und angeschlossenem betreuten Wohnen | etwa 4.000 bis 10.000 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Einrichtung und Pflegetechnik im Wert von 600.000 Euro | etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Ausfall der Tagsätze bis zwölf Monate | etwa 500 bis 1.500 Euro im Jahr zusätzlich |
| Cyberversicherung | Träger mit rund 60 Beschäftigten und digitaler Pflegedokumentation | etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr |
Zum Vergleich: Haftpflicht und Inhaltsversicherung eines kleinen Hauses kosten im Jahr ungefähr so viel wie drei Wochen Heimplatz für eine einzige Bewohnerin.
Richtwerte aus unserer Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026. Für Pflegeheime gibt es kaum öffentliche Tarifbeispiele; die Quellen belegen die Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich. Das verbindliche Angebot holen wir für Ihr Haus ein.
01
Für: betreutes Wohnen oder kleine Wohngemeinschaft mit bis zu 15 Plätzen
Zusammen etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen02
Für: Pflegeheim mit 30 bis 60 Plätzen in gemieteten Räumen
Zusammen etwa 4.000 bis 9.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen03
Für: Träger mit eigenem Gebäude, Fahrdienst und Vorstand
Zusammen etwa 12.000 bis 30.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragenSechs Fälle, wie sie in Heimen tatsächlich vorkommen. Hier fallen sie alle auf einen einzigen Sonntag. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.
Eine Bewohnerin steht nachts allein auf, stürzt und bricht sich den Oberschenkelhals. Die Tochter wirft dem Haus fehlende Sturzprophylaxe vor.
Beim Wäschewechsel landet ein Hörgerätepaar im Schmutzwäschesack und wird mitgewaschen.
Ein Bewohner erhält die Tabletten seines Zimmernachbarn und muss ins Spital.
Die Server der Pflegedokumentation sind verschlüsselt, der Dienstplan und alle Medikationspläne sind weg.
Im Stationsbad reißt eine Leitung, das Wasser läuft zwei Stockwerke hinunter in die Küche.
Ein Sauerstoffkonzentrator überhitzt, ein Zimmer brennt aus, der Trakt ist wochenlang gesperrt.
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.
Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und zeigen Ihnen, wo sich die Bedingungen bei Pflegefehlern und Bewohnereigentum unterscheiden.
In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Dieses Wissen hilft, wenn nach einem Sturz Angehörige, Anwalt und Versicherer gleichzeitig Fragen stellen.
Haftpflicht, Gebäude, Busse und die Absicherung der Organe laufen bei einem Ansprechpartner zusammen, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.
Für Ihr Haus entstehen keine Maklerkosten, die Vergütung trägt der Versicherer. Wir sind ein deutscher Familienbetrieb seit 1989 und betreuen Heimträger in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.
Fragen und Antworten
Bundesweit gibt es keine einheitliche Pflicht. Die Heimgesetze der Länder, Bewilligungsbescheide und Förderverträge verlangen aber regelmäßig einen ausreichenden Haftpflichtschutz. Ohne ihn betreibt heute kein Träger ein Haus.
Die Betriebshaftpflicht prüft den Vorwurf, zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte auf eigene Kosten ab. Eine saubere Pflegedokumentation ist dabei Ihr wichtigstes Beweismittel.
Für ein kleines Haus mit rund 30 Plätzen beginnt die Haftpflicht bei etwa 1.500 Euro im Jahr. Ein Paket mit Inhalt, Ertragsausfall und Cyber liegt meist zwischen 4.000 und 9.000 Euro, jeweils ohne Versicherungssteuer.
Ja, über die AUVA. Die Prämie dafür zahlt allein der Arbeitgeber. Rückenschäden durch Heben gelten allerdings meist nicht als Arbeitsunfall; hier helfen Gruppenunfall und betriebliche Krankenversicherung.
Für Sachen, die das Heim in Verwahrung nimmt, haftet das Heim. Die Haftpflicht deckt das nur, wenn Schäden an eingebrachten und verwahrten Sachen eingeschlossen sind. Bargeld ist oft nur bis zu einer kleinen Summe versichert.
Sie ist sinnvoll, wenn Vorstand oder Geschäftsführung über große Budgets entscheiden. Organe haften bei Pflichtverletzungen persönlich; die D&O übernimmt Abwehr und berechtigte Forderungen.
NAMMERT Versicherungsmakler
Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.

Wer haftet, wenn eine Klientin beim Transfer vom Bett in den Rollstuhl stürzt?

Reicht die gesetzliche Mindestsumme von 2 Mio. Euro?

Wer zahlt, wenn ein Jugendlicher aus unserer WG ein Auto beschädigt?
Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige (ÖNACE entspricht auf Klassenebene der europäischen NACE):
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten
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Zur BootsversicherungNAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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