Versicherungen für mobile Pflegedienste, Hauskrankenpflege und Personenbetreuung in Österreich
Mobile Pflege findet in fremden Wohnungen statt, mit Menschen, die sturzgefährdet, verwirrt oder schwer krank sind. Dazu kommen Autos, die täglich hunderte Kilometer fahren, und Schlüssel zu dutzenden Wohnungen. Die typischen Schäden sind der Sturz beim Transfer, der verlorene Schlüsselbund, der Medikationsfehler und der Unfall auf dem Weg zum nächsten Klienten.
Wer haftet, wenn eine Klientin beim Transfer vom Bett in den Rollstuhl stürzt?
Der Pflegedienst, wenn ein Fehler vorliegt, etwa eine falsche Technik, fehlende Hilfsmittel oder eine Person statt der nötigen zwei. Die Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht zahlt Behandlung, Pflegemehrbedarf und Schmerzengeld und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Nicht jeder Sturz ist ein Fehler; eine lückenlose Pflegedokumentation entscheidet oft, ob überhaupt gehaftet wird.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Stürze und Transfers
Sturzgefährdete Menschen, enge Badezimmer, schwere Transfers: Stürze während der Pflege sind der häufigste und oft teuerste Haftpflichtfall.
02
Medikation und Wunden
Eine verwechselte Tablette, eine übersehene Druckstelle, ein Fehler bei der Insulingabe können schwere Folgen haben.
03
Schlüssel zu vielen Türen
Pflegekräfte tragen Schlüssel zu dutzenden Wohnungen. Ein verlorener Bund kann den Tausch von Schließanlagen ganzer Wohnhäuser bedeuten.
04
Viele Kilometer
Dienstautos fahren täglich bei jedem Wetter, oft unter Zeitdruck. Unfälle und Parkschäden gehören zum Alltag.
05
Sachen der Klienten
Ein zerbrochenes Hörgerät, eine beschädigte Zahnprothese, ein ausgelaufener Wasserkocher: kleine Schäden, die sich summieren.
06
Körperliche Belastung
Heben, Tragen und Schichtarbeit führen zu Rückenschäden und Erschöpfung. Personalausfall ist in der Pflege ein ständiges Thema.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Deckt Personen- und Sachschäden bei Klienten aus Pflege und Betreuung, mit Schlüsselverlust, Schäden an Hilfsmitteln und Tätigkeiten in fremden Wohnungen.
Eine betriebliche Krankenversicherung mit Physiotherapie oder Vorsorge hilft, belastetes Personal gesund und im Betrieb zu halten.
Was es kostet: Beispielprämien
Die Prämie folgt der Zahl der Pflegekräfte, der Art der Leistungen und der Zahl der Fahrzeuge. Für einzelne freiberufliche Pflegekräfte ist die Haftpflicht günstig, für Dienste mit vielen Autos dominiert die Kfz-Prämie.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Berufshaftpflicht
Freiberufliche diplomierte Pflegeperson, 3 Mio. Euro Summe
etwa 150 bis 350 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Mobiler Dienst mit 15 Pflege- und Betreuungskräften, mit Schlüsselverlust
etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Agentur für 24-Stunden-Betreuung, Vermittlung und Organisation
etwa 400 bis 1.200 Euro im Jahr
Flottenversicherung
Acht Kleinwagen, Haftpflicht und Vollkasko
etwa 6.000 bis 11.000 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Dienst mit digitaler Pflegedokumentation und Tourenplanung
etwa 700 bis 1.600 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Berufshaftpflicht einer freiberuflichen Pflegeperson kostet im Jahr ungefähr so viel wie drei bis sechs Hausbesuche in der Hauskrankenpflege.
Richtwerte, Stand September 2026.
Haftpflicht und Cyber ohne die 11 Prozent Versicherungssteuer,
beim Kfz kommt die motorbezogene Versicherungssteuer dazu.
Die Beträge sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis;
öffentliche Quellen nennen für die Betriebshaftpflicht in Österreich nur allgemeine Spannen.
Sechs Dinge, die in der mobilen Pflege wirklich passieren, hier alle an einem einzigen Montag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt100.500 Euro
Auf eisiger Straße rutscht ein Dienstauto in eine Kreuzung, zwei Fahrzeuge sind beschädigt.
14.000 Euro · Zahlt: Flottenversicherung
Eine Klientin stürzt beim Transfer ins Bad und bricht sich die Hüfte. Operation, Reha, höherer Pflegebedarf.
45.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Der Schlüsselbund einer Pflegerin ist weg. Bei drei Wohnhäusern muss die Schließanlage getauscht werden.
11.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Tourenplanung ist verschlüsselt, niemand weiß, welcher Klient wann welche Medikamente braucht.
20.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Nach einem Medikationsfehler ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Pflegekraft, der Dienst braucht Rechtsbeistand.
8.000 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Beim Abnehmen fällt ein Hörgerät ins Waschbecken und ist kaputt.
2.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 100.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie Schlüsselverlust mit einer ausreichenden Summe einschließen, auch für Schließanlagen und Generalschlüssel ganzer Häuser.
Nennen Sie alle Leistungen im Vertrag, von der Heimhilfe über die Hauskrankenpflege bis zu medizinischen Tätigkeiten wie Injektionen und Wundversorgung.
Achten Sie darauf, dass Schäden an Sachen der Klienten, etwa Hörgeräte, Brillen und Zahnprothesen, trotz des Ausschlusses für bearbeitete Sachen gedeckt sind.
Führen Sie die Pflegedokumentation lückenlos. Sie ist die wichtigste Grundlage, wenn nach einem Sturz über Verschulden gestritten wird.
Als Agentur für 24-Stunden-Betreuung: Klären Sie, wofür Sie selbst haften und wofür die selbstständigen Betreuungskräfte eine eigene Versicherung brauchen.
Prüfen Sie Regressforderungen der Sozialversicherung nach § 334 ASVG in der Betriebshaftpflicht, falls ein Arbeitsunfall auf grobe Fahrlässigkeit zurückgeht.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir vergleichen für Pflege und Betreuung
Schlüssel, Klientensachen und medizinische Tätigkeiten regelt jeder Versicherer anders. Als Makler holen wir mehrere Angebote ein und zeigen die Unterschiede.
Wir kennen die Schadenseite
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Nach einem schweren Sturz helfen wir, Dokumentation und Meldung so aufzubereiten, dass der Fall sauber bearbeitet wird.
Ein deutscher Makler, offen gesagt
Wir sind in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Die Verträge laufen nach österreichischem Recht mit Versicherern, die hier Pflegebetriebe zeichnen.
Familienbetrieb seit 1989
Dienst, Fuhrpark und Mitarbeitervorsorge bei einem Ansprechpartner, erreichbar unter +49 3375 29 12 77. Die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Braucht ein mobiler Pflegedienst in Österreich eine Versicherung?
Eine allgemeine gesetzliche Pflicht gibt es nicht.
Pflicht ist die Kfz-Haftpflicht,
und Länder, Sozialhilfeträger und Fördergeber verlangen in der Regel eine Betriebshaftpflicht.
Muss ich als freiberufliche Pflegeperson versichert sein?
Das GuKG verlangt, dass Sie Klienten über Ihren beruflichen Versicherungsschutz informieren.
Ohne Berufshaftpflicht haften Sie mit Ihrem Privatvermögen; wir empfehlen sie in jedem Fall.
Sind 24-Stunden-Betreuerinnen über die Agentur versichert?
Meist nicht.
Personenbetreuerinnen sind in der Regel selbstständig und brauchen eine eigene Haftpflicht.
Die Agentur haftet für Vermittlung und Organisation.
Was kostet die Versicherung für einen kleinen Pflegedienst?
Für einen Dienst mit etwa 15 Mitarbeitenden liegt die Betriebshaftpflicht bei rund 1.200 bis 3.000
Euro im Jahr,
die Fahrzeuge kommen dazu.
Ist ein verlorener Schlüssel versichert?
Nur wenn Schlüsselverlust eingeschlossen ist.
Achten Sie auf die Summe, denn der Tausch einer Schließanlage in einem großen Wohnhaus kostet
schnell fünfstellig.
Sind Pflegekräfte auf dem Weg zwischen den Klienten unfallversichert?
Ja, das sind Arbeitswege und über die AUVA gedeckt.
Für Unfälle in der Freizeit bietet sich eine Gruppenunfallversicherung an.
NAMMERT Versicherungsmakler
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Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.