Alles zur Versicherung: Ablebensversicherung
Wie hoch soll die Ablebensversicherung sein?
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Kurz gesagt
Die Ablebensversicherung zahlt in Österreich nicht, wenn Sie Gesundheitsfragen schuldhaft falsch beantwortet haben und der Versicherer zurücktritt: nach üblichen Bedingungen binnen drei Jahren, bei Arglist binnen zehn. Wann noch? Bei Selbstmord in den ersten drei Jahren, bei offener Prämie nach Mahnung mit mindestens zwei Wochen Frist und bei Tod nach Laufzeitende.
Prämien aus öffentlich genannten Beispielen für Österreich und was falsche Angaben zum Rauchen kosten würden.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 30 Jahre, Nichtraucher, 200.000 Euro gleichbleibend, 20 Jahre | etwa 9 bis 19 Euro im Monat |
| 40 Jahre, Nichtraucher, 200.000 Euro gleichbleibend, 20 Jahre | etwa 15 bis 30 Euro im Monat |
| 30 Jahre, Raucher, 200.000 Euro | über 33 Euro im Monat, statt rund 10 Euro als Nichtraucher |
| Zuschlag bei Vorerkrankung statt Ablehnung | oft 25 bis 100 Prozent auf die Prämie |
Prämien aus öffentlich genannten Spannen, Stand Oktober 2026.
Fristen nach üblichen Bedingungen und VersVG.
Der Zuschlag bei Vorerkrankung und die Werte im Rechenbeispiel sind Richtwert aus der Angebotspraxis.
Das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er stirbt im zweiten Vertragsjahr. Was die Familie bekommt, hängt von der Todesursache ab.
| Versicherungssumme | 200.000 Euro |
| Tod durch Herzinfarkt, Zusammenhang mit dem Bluthochdruck | 0 Euro nach Rücktritt |
| Tod bei einem Verkehrsunfall, kein Zusammenhang | 200.000 Euro |
| Ehrlich angegeben, mit Zuschlag | etwa 25 statt 18 Euro im Monat |
Ein paar Euro Zuschlag im Monat hätten 200.000 Euro gesichert. Rechnung mit Richtwerten.
Eine Ablebensversicherung zahlt bei fast jeder Todesursache, ob Krankheit, Unfall oder Arbeit. Die Ausnahmen sind wenige, aber sie kosten im Ernstfall die ganze Summe. Die meisten haben Sie selbst in der Hand.
| Grund | Folge | Frist |
|---|---|---|
| Gesundheitsfrage schuldhaft falsch beantwortet | Rücktritt, keine Leistung, keine Prämie zurück | drei Jahre ab Abschluss, bei Tod in dieser Zeit auch später |
| Arglistige Täuschung | Anfechtung oder Rücktritt | zehn Jahre |
| Selbstmord | keine Leistung | erste drei Jahre |
| Erste Prämie nicht bezahlt | keine Leistung, wenn auf die Folge hingewiesen wurde | ab Beginn |
| Folgeprämie trotz Mahnung offen | kein Schutz | nach mindestens zwei Wochen Frist |
| Tod nach Laufzeitende | keine Leistung, keine Auszahlung | mit Ablauf |
Vor Vertragsabschluss fragt der Versicherer nach Krankheiten, Behandlungen, Gewicht, Rauchen und gefährlichen Hobbys. Wer dabei schuldhaft etwas weglässt, riskiert den Rücktritt. Nach üblichen Bedingungen hat der Versicherer dafür drei Jahre ab Abschluss Zeit. Stirbt die versicherte Person innerhalb dieser drei Jahre, kann er auch danach noch zurücktreten.
Hat jemand bewusst getäuscht, verlängert sich die Frist auf zehn Jahre. Nach dem Tod prüft der Versicherer Arztbriefe und Krankenakten, gerade wenn der Tod früh kommt.
Tritt der Versicherer nach dem Todesfall zurück, muss er trotzdem zahlen, wenn die Hinterbliebenen nachweisen, dass der verschwiegene Umstand den Tod nicht verursacht hat. Wer seinen Bluthochdruck verschweigt und bei einem Verkehrsunfall stirbt, hat gute Karten.
Diese Hilfe entfällt bei Arglist. Und beim Rauchen ist der Zusammenhang selten zu widerlegen, weil es fast jedes Risiko erhöht.
Ist schon die erste Prämie offen, ist der Versicherer bei einem Todesfall leistungsfrei, sofern er auf diese Folge deutlich hingewiesen hat. Bei einer späteren Prämie muss er schriftlich mahnen und eine Frist von mindestens zwei Wochen setzen. Bleibt die Prämie danach offen, besteht kein Schutz mehr.
Zahlen Sie innerhalb eines Monats nach der Kündigung nach, lebt der Vertrag wieder auf, solange bis dahin nichts passiert ist. Bei Geldsorgen ist eine Stundung oder eine kleinere Summe besser als ein Rückstand.
Das Gesetz erlaubt dem Versicherer, bei Selbstmord nicht zu zahlen. Die üblichen Bedingungen begrenzen das auf die ersten drei Jahre. Wird nachgewiesen, dass eine krankhafte Störung die freie Willensbestimmung ausgeschlossen hat, zahlt er auch in dieser Zeit.
Bei Tod durch Krieg zahlen manche Tarife nur, wenn die Person im Ausland unbeteiligt in einen Krieg geriet. Und nach dem Ende der Laufzeit ist der Schutz weg, ohne Auszahlung. Wählen Sie die Laufzeit so, dass sie den Kredit und die Kinder bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit abdeckt.
Ohne Kredit, ohne Kinder und ohne Partner, der von Ihrem Einkommen lebt, gibt es niemanden, den Sie absichern müssen. Dann ist eine Ablebensversicherung verzichtbar.
Reicht Ihr Vermögen, um Kredit und Lebenshaltung der Familie zu tragen, auch. Für alle anderen ist sie eine günstige Absicherung, wenn die Angaben stimmen.
Fragen und Antworten
Nach üblichen Bedingungen drei Jahre ab Abschluss, bei Arglist zehn Jahre. Stirbt die Person in dieser Zeit, auch danach.
Nach den ersten drei Jahren ja. Davor nur, wenn eine krankhafte Störung die freie Willensbestimmung ausgeschlossen hat.
Sie bekommen eine Mahnung mit mindestens zwei Wochen Frist. Zahlen Sie dann, bleibt der Schutz bestehen.
Nein. Eine reine Ablebensversicherung zahlt nur im Todesfall während der Laufzeit.
Nicht immer. Hat der verschwiegene Umstand den Tod nicht verursacht, muss der Versicherer trotzdem zahlen, außer bei Arglist.
Er verliert sein Bezugsrecht. Die Summe geht dann an andere Berechtigte oder die Verlassenschaft.
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