Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
Zahlt die AUVA bei einem Freizeitunfall?
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Kurz gesagt
Lohnt sich eine Unfallrente in der privaten Unfallversicherung in Österreich? Für junge Menschen ohne Berufsunfähigkeitsschutz oft ja. Sie zahlt meist ab 50 Prozent Invalidität eine monatliche Rente, nach den Musterbedingungen bis zum Tod. Eine Unfallrente von 1.000 Euro verteuert den Vertrag spürbar, Beispiele liegen ab 350 Euro im Jahr statt 150 bis 300 Euro ohne Rente.
Prämien für Unfallversicherungen mit und ohne Unfallrente, nach veröffentlichten Beispielen aus Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Gute Unfallversicherung für Erwachsene, ohne Unfallrente | etwa 150 bis 300 Euro im Jahr |
| Studentin mit Unfallrente 1.000 Euro im Monat | ab etwa 350 Euro im Jahr |
| 32 Jahre, Angestellter, 350.000 Euro Summe, ohne Rente | etwa 170 bis 220 Euro im Jahr |
| 42 Jahre, riskante Hobbys, 500.000 Euro Summe, Unfallrente 800 Euro wertgesichert | etwa 350 bis 450 Euro im Jahr |
| Familie mit zwei Kindern, Unfallrente 800 Euro wertgesichert | etwa 650 bis 750 Euro im Jahr |
Stand Oktober 2026, aus veröffentlichten Prämienbeispielen.
Die Beträge im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihre Prämie hängt von Alter, Beruf, Freizeit und Schwelle ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So wirkt die Unfallrente neben der Einmalzahlung, wenn der Invaliditätsgrad bei 70 Prozent liegt.
| Invaliditätsgrad, Arm nach Gliedertaxe | 70 Prozent |
| Einmalzahlung bei 300.000 Euro Summe ohne Progression | 210.000 Euro |
| Unfallrente ab 50 Prozent, vereinbart 1.000 Euro | 12.000 Euro im Jahr |
| AUVA, Freizeitunfall | 0 Euro |
Die Unfallrente läuft lebenslang neben der Einmalzahlung, über 40 Jahre gerechnet fast 500.000 Euro. Läge der Grad bei 45 Prozent, gäbe es nur die Einmalzahlung.
Die Unfallrente ist ein eigener Leistungsbaustein der privaten Unfallversicherung. Erreicht der Invaliditätsgrad nach einem Unfall den vereinbarten Wert, zahlt der Versicherer eine monatliche Rente. Den Grad bestimmt wie bei der Einmalzahlung die Gliedertaxe, nach Abzug einer Vorinvalidität und mitwirkender Krankheiten.
Nach den Musterbedingungen des Versicherungsverbands wird die Unfallrente unabhängig vom Lebensalter gezahlt, monatlich im Nachhinein und rückwirkend ab dem Unfallmonat. Sie endet mit dem Tod. Stirbt die versicherte Person unfallbedingt im ersten Jahr nach dem Unfall, besteht kein Anspruch auf die Unfallrente.
Die meisten Tarife zahlen die Unfallrente erst ab 50 Prozent Invalidität. Das erreicht man nur mit schweren Verletzungen: Der Verlust eines Armes gilt in vielen Gliedertaxen als 70 Prozent, viele andere Verletzungen liegen darunter. Eine Unfallrente mit niedrigerer Schwelle ist teurer, zahlt aber öfter.
Achten Sie bei der Unfallrente außerdem auf den Mitwirkungsanteil. Wirken Krankheiten oder Abnützung mit, etwa Arthrose, wird der Invaliditätsgrad gekürzt, und die Unfallrente kann unter die Schwelle fallen.
| Baustein | Was er zahlt | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Einmalleistung bei dauernder Invalidität | Summe nach Invaliditätsgrad und Progression | für jede Person, Grundlage des Vertrags |
| Unfallrente | monatliche Rente ab der Schwelle, meist lebenslang | junge Menschen ohne Berufsunfähigkeitsschutz |
| Unfalltod | einmalige Summe an die Hinterbliebenen | eher über Ablebensversicherung lösen |
| Berufsunfähigkeitsversicherung | monatliche Rente bei Krankheit und Unfall | für Erwerbstätige der umfassendere Schutz |
80 bis 90 Prozent aller Berufsunfähigkeiten in Österreich gehen auf Krankheiten zurück. Die Unfallrente schützt dagegen nur nach einem Unfall. Für Erwerbstätige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung deshalb der umfassendere Schutz, die Unfallrente ersetzt sie nicht.
Sinnvoll wird die Unfallrente, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung wegen Vorerkrankungen, Beruf oder Hobbys nicht möglich oder nicht leistbar ist. Für Schüler, Studierende und junge Arbeitnehmer kann sie passen, weil die gesetzliche Pension wegen weniger Versicherungsjahre gering wäre und eine Rente bei schwerer Invalidität sehr lange läuft.
Nach einem Arbeits- oder Wegunfall zahlt die AUVA statt einer privaten Unfallrente eine Versehrtenrente, wenn die Erwerbsfähigkeit über drei Monate hinaus um mindestens 20 Prozent gemindert ist. Bei Unfällen in Freizeit, Haushalt und Sport zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nichts, und gerade dort passieren viele schwere Unfälle.
Die private Unfallrente läuft unabhängig von der Versehrtenrente der AUVA. Achten Sie bei der Unfallrente aber darauf, nicht zu überversichern, wenn Sie bereits eine hohe Rente vereinbart haben.
Die Unfallrente hängt an denselben Fristen wie die Invaliditätsleistung: Die dauernde Invalidität muss innerhalb eines Jahres eintreten und binnen 15 Monaten ärztlich festgestellt und geltend gemacht werden. Wer die Frist versäumt, verliert die Unfallrente ganz.
Ohne Wertanpassung verliert eine feste Unfallrente an Kaufkraft. Beispiele aus dem Markt zeigen Unfallrenten, die jährlich an die Inflation angepasst werden; das kostet mehr, schützt aber auf Jahrzehnte.
Fragen und Antworten
Meist ab 50 Prozent.
Der genaue Wert steht in Ihrer Polizze.
Nach den Musterbedingungen ja, bis zum Tod und unabhängig vom Alter.
Nein.
Die private Unfallrente zahlt unabhängig von der Versehrtenrente der AUVA.
Selten.
Die Pension läuft weiter, wichtiger sind Einmalleistung und Hilfe im Alltag.
Ein Beispiel mit 1.000 Euro Unfallrente kostet ab etwa 350 Euro im Jahr,
ohne Rente sind es oft 150 bis 300 Euro.
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Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
Zahlt die AUVA bei einem Freizeitunfall?
Was leistet eine private Unfallversicherung in Österreich?
Kernleistung ist die Kapitalleistung bei Dauerinvalidität: Versicherungssumme mal Invalidität …
Ist eine private Unfallversicherung in Österreich sinnvoll?
Für viele ja, weil die gesetzliche Unfallversicherung der AUVA nur Arbeits- und Schulunfälle …
Was kostet eine private Unfallversicherung in Österreich?
Eine gute private Unfallversicherung kostet für Erwachsene in Österreich meist 150 bis 300 Eu …
Kürzt die Unfallversicherung in Österreich wegen Vorerkrankungen?
Ja, die Unfallversicherung in Österreich kürzt wegen Vorerkrankungen, wenn Krankheiten oder A …
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