Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
Zahlt die AUVA bei einem Freizeitunfall?
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Kurz gesagt
Für viele ja, weil die gesetzliche Unfallversicherung der AUVA nur Arbeits- und Schulunfälle und den Weg dorthin abdeckt. Bei Unfällen in Freizeit, Haushalt und Sport gibt es keine gesetzliche Invaliditätsleistung. Eine private Unfallversicherung mit 100.000 Euro Versicherungssumme kostet für Erwachsene im Büroberuf meist etwa 7 bis 20 Euro im Monat. Krankheiten deckt sie nicht.
Öffentlich genannte Prämien für Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Student, 25 Jahre, 100.000 Euro, 500 Prozent Progression | ab etwa 7 Euro im Monat |
| Büroberuf, 32 Jahre, 150.000 Euro, 600 Prozent Progression, Unfallrente 600 Euro | ab etwa 18 Euro im Monat |
| Familie mit zwei Kindern, 150.000 Euro, 600 Prozent Progression | ab etwa 20 Euro im Monat |
| Gesamte Spanne für Erwachsene | etwa 7 bis 50 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Beispielen. Die Prämie hängt von Beruf, Summe, Progression und Bausteinen ab.
Rechenbeispiel
Kreuzbandriss mit bleibender Einschränkung im Knie, Invaliditätsgrad 20 Prozent.
| AUVA | 0 Euro, weil Freizeitunfall |
| Krankenkasse | zahlt Operation und Therapie |
| Private Unfallversicherung, 150.000 Euro Summe | etwa 30.000 Euro Invaliditätsleistung |
| Hubschrauberbergung | je nach Tarif mitversichert, sonst oft mehrere tausend Euro selbst |
Mit einer Prämie von rund 18 Euro im Monat erhält er etwa 30.000 Euro, ohne Versicherung nichts.
Die AUVA und die anderen gesetzlichen Unfallversicherer sind für Arbeitnehmer, Schüler und Studierende zuständig, aber nur bei Unfällen in der Arbeit, in der Schule und auf dem direkten Weg dorthin. Der Sturz beim Schifahren, der Fahrradunfall am Wochenende oder die Leiter im Garten fallen nicht darunter.
Nach einem Freizeitunfall bezahlt die Krankenkasse zwar die Behandlung, aber niemand ersetzt die finanziellen Folgen einer bleibenden Beeinträchtigung: Umbau der Wohnung, Einkommensverlust, Hilfe im Alltag.
| Unfall | Gesetzlicher Schutz | Private Unfallversicherung |
|---|---|---|
| In der Arbeit | ja, AUVA oder zuständiger Träger | ja, zusätzlich |
| Am direkten Arbeitsweg | ja | ja |
| Beim Schifahren am Wochenende | nur Behandlung über die Krankenkasse | ja |
| Sturz im Haushalt | nur Behandlung über die Krankenkasse | ja |
| Kind am Spielplatz | nur Behandlung | ja |
Kern ist die Invaliditätsleistung: Bleibt nach einem Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung, zahlt sie einen Einmalbetrag nach dem Grad der Invalidität. Mit einer Progression steigt die Leistung bei schweren Fällen stark an, bei 500 Prozent Progression zahlt sie bei voller Invalidität das Fünffache der Versicherungssumme.
Dazu kommen je nach Tarif Unfallrente, Bergungskosten, kosmetische Operationen und Leistungen bei Knochenbrüchen. Bergungskosten nach einem Alpinunfall können schnell mehrere tausend Euro erreichen.
Besonders sinnvoll ist sie für Kinder, weil sie gesetzlich nur in Kindergarten und Schule geschützt sind, für Selbstständige ohne eigenen Unfallschutz im Alltag, für Menschen mit viel Sport in den Bergen und für Pensionisten, die allein leben.
Wer bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, ist bei Unfällen oft schon gut geschützt. Dann kann eine schlanke Unfallversicherung für Bergungskosten und bleibende Schäden reichen.
Die meisten dauerhaften Einschränkungen kommen von Krankheiten, nicht von Unfällen. Schlaganfall, Krebs oder Bandscheibenleiden deckt die Unfallversicherung nicht. Wer nur eine Versicherung für den Verlust der Arbeitskraft abschließen kann, sollte zuerst die Berufsunfähigkeit prüfen.
Günstige Tarife ohne Progression und mit niedriger Summe zahlen bei leichten Schäden nur kleine Beträge. Achten Sie auf eine Grundsumme von mindestens 100.000 Euro.
Fragen und Antworten
Nein. Sie ist nur für Arbeits- und Schulunfälle sowie den Weg dorthin zuständig.
Für Erwachsene etwa 7 bis 50 Euro im Monat, je nach Beruf, Summe und Progression.
Oft sinnvoll, weil der gesetzliche Schutz nur in Kindergarten und Schule gilt und Kinder in der Freizeit viel unterwegs sind.
In vielen Tarifen ja, bis zu einer Summe. Für Wanderer und Schifahrer ein wichtiger Baustein.
Nein. Sie zahlt nur nach Unfällen, die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen durch Krankheit.
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Eine gute private Unfallversicherung kostet für Erwachsene in Österreich meist 150 bis 300 Euro im Jahr. Einfache Tari …
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