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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Unfallversicherung

Was kostet eine private Unfallversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Eine gute private Unfallversicherung kostet für Erwachsene in Österreich meist 150 bis 300 Euro im Jahr. Einfache Tarife gibt es ab etwa 7 Euro im Monat, umfangreiche mit Unfallrente liegen bei bis zu 50 Euro. Beruf, Versicherungssumme, Progression und Laufzeit bestimmen die Prämie.

Was kostet eine private Unfallversicherung in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Prämien für Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Guter Schutz für eine erwachsene Personetwa 150 bis 300 Euro im Jahr
Einfacher bis umfangreicher Tarifetwa 7 bis 50 Euro im Monat
Nachlass bei zehn Jahren Laufzeitoft etwa 20 Prozent

Richtwerte, Stand September 2026. Die Werte im Beispiel zu Grundsumme und Aufschlägen sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.

Rechenbeispiel

Angestellte, 38 Jahre, Büro, Wohnort Innsbruck

Sie fährt Ski und Rad und möchte vor allem schwere Folgen absichern.

Dauerinvalidität 100.000 Euro, Progression 350 Prozentetwa 120 bis 180 Euro im Jahr (Richtwert aus der Angebotspraxis)
Bergungskosten 25.000 Eurooft enthalten
Unfallrente 1.000 Euro im Monat ab 50 Prozent Invaliditätetwa 50 bis 90 Euro im Jahr (Richtwert aus der Angebotspraxis)
Kein Spitalgeld, kein Taggeld0 Euro

Zusammen etwa 170 bis 270 Euro im Jahr, rund 14 bis 23 Euro im Monat.

Warum eine private Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung nach ASVG schützt Sie bei der Arbeit und auf dem direkten Weg dorthin. Beim Skifahren, Radfahren oder im Haushalt zahlt sie nichts. Dort passieren aber die meisten Unfälle.

Die private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden Schäden einen Einmalbetrag nach Invaliditätsgrad. Dazu kommen je nach Tarif Bergungskosten, Unfallrente, Krankenhaustaggeld und Kosten für kosmetische Operationen.

Wovon die Prämie abhängt

Der Beruf zählt stark: Wer im Büro arbeitet, zahlt weniger als Dachdecker oder Tischler. Dann folgen Versicherungssumme und Progression. Die Progression vervielfacht die Leistung bei schweren Invaliditäten, etwa auf 350 oder 500 Prozent.

Auch die Laufzeit wirkt: Für zehn Jahre gewähren viele Versicherer einen Nachlass von etwa 20 Prozent. Sie binden sich dafür lange.

FaktorWirkung auf die Prämie
Beruf mit körperlicher Arbeitdeutlich höher
Versicherungssumme für Dauerinvaliditätdirekt proportional
Progression 350 oder 500 Prozentspürbar höher, Schutz bei schweren Fällen stark verbessert
Unfallrentedeutlicher Aufschlag
Taggeld und Spitalgeldkleiner Aufschlag, oft verzichtbar
Laufzeit zehn Jahreetwa 20 Prozent Nachlass

Wo Sie sparen können

Taggeld und Spitalgeld machen einen Tarif teurer, helfen aber bei schweren Fällen kaum. Wer als Arbeitnehmer Entgeltfortzahlung hat, kann oft darauf verzichten.

Ein Familientarif ist meist günstiger als einzelne Verträge. Kinder sind in vielen Tarifen preiswert.

Wo Sparen teuer wird

Eine niedrige Versicherungssumme ohne Progression reicht bei schweren Unfällen nicht für Umbau, Auto oder Einkommensausfall. Achten Sie auf mindestens 100.000 Euro Grundsumme mit Progression.

Auch Bergungskosten sind in Österreich wichtig. Ein Hubschraubereinsatz in den Bergen ist nicht immer über die Sozialversicherung gedeckt und kann mehrere tausend Euro kosten.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob die Freizeit Ihr größtes Unfallrisiko ist.
  2. Grundsumme für Dauerinvalidität und Progression festlegen.
  3. Bergungskosten für Berge und Wasser prüfen.
  4. Über eine Unfallrente nachdenken, wenn keine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht.
  5. Taggeld und Spitalgeld nur wählen, wenn sie wirklich helfen.

Checkliste

  • Grundsumme mindestens 100.000 Euro
  • Progression 350 Prozent oder mehr
  • Bergungskosten auch im Ausland
  • Weltweiter Schutz, rund um die Uhr
  • Mitwirkung von Krankheiten erst ab hohem Anteil angerechnet

Häufige Fehler

  • Nur Taggeld und Spitalgeld versichern und die Invalidität vernachlässigen
  • Eine lange Laufzeit für den Nachlass wählen, ohne die Bindung zu bedenken
  • Einen Berufswechsel nicht melden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Unfallversicherung im Monat?

Meist zwischen 7 und 50 Euro, ein guter Schutz für Erwachsene liegt bei etwa 150 bis 300 Euro im Jahr.

Zahlt die gesetzliche Unfallversicherung beim Skifahren?

Nein. Sie gilt nur für Arbeitsunfälle und den Weg zur Arbeit.

Was bedeutet Progression?

Bei hoher Invalidität steigt die Leistung überproportional. Mit 350 Prozent bekommen Sie bei voller Invalidität das 3,5fache der Grundsumme.

Lohnt sich eine lange Laufzeit?

Sie bringt oft etwa 20 Prozent Nachlass. Dafür können Sie den Vertrag lange nicht wechseln.

Zahlt sie auch den Hubschrauber nach einem Bergunfall?

Wenn Bergungskosten eingeschlossen sind, ja, bis zur vereinbarten Summe.

Quellen

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