Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Bekomme ich eine Pension, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?
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Kurz gesagt
Für Kinder kaum, für Schüler ab 15 oft ja. In Österreich beginnt die BU-Versicherung etwa bei einem großen Versicherer erst mit 15 Jahren, das Eintrittsalter legt jeder Tarif selbst fest. Bis dahin schützt eine Kinderunfallversicherung ab etwa 50 Euro im Jahr. Ab 15 lohnt die BU, weil die Gesundheit von heute festgeschrieben wird.
Prämien in Österreich für junge Menschen und Kinder, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| BU für junge Menschen in Ausbildung, ohne körperliche Arbeit, 1.000 Euro Rente | ab etwa 20 Euro im Monat |
| BU für Lehrlinge in Handwerk, Bau oder Pflege | ab etwa 70 Euro im Monat |
| Kinderunfallversicherung, 100.000 Euro mit Progression | ab etwa 50 Euro im Jahr |
| Schülerunfallversicherung als Gruppenpolizze über die Schule | ab etwa 7,90 Euro für ein Schuljahr |
| Zuschlag bei leichten Vorerkrankungen | bis 50 Prozent |
Richtwerte, Stand 2026, aus öffentlich genannten Prämienbeispielen österreichischer Anbieter.
Ihre Prämie hängt von Alter, Ausbildung, Beruf und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Die Eltern überlegen, ob sie mit Lehrbeginn eine BU-Versicherung abschließen oder warten, bis der Sohn selbst verdient.
| Rente | 1.000 Euro im Monat |
| Prämie im Handwerk | ab etwa 70 Euro im Monat |
| AUVA bei Freizeitunfall | keine Rente |
| Pension bei Krankheit mit 16 | meist keine, Versicherungsmonate fehlen |
| Mit 19 Diagnose Bandscheibe | für den bestehenden Vertrag ohne Folgen |
Mit Abschluss bei Lehrbeginn ist der Sohn ab dem ersten Tag geschützt und behält den Vertrag trotz späterer Diagnose. Wer bis 20 wartet, zahlt kaum weniger und riskiert einen Ausschluss für den Rücken.
In Deutschland bieten viele Versicherer eine Schüler-BU schon ab 10 Jahren an. In Österreich legt jeder Tarif der Berufsunfähigkeitsversicherung das Eintrittsalter selbst fest; ein großer Versicherer nimmt Versicherte zum Beispiel erst ab 15 Jahren an, also mit Lehrbeginn oder in der Oberstufe.
Fragen Sie für Kinder unter 15 daher gezielt nach dem Eintrittsalter. Wer sein Kind früher absichern will, greift zur Kinderunfallversicherung und fragt gezielt nach Leistungen bei Invalidität durch Krankheit, die nur wenige Polizzen enthalten.
Schüler sind bei der AUVA in der Schule und auf dem Schulweg unfallversichert. Eine Versehrtenrente gibt es bei Schülern aber erst ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent, die länger als drei Monate dauert, und sie beginnt erst, wenn die Ausbildung voraussichtlich geendet hätte. Freizeitunfälle und Krankheiten deckt die AUVA nicht.
Eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension setzt Versicherungszeiten voraus. Tritt die Invalidität vor dem 27. Geburtstag ein, reichen sechs Versicherungsmonate, ein Schulkind hat aber meist keinen einzigen. Für ein krankes Kind bleiben erhöhte Familienbeihilfe und Sozialleistungen.
| Fall | Was der Staat zahlt | Was eine private BU zahlen würde |
|---|---|---|
| Schulunfall, Minderung 60 Prozent | Versehrtenrente der AUVA | BU-Rente, wenn der Vertrag besteht |
| Freizeitunfall, gleiche Folgen | keine Rente der AUVA | BU-Rente |
| Schwere Krankheit mit 16 | keine Pension, Sozialleistungen | BU-Rente, wenn der Vertrag vor der Diagnose bestand |
Der Kern einer frühen BU-Versicherung ist die Gesundheitsprüfung. Wer mit 15 gesund abschließt, behält den Schutz, auch wenn später Asthma, Rückenprobleme oder eine Psychotherapie dazukommen. Mit 25 führen genau diese Diagnosen oft zu Ausschluss oder Zuschlag.
Dazu kommt die Prämie: Für junge Menschen in Ausbildung ohne körperliche Arbeit beginnt sie bei etwa 20 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente, im Handwerk eher bei 70 Euro. Wichtig ist, dass die Rente später ohne neue Gesundheitsprüfung erhöht werden kann.
Ein 15-jähriger Lehrling im Handwerk wird nach seinem Beruf eingestuft, ein Gymnasiast meist günstiger. Der Unterschied kann das Dreifache der Prämie ausmachen. Für Lehrlinge in körperlichen Berufen ist eine BU daher teurer, aber auch dringender, weil das Risiko höher ist.
Wo eine BU-Versicherung zu teuer wird, ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Versicherung von Grundfähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Greifen günstiger. Sie zahlen seltener, sind aber besser als gar kein Schutz.
Bietet kein Tarif Ihres Vergleichs eine BU für Kinder unter 15 an, sind in Österreich wichtiger eine Haftpflicht über die Haushaltsversicherung und eine Kinderunfallversicherung mit Progression.
Auch für Schüler ab 15 lohnt sie sich nicht, wenn das Familienbudget knapp ist oder schon eine Diagnose vorliegt, die zu Ausschluss oder Ablehnung führt. Dann prüfen Sie Grundfähigkeiten oder Unfallschutz.
Fragen und Antworten
Das legt jeder Tarif selbst fest.
Ein großer österreichischer Versicherer nimmt Versicherte ab 15 Jahren an;
fragen Sie für jüngere Kinder gezielt nach.
Nur wenn die Erwerbsfähigkeit länger als drei Monate um mindestens 50 Prozent gemindert ist.
Die Rente beginnt, wenn die Ausbildung voraussichtlich geendet hätte.
Vor dem 27.
Geburtstag reichen sechs Versicherungsmonate.
Ein Schüler hat sie meist nicht, ein Lehrling nach einem halben Jahr Lehrzeit schon eher.
Nur, wenn der deutsche Versicherer Kunden mit Wohnsitz in Österreich annimmt.
Das regelt jeder Tarif selbst; ein österreichischer BU-Tarif setzt zum Beispiel einen dauerhaften
Wohnsitz in Österreich voraus.
Fragen Sie vor dem Antrag ausdrücklich danach.
Sie ist ein guter Anfang, zahlt aber nur nach Unfällen.
Die meisten schweren Behinderungen bei Kindern entstehen durch Krankheit.
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Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
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