Alles zur Versicherung: Betriebliche Vorsorge
Muss ich als Arbeitgeber in Österreich eine Betriebspension anbieten?
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Kurz gesagt
Wird die Firmenpension bei einer Scheidung in Österreich geteilt? Nicht automatisch. Einen Versorgungsausgleich wie in Deutschland kennt das österreichische Recht nicht: Das Ehegesetz teilt eheliches Gebrauchsvermögen und eheliche Ersparnisse. Wichtig ist oft der Unterhalt, denn an ihm hängt später auch die gesetzliche Witwenpension der geschiedenen Partnerin.
Grenzen rund um Scheidung und Pension in Österreich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Pensionssplitting, höchstens | 50 Prozent der Teilgutschrift |
| Mindestdauer der Ehe für Witwenpension bei bloß regelmäßigem Unterhalt | 10 Jahre |
| Mindestzeit regelmäßiger Unterhaltszahlung vor dem Tod | 1 Jahr |
Regeln nach Ehegesetz, Allgemeinem Pensionsgesetz und ASVG.
Keine Rechtsberatung, die Aufteilung im Einzelfall klärt das Gericht oder Ihre Vereinbarung.
Rechenbeispiel
Beispiel: Im gerichtlichen Vergleich verpflichtet er sich zu 400 Euro Unterhalt im Monat.
| Firmenpension in der Pensionskasse | bleibt beim Mann |
| Pensionssplitting | betrifft nur das gesetzliche Konto |
| Unterhalt aus gerichtlichem Vergleich | 400 Euro im Monat |
| Witwenpension, wenn er stirbt | ja, solange sie nicht wieder heiratet |
Die Firmenpension wird nicht geteilt. Die Frau ist über den Unterhalt und die spätere gesetzliche Witwenpension abgesichert.
Wird die Ehe geschieden, teilt das Ehegesetz das eheliche Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse auf. Ersparnisse sind Wertanlagen, die während der Ehe angesammelt wurden und üblicherweise zur Verwertung bestimmt sind.
Eine Firmenpension in der Pensionskasse soll vor allem eine spätere Pension ergeben, über das Guthaben können Sie nur eingeschränkt verfügen. Ob ein Gericht sie bei der Aufteilung berücksichtigt, ist eine Frage des Einzelfalls. Lassen Sie das vor einer Scheidungsvereinbarung anwaltlich prüfen.
Das freiwillige Pensionssplitting betrifft nur das gesetzliche Pensionskonto. Der Elternteil, der nicht kindererziehend versichert ist, kann auf Antrag bis zu 50 Prozent seiner Gutschrift aus Erwerbstätigkeit auf das Konto des anderen übertragen, solange noch keiner eine eigene Pension hat.
Die Firmenpension aus Pensionskasse, Kollektivversicherung oder direkter Zusage ist davon nicht erfasst.
Stirbt der frühere Ehegatte, erhält die geschiedene Partnerin eine gesetzliche Witwenpension, wenn er ihr zur Zeit des Todes Unterhalt zu leisten hatte. Das gilt bei Unterhalt aus Urteil, gerichtlichem Vergleich oder einem vor der Scheidung geschlossenen Vertrag.
Ohne solche Grundlage reicht regelmäßig gezahlter Unterhalt, mindestens im letzten Jahr vor dem Tod, wenn die Ehe mindestens zehn Jahre dauerte. Der Anspruch endet mit einer neuen Ehe. Wer auf Unterhalt verzichtet, sollte diese Folge kennen.
| Grundlage des Unterhalts | Witwenpension nach Scheidung |
|---|---|
| gerichtliches Urteil | ja |
| gerichtlicher Vergleich | ja |
| Vertrag vor der Scheidung | ja |
| regelmäßige Zahlung im letzten Jahr, Ehe ab 10 Jahren | ja |
| Unterhaltsverzicht | nein |
Wer die Hinterbliebenenpension Ihrer Firmenpension bekommt, regelt der Pensionskassenvertrag. Melden Sie die Scheidung der Pensionskasse und lassen Sie sich bestätigen, wer nun berechtigt ist.
Die Abfertigung neu geht im Todesfall an Ehegatten und Kinder. Nach der Scheidung ist der frühere Partner nicht mehr Ehegatte. Für eine Zukunftssicherung über eine Lebensversicherung ändern Sie die Bezugsberechtigung selbst.
Fragen und Antworten
Nein.
Das Ehegesetz teilt Gebrauchsvermögen und eheliche Ersparnisse,
Pensionsanwartschaften werden nicht automatisch geteilt.
Nicht als eigenen Anteil.
Ob das Gericht sie bei der Aufteilung berücksichtigt, ist Einzelfall.
Die gesetzliche, wenn ihr der Verstorbene Unterhalt zu leisten hatte.
Ob die Pensionskasse an Geschiedene zahlt, regelt der Vertrag.
Eine freiwillige Übertragung von bis zu 50 Prozent der gesetzlichen Gutschrift für Zeiten der
Kindererziehung, nicht der Firmenpension.
Nein, das Gesetz nennt Ehegatten und eingetragene Partner.
Nach der Scheidung zählt der frühere Partner nicht mehr dazu.
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