Alles zur Versicherung: Pflegevorsorge
Reicht das Pflegegeld in Österreich aus?
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Kurz gesagt
Wer zahlt in Österreich Hilfsmittel wie Pflegebett oder Rollator? Vor allem Ihre Krankenversicherung, auf ärztliche Verordnung und in einfacher Ausführung. Sie tragen 10 Prozent, mindestens 46,20 Euro, bei SVS und Bauern meist 20 Prozent. Reicht das nicht, helfen Sozialministeriumservice und Land. Eine eigene Pflegekasse wie in Deutschland gibt es nicht.
Selbstbehalte und Leistungen für Hilfsmittel in Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Selbstbehalt nach ASVG und B-KUVG | 10 Prozent, mindestens 46,20 Euro |
| Selbstbehalt nach GSVG und BSVG | in der Regel 20 Prozent, mindestens 46,20 Euro |
| Rollator um 300 Euro, ASVG-versichert | 46,20 Euro Selbstbehalt |
| Pflegegeld Stufe 1 bis 7 | 206,20 bis 2.214,80 Euro im Monat |
Der Preis des Rollators im Beispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Den Höchstbetrag legt jeder Krankenversicherungsträger in seiner Satzung fest.
Rechenbeispiel
Sie braucht einen Rollator und ein Pflegebett. So verteilen sich die Kosten.
| Rollator um 300 Euro, ärztlich verordnet | Selbstbehalt 46,20 Euro |
| Pflegebett | Regelung der ÖGK vorher erfragen |
| Leichtgewichtsrollator statt einfacher Ausführung | Mehrkosten selbst |
| Handschuhe und Bettschutz | aus dem Pflegegeld |
Mit der einfachen Ausführung bleibt beim Rollator ein Selbstbehalt von 46,20 Euro. Beim Pflegebett entscheidet die Satzung der Kasse, ob Leihe, Kauf oder Zuschuss.
Hilfsmittel wie Rollator, Rollstuhl, Krücken oder orthopädische Schuhe stellt die Krankenversicherung zur Verfügung, wenn eine Ärztin sie verordnet. Bezahlt wird eine einfache und zweckmäßige Ausführung, und Sie tragen einen Kostenanteil.
Eine Pflegekasse, die wie in Deutschland eigene Pflegehilfsmittel zahlt, gibt es in Österreich nicht. Für ein Pflegebett ist deshalb ebenfalls Ihr Krankenversicherungsträger die erste Adresse; ob er das Bett kauft, leiht oder bezuschusst, regelt seine Satzung.
| Hilfsmittel | Erste Adresse | Ihr Anteil |
|---|---|---|
| Rollator, Gehhilfe, Krücken | Krankenversicherung auf Verordnung | 10 Prozent, mindestens 46,20 Euro |
| Rollstuhl | Krankenversicherung auf Verordnung | 10 Prozent, mindestens 46,20 Euro, bis zum Satzungshöchstbetrag |
| Pflegebett | Krankenversicherung, Regelung je Träger | nach Satzung, vorher anfragen |
| Als Selbständiger bei der SVS | SVS auf Verordnung | in der Regel 20 Prozent, mindestens 46,20 Euro |
| Teurer als der Kassenzuschuss | Sozialministeriumservice oder Land | Zuschuss nach Antrag, keine feste Höhe |
Wer nach ASVG oder B-KUVG versichert ist, zahlt 10 Prozent des Tarifs oder der Anschaffungskosten, mindestens aber 46,20 Euro. Bei einem Rollator um 300 Euro sind das also nicht 30, sondern 46,20 Euro. Für Selbständige und Bauern beträgt der Selbstbehalt in der Regel 20 Prozent, ebenfalls mindestens 46,20 Euro.
Für Hilfsmittel, die nur einmal oder kurz verwendet werden, ist der Kostenanteil geringer. Wer von der Rezeptgebühr befreit ist, sollte beim Träger nachfragen, ob auch beim Hilfsmittel Erleichterungen gelten.
Jeder Krankenversicherungsträger legt in seiner Satzung einen Höchstbetrag für Hilfsmittel fest. Liegt ein Rollstuhl oder ein elektrisches Pflegebett darüber, zahlen Sie den Rest, außer jemand anderer springt ein.
Das Sozialministeriumservice kann aus dem Unterstützungsfonds helfen, wenn Sie einen Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent glaubhaft machen, die Ausgaben wegen der Behinderung entstehen und eine soziale Notlage besteht. Auch die Bundesländer geben Zuschüsse für Hilfsmittel und die Behindertenhilfe.
Das Pflegegeld, 2026 zwischen 206,20 und 2.214,80 Euro im Monat, ist frei verwendbar. Sie können damit Selbstbehalte, Verbrauchsmaterial wie Handschuhe oder einen Hausnotruf bezahlen.
Planen Sie das Pflegegeld aber nicht doppelt ein: Bei einer 24-Stunden-Betreuung oder mobilen Diensten ist es meist schon verbraucht.
Wegen Hilfsmitteln allein brauchen Sie keine private Pflegeversicherung, die Selbstbehalte sind überschaubar. Teuer wird die laufende Pflege zu Hause.
Eine private Pflegerente zahlt einen festen Betrag je Pflegegeldstufe und deckt damit auch Ausgaben, die keine Kasse übernimmt, etwa einen Aufstehsessel oder ein besseres Bett.
Fragen und Antworten
Ja, auf ärztliche Verordnung in einfacher Ausführung.
Sie tragen 10 Prozent, mindestens 46,20 Euro, bei SVS und Bauern meist 20 Prozent.
Erste Adresse ist Ihr Krankenversicherungsträger.
Ob er kauft, leiht oder bezuschusst, steht in seiner Satzung.
Fragen Sie vorher nach.
Dann zahlen Sie die Differenz, außer das Sozialministeriumservice oder Ihr Bundesland gibt einen
Zuschuss.
Nein, Hilfsmittel der Krankenversicherung gibt es auch ohne Pflegegeld.
Das Pflegegeld hilft aber bei Selbstbehalten.
Einen eigenen Monatsbetrag wie die 42 Euro in Deutschland sieht das Pflegegeld nicht vor.
Solche Kosten zahlen Sie aus dem pauschalen Pflegegeld.
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