Alles zur Versicherung: Pflegevorsorge
Reicht das Pflegegeld in Österreich aus?
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Kurz gesagt
Wer zahlt in Österreich die 24-Stunden-Betreuung? Zum größten Teil Sie selbst. Ab Pflegegeldstufe 3 fördert der Staat sie mit bis zu 800 Euro im Monat bei selbständigen und bis zu 1.600 Euro bei angestellten Betreuungskräften. Dazu kommt das Pflegegeld, in Stufe 3 592,60 Euro. Die Betreuung kostet rund 3.500 bis 4.000 Euro im Monat.
Pflegegeld, Förderung und Kosten der 24-Stunden-Betreuung in Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 24-Stunden-Betreuung, Gesamtkosten | rund 3.500 bis 4.000 Euro im Monat |
| Förderung bei selbständigen Betreuungskräften | bis 800 Euro im Monat |
| Förderung bei angestellten Betreuungskräften | bis 1.600 Euro im Monat |
| Pflegegeld Stufe 3 bis 7 | 592,60 bis 2.214,80 Euro im Monat |
| Private Pflegerente, Eintritt mit 35 | rund 38 Euro im Monat |
Gesamtkosten nach veröffentlichten Preisen von Anbietern, ohne Kost und Logis.
Das Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Zwei selbständige Betreuerinnen wechseln sich alle zwei Wochen ab. So sieht der Monat aus.
| Betreuung über eine Agentur | 3.700 Euro |
| Pflegegeld Stufe 4 | minus 888,50 Euro |
| Förderung, zwei selbständige Kräfte | minus 800 Euro |
| Kost und Logis | zusätzlich, je nach Haushalt |
Es bleiben rund 2.010 Euro im Monat, mehr als die Pension. Ohne Ersparnisse oder private Pflegerente muss die Familie dazuzahlen oder eine andere Lösung finden.
Eine eigene Pflegeversicherung wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Die 24-Stunden-Betreuung finanzieren Sie aus zwei öffentlichen Töpfen und aus eigener Tasche: dem Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz und der Förderung des Sozialministeriums aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung.
Die Betreuung erfolgt nach dem Hausbetreuungsgesetz. In der Praxis wechseln sich zwei Betreuungskräfte ab, deshalb ist die Förderung auf zwei Personen ausgelegt.
| Leistung | Betrag 2026 | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Pflegegeld Stufe 3 | 592,60 Euro im Monat | Pflegebedarf von mehr als 120 Stunden |
| Pflegegeld Stufe 4 | 888,50 Euro im Monat | mehr als 160 Stunden |
| Pflegegeld Stufe 5 | 1.206,90 Euro im Monat | mehr als 180 Stunden und außergewöhnlicher Aufwand |
| Förderung, selbständige Betreuung | bis 800 Euro im Monat | ab Stufe 3, Einkommen bis 2.500 Euro netto |
| Förderung, angestellte Betreuung | bis 1.600 Euro im Monat | ab Stufe 3, Einkommen bis 2.500 Euro netto |
Für die Förderung brauchen Sie Pflegegeld ab Stufe 3, einen Bedarf an Betreuung bis zu 24 Stunden und ein Betreuungsverhältnis. Die Betreuungskräfte müssen eine Ausbildung ähnlich der Heimhilfe nachweisen oder seit mindestens sechs Monaten fachgerecht betreut haben, oder eine Pflegeperson hat sie zu pflegerischen Tätigkeiten ermächtigt.
Ihr Nettoeinkommen darf 2.500 Euro im Monat nicht übersteigen. Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe und Wohnbeihilfe zählen nicht mit. Für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen steigt die Grenze um 400 Euro, bei Angehörigen mit Behinderung um 600 Euro. Ihr Vermögen wird nicht geprüft.
Eine 24-Stunden-Betreuung kostet mit Agentur meist rund 3.500 bis 4.000 Euro im Monat. In Stufe 4 decken Pflegegeld und Förderung zusammen knapp 1.690 Euro. Rund 2.000 Euro und mehr bleiben jeden Monat bei Ihnen oder Ihrer Familie.
Dazu kommen Kost und Logis für die Betreuungskraft und ein eigenes Zimmer. Wer kein Zimmer frei hat, für den passt die 24-Stunden-Betreuung meist nicht.
Arbeiten die Betreuungskräfte als selbständige Personenbetreuer, beträgt die Förderung höchstens 800 Euro. Bei angestellten Kräften ist die Förderung doppelt so hoch, die Lohnkosten sind es aber auch.
Prüfen Sie bei Agenturen, was die Vermittlungsgebühr umfasst, wer bei Krankheit der Betreuungskraft für Ersatz sorgt und wie lange die Kündigungsfrist ist.
Eine private Pflegegeldversicherung oder Pflegerente zahlt einen festen Monatsbetrag je Pflegegeldstufe, frei verwendbar. Damit lässt sich die Lücke bei der 24-Stunden-Betreuung gezielt verkleinern.
Sie brauchen keine private Pflegeversicherung, wenn Pension und Ersparnisse die Lücke von rund 2.000 Euro im Monat über Jahre tragen oder Sie ohnehin ein Pflegeheim wählen würden. Abschließen müssen Sie sie, solange Sie gesund sind; mit Pflegegeld ist es meist zu spät.
Fragen und Antworten
Die Förderung gibt es ab Pflegegeldstufe 3.
Pflegegeld bekommen Sie schon ab Stufe 1, es ist frei verwendbar.
Nein, die Förderung wird unabhängig vom Vermögen gewährt.
Es zählt nur das Nettoeinkommen bis 2.500 Euro im Monat.
Bei zwei selbständigen Betreuungskräften höchstens 800 Euro,
bei zwei angestellten höchstens 1.600 Euro im Monat.
Bei der Landesstelle des Sozialministeriumservice.
Das Pflegegeld beantragen Sie bei Ihrem Pensionsversicherungsträger.
Für Sie oft ja.
Im Heim fließen Pension und Pflegegeld ans Heim und das Land zahlt den Rest,
Ihr Vermögen ist seit 2018 geschützt.
Zu Hause zahlen Sie die Lücke selbst.
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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.
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