Welche Versicherungen brauche ich in Österreich, wenn ein Baby kommt?
Wenn ein Baby kommt, brauchen Sie in Österreich drei Dinge: das Kind beitragsfrei als Angehör …
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Kurz gesagt
Eine Kinderinvaliditätsversicherung nach deutschem Vorbild, die auch bei Krankheit zahlt, müssen Sie in Österreich gezielt suchen und in den Bedingungen prüfen. Üblich ist für Kinder die Kinderunfallversicherung, ab 7,90 Euro im Jahr, die bei Krankheit aber nie zahlt. Bei erheblicher Behinderung zahlt der Staat die erhöhte Familienbeihilfe, 2026 zusätzlich 189,20 Euro im Monat.
Prämien und staatliche Leistungen, die bei der Absicherung eines Kindes in Österreich zählen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Schülerunfallversicherung, Dauerinvalidität bis 100.000 Euro | 7,90 Euro für ein Jahr |
| Unfallversicherung für eine Familie | ab etwa 240 Euro im Jahr |
| Erhöhte Familienbeihilfe 2026 | 189,20 Euro im Monat zusätzlich |
| Ablebensversicherung eines Elternteils, 30 Jahre, 200.000 Euro, 20 Jahre | etwa 9 bis 19 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus veröffentlichten Tarifangaben und Tests;
der Unfalltest stammt vom Juli 2023.
Die Ursachenzahlen stammen aus Deutschland,
weil es dazu keine eigene österreichische Quelle auf dieser Seite gibt.
Rechenbeispiel
Was Familie und Kind bekommen, wenn nur eine Kinderunfallversicherung besteht.
| Kinderunfallversicherung | 0 Euro, weil die Ursache eine Krankheit ist |
| Erhöhte Familienbeihilfe ab Grad der Behinderung 50 | 189,20 Euro im Monat |
| Über ein Jahr | 2.270,40 Euro |
| Krankenversicherung | bleibt als Mitversicherung bestehen |
Die Unfallpolizze zahlt in diesem Fall nichts. Die staatliche Hilfe ist eine Unterstützung, kein Einkommensersatz. Deshalb gehört das Geld zuerst in den Schutz der Eltern und erst dann in Zusatzbausteine für das Kind.
In Deutschland gibt es eine eigene Kinderinvaliditätsversicherung, die eine Rente oder ein Kapital zahlt, wenn ein Kind durch Krankheit oder Unfall dauerhaft schwer beeinträchtigt wird. In Österreich ist die Polizze, die Familien für Kinder üblicherweise abschließen und die Konsumentenschützer vergleichen, die Unfallversicherung. Ein Produkt nach deutschem Vorbild müssen Sie gezielt erfragen.
Ob ein Tarif auch nach einer Krankheit eine Invaliditätsleistung zahlt, steht allein in seinen Bedingungen. Fragen Sie danach ausdrücklich und lassen Sie sich die Klausel zeigen, statt sich auf den Namen des Produkts zu verlassen.
Eine Unfallversicherung zahlt nur, wenn ein plötzliches Ereignis von außen den Schaden verursacht. Innere Ereignisse und Krankheiten sind kein Unfall. Genau dort liegt das größere Risiko: nach der deutschen Statistik gehen über alle Altersgruppen rund 90 Prozent der schweren Behinderungen auf Krankheiten zurück und weniger als 1 Prozent auf Unfälle.
Für Österreich ist die Lage medizinisch nicht anders. Eine Kinderunfallversicherung ist sinnvoll für Freizeit und Haushalt, wo die AUVA nicht schützt, aber sie ersetzt keine Absicherung gegen schwere Krankheit.
| Schutz | Zahlt bei Unfall | Zahlt bei Krankheit | Kosten etwa |
|---|---|---|---|
| AUVA | nur in Schule und im letzten Kindergartenjahr | nein | kein eigener Beitrag |
| Schülerunfallversicherung | ja, rund um die Uhr | nein | 7,90 Euro im Jahr |
| Unfallversicherung im Familienpaket | ja | nein | ab etwa 240 Euro im Jahr für die Familie |
| Erhöhte Familienbeihilfe | ja, bei erheblicher Behinderung | ja, bei erheblicher Behinderung | staatliche Leistung, 189,20 Euro im Monat |
Hat ein Kind eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die voraussichtlich länger als sechs Monate dauert, und einen Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent, gibt es die erhöhte Familienbeihilfe. 2026 sind das 189,20 Euro im Monat zusätzlich zur normalen Familienbeihilfe. Den Grad bescheinigt das Sozialministeriumservice.
Auch die Krankenversicherung bleibt: Kinder sind nach dem 18. Geburtstag weiter als Angehörige mitversichert, wenn sie erwerbsunfähig sind. Was der Staat nicht ersetzt, ist das Einkommen eines Elternteils, der für die Pflege beruflich kürzertritt.
Zuerst die Eltern absichern. Eine Ablebensversicherung auf jeden Elternteil kostet mit 30 Jahren für 200.000 Euro über 20 Jahre meist etwa 9 bis 19 Euro im Monat und schützt das Einkommen, von dem das Kind lebt.
Für das Kind selbst ist die Kinderunfallversicherung der günstige Grundschutz für Freizeit und Haushalt. Wer mehr will, fragt gezielt nach Tarifen mit einer Leistung auch bei Krankheit und vergleicht die Bedingungen Wort für Wort.
Ist beim Kind bereits eine Behinderung oder schwere Erkrankung festgestellt, nimmt sie kein Versicherer mehr nachträglich auf. Dann zählen die staatlichen Leistungen und eine gute Beratung zu Anträgen.
Auch eine zweite Unfallpolizze lohnt nicht, wenn das Kind schon im Familienpaket eines Elternteils steckt. Prüfen Sie dort, ob das Kind namentlich oder pauschal bis zu einem Alter mitversichert ist, damit es nicht unbemerkt herausfällt.
Fragen und Antworten
Das hängt vom Versicherer und Ihrem Wohnsitz ab.
Fragen Sie vorher, ob er Kinder mit Wohnsitz in Österreich überhaupt versichert.
Nein.
Eine Unfallversicherung zahlt nur nach einem Unfall, nie wenn eine Krankheit die Ursache ist.
Ja,
die erhöhte Familienbeihilfe, 2026 zusätzlich 189,20 Euro im Monat,
ab einem Grad der Behinderung von 50 Prozent.
Als Schülerpolizze ab 7,90 Euro im Jahr mit bis zu 100.000 Euro bei Dauerinvalidität,
im Familienpaket ab etwa 240 Euro im Jahr.
Über die AUVA erst im letzten Jahr vor der Schulpflicht.
Krippe und jüngere Kindergartenkinder sind dort nicht versichert.
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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.
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