Welche Versicherungen brauche ich in Österreich, wenn ein Baby kommt?
Wenn ein Baby kommt, brauchen Sie in Österreich drei Dinge: das Kind beitragsfrei als Angehör …
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Kurz gesagt
Wirklich sinnvoll sind für Kinder in Österreich zuerst drei Versicherungen: die Haftpflicht in der Haushaltsversicherung, die auch Kinder einschließt; eine Kinderunfallversicherung ab etwa 50 Euro im Jahr, weil die AUVA nur Schule, Kindergarten im letzten Jahr und den Weg deckt; und die Ablebensversicherung der Eltern, mit 30 Jahren für 200.000 Euro etwa 9 bis 19 Euro im Monat.
Veröffentlichte Prämien für die wichtigsten Versicherungen rund um Kinder in Österreich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Kleine Haushaltsversicherung mit Haftpflicht | etwa 60 bis 80 Euro im Jahr |
| Kinderunfallversicherung, 100.000 Euro mit Progression | ab etwa 50 Euro im Jahr |
| Schülerunfallversicherung als Gruppenpolizze über die Schule | ab 7,90 Euro für ein Schuljahr |
| Ablebensversicherung Elternteil, 30 Jahre, 200.000 Euro, 20 Jahre | etwa 9 bis 19 Euro im Monat |
| Private Zahnspange bei leichter Fehlstellung | etwa 3.000 bis 7.000 Euro |
Werte aus veröffentlichten Tarifbeispielen und Tests, Stand Oktober 2026.
Ihre Prämie hängt von Alter, Umfang und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So sieht der Grundschutz aus, wenn Haftpflicht, Unfall und Ablebensversicherung der Eltern stehen.
| Haushaltsversicherung mit Haftpflicht | etwa 60 bis 80 Euro |
| Kinderunfallversicherung für zwei Kinder | ab etwa 100 Euro |
| Ablebensversicherung je Elternteil 200.000 Euro, zwei Verträge | etwa 216 bis 456 Euro |
Zusammen ab etwa 376 bis 636 Euro im Jahr. Krankheit als Ursache einer Beeinträchtigung ist damit nicht gedeckt.
Für Kinder ist nicht jede Polizze sinnvoll, die für Kinder angeboten wird. Wichtig ist, was eine Familie ruinieren kann: ein großer Haftpflichtschaden, eine bleibende Beeinträchtigung des Kindes oder der Tod eines verdienenden Elternteils. Zusatzbausteine für Zähne oder Sonderklasse kommen danach.
Diese Seite gibt den Überblick. Die Einzelheiten zu Haftpflicht, Unfall und Ablebensversicherung stehen auf den verlinkten Fachseiten.
| Versicherung | Für Kinder sinnvoll? |
|---|---|
| Haftpflicht über die Haushaltsversicherung | ja, zuerst |
| Kinderunfallversicherung | ja, Freizeit ist gesetzlich nicht gedeckt |
| Ablebensversicherung der Eltern | ja, solange Kinder abhängig sind |
| Zahnversicherung | für leichte Fehlstellungen überlegen |
| Ablebensversicherung auf das Kind | nein |
| Handyversicherung | meist nein |
In Österreich haften Kinder unter 14 Jahren meist nicht für Schäden. Eltern zahlen nach § 1309 ABGB nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben; ausnahmsweise kann das Kind nach § 1310 ABGB selbst haften, wenn der Richter das nach den Umständen für billig hält.
Damit der Geschädigte trotzdem Geld bekommt, zahlen viele Haushaltspolizzen Schäden durch Kinder auch ohne Haftung, oft bis zu einer Teilsumme. Kinder ohne eigenes Einkommen sind meist bis 25, manchmal bis 27 Jahre mitversichert.
Die AUVA versichert Schulkinder und Kindergartenkinder im letzten Jahr vor der Schulpflicht, dazu den Weg dorthin. Freizeit, Haushalt, Spielplatz und Sportverein bleiben offen; dort zahlt nur eine private Unfallversicherung.
Eine private Kinderunfallversicherung mit 100.000 Euro und Progression gibt es ab etwa 50 Euro im Jahr, eine Schülerpolizze über die Schule ab 7,90 Euro mit kleinen Summen. Eine Unfallversicherung zahlt nie bei Krankheit; bei erheblicher Behinderung gibt es vom Staat die erhöhte Familienbeihilfe.
Von einem Kind hängt niemand finanziell ab, eine Ablebensversicherung auf das Kind schützt deshalb niemanden. Das Kind braucht Schutz, wenn ein Elternteil stirbt: eine Ablebensversicherung auf jeden verdienenden Elternteil, etwa das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens.
Mit 30 Jahren kosten 200.000 Euro über 20 Jahre meist etwa 9 bis 19 Euro im Monat. Eine Erbschaftssteuer gibt es in Österreich nicht, das macht die Frage, wer Bezugsberechtigter ist, einfacher.
Bei schweren Zahnfehlstellungen zahlt die ÖGK die Zahnspange für Kinder unter 18 ganz. Eine Zahnversicherung für Kinder lohnt sich deshalb nur für leichtere Fälle und nur, wenn Sie sie abschließen, bevor eine Fehlstellung festgestellt ist.
Sparpolizzen für Kinder sind Geldanlage, kein Schutz; vergleichen Sie Kosten und Bindung mit einem einfachen Sparplan. Eine Handyversicherung kostet über die Jahre oft mehr als ein Ersatzgerät.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler und prüft mit Ihnen, welche Versicherungen für Ihre Kinder fehlen und welche doppelt laufen. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Ihre Familie ist die Vermittlung kostenlos.
Fragen und Antworten
Meist nicht.
Kinder sind in der Haftpflicht Ihrer Haushaltsversicherung mitversichert,
ohne eigenes Einkommen meist bis 25.
Über die AUVA nur im letzten Kindergartenjahr vor der Schulpflicht,
dazu in der Schule und am Weg dorthin.
Ja, Kinder sind als Angehörige mitversichert,
bis 18 Jahre und in Schul- oder Berufsausbildung längstens bis 27.
Haftpflicht und Ablebensversicherung der Eltern schon vor der Geburt, die Unfallversicherung,
sobald das Kind mobil wird.
Sie ist ein Komfortbaustein, kein Existenzschutz.
Erst wenn Haftpflicht, Unfall und Ablebensversicherung stehen, lohnt sich der Blick darauf.
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