Alles zur Versicherung: Zusatzkrankenversicherung
Wie viel zahlt die Krankenkasse beim Wahlarzt zurück?
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Kurz gesagt
Nein, eine selbst bezahlte Krankenzusatzversicherung können Sie in Österreich seit der Veranlagung 2021 nicht mehr von der Steuer absetzen, auch alte Verträge nicht. Steuerlich bleiben drei Wege: Ihr Arbeitgeber zahlt bis 300 Euro im Jahr steuerfrei, Krankheitskosten über dem Selbstbehalt sind eine außergewöhnliche Belastung, und Kammermitglieder im Opting-out setzen Pflichtprämien ab.
Steuerliche Grenzen und Prämien, mit denen Sie selbst rechnen können, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Steuerfreie Zukunftssicherung über den Arbeitgeber | bis 300 Euro im Jahr |
| Selbstbehalt außergewöhnliche Belastung | 6 bis 12 Prozent des Einkommens |
| Wahlarzttarif, 30 Jahre | ab etwa 35 Euro im Monat |
| Volle Sonderklasse, 30 Jahre | ab etwa 80 Euro im Monat |
Stand Oktober 2026, aus Gesetz und öffentlich genannten Prämienbeispielen.
Ihre Steuerberatung rechnet den Einzelfall;
eine passende Krankenzusatzversicherung holen wir für Sie ein.
Rechenbeispiel
So wirkt die Krankenzusatzversicherung steuerlich mit und ohne Arbeitgeber.
| Prämie im Jahr | 720 Euro |
| Selbst bezahlt, Sonderausgabe | 0 Euro Steuerwirkung |
| Über den Arbeitgeber, steuerfrei | 300 Euro |
| Rest als Sachbezug | 420 Euro, lohnsteuerpflichtig |
Selbst bezahlt bringt die Prämie steuerlich nichts. Über eine Gruppenversicherung des Arbeitgebers bleiben 300 Euro im Jahr steuerfrei.
Früher zählten Prämien für Kranken-, Unfall- und Lebensversicherungen zu den Topf-Sonderausgaben. Seit 2016 galt das nur noch für Verträge, die vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen wurden, und mit der Veranlagung 2020 ist der Abzug ganz ausgelaufen.
Tragen Sie eine Sonderklasse- oder Wahlarztversicherung trotzdem in der Arbeitnehmerveranlagung ein, bewirkt das nichts. Ihre Pflichtbeiträge zur Krankenversicherung sind davon nicht betroffen, sie werden schon beim Lohn abgezogen.
| Was Sie zahlen | Steuerlich in Österreich |
|---|---|
| Sonderklasse oder Wahlarzt, selbst bezahlt | nicht absetzbar |
| Krankenzusatzversicherung über den Arbeitgeber | bis 300 Euro im Jahr steuerfrei |
| Selbstbehalte, Wahlarzt-Restkosten, Zahnersatz | außergewöhnliche Belastung über dem Selbstbehalt |
| Gruppenkrankenversicherung im Opting-out | Betriebsausgabe bis zur Höhe vergleichbarer Pflichtbeiträge |
| Pflichtbeitrag ÖGK oder BVAEB | automatisch über die Lohnverrechnung |
Zahlt Ihr Arbeitgeber die Krankenzusatzversicherung für alle Mitarbeiter oder eine bestimmte Gruppe, ist das als Zukunftssicherung bis 300 Euro im Jahr steuerfrei, also 25 Euro im Monat.
Für eine volle Sonderklasse ab etwa 80 Euro im Monat reicht das nicht, für einen Wahlarzttarif ab etwa 35 Euro deckt es aber einen spürbaren Teil. Was darüber liegt, versteuern Sie als Sachbezug. Fragen Sie in der Personalabteilung nach einer Gruppenversicherung.
Was weder Kasse noch Krankenzusatzversicherung ersetzen, etwa Selbstbehalte, Wahlarzt-Restkosten oder Zahnersatz, können Sie als außergewöhnliche Belastung angeben. Wirksam wird das erst über einem Selbstbehalt von 6 Prozent bis 7.300 Euro Einkommen, 8 Prozent bis 14.600 Euro, 10 Prozent bis 36.400 Euro und 12 Prozent darüber.
Was die Versicherung ersetzt hat, zählt nicht. Eine gute Krankenzusatzversicherung senkt also eher die Chance auf diesen Abzug.
Pflichtbeiträge zur SVS sind Betriebsausgaben. Eine private Krankenzusatzversicherung für Sonderklasse oder Wahlarzt ist dagegen Privatsache, auch wenn die Firma sie bezahlt.
Eine Ausnahme gilt für Kammermitglieder im Opting-out, die statt der gesetzlichen eine Gruppenkrankenversicherung haben. Diese Prämien sind Betriebsausgaben, aber nur in Höhe vergleichbarer Pflichtbeiträge. Zusatzleistungen darüber bleiben privat.
Sind Sie angestellt und zahlen die Prämie selbst, gibt es für die Krankenzusatzversicherung steuerlich nichts zu holen. Wählen Sie den Tarif nach Leistung und Prämie.
Kommen Sie aus Deutschland: Dort ist der Basisanteil einer privaten Vollversicherung absetzbar. In Österreich ergänzt die private Versicherung die gesetzliche nur, deshalb gibt es dieses Gegenstück hier nicht.
Fragen und Antworten
Ja.
Auch diese konnten nur bis zur Veranlagung 2020 abgesetzt werden,
danach ist der Abzug ganz ausgelaufen.
Den Teil, den weder Kasse noch Versicherung ersetzen, als außergewöhnliche Belastung,
aber nur über dem Selbstbehalt.
Ja, Zukunftssicherung für Krankenversicherung ist bis 300 Euro im Jahr steuerfrei,
wenn sie allen oder einer Gruppe von Mitarbeitern zusteht.
Nein.
Sie mindern nur die Kosten, die Sie als außergewöhnliche Belastung angeben könnten.
Wenn Sie Sonderklasse oder Wahlarzt wirklich nutzen, ja.
Den Steuervorteil sollten Sie nicht einrechnen.
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