Wer haftet, wenn ich in der Arbeit etwas kaputt mache?
Wer haftet, wenn ich in der Arbeit etwas kaputt mache? In Österreich schützt Sie das Dienstne …
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Kurz gesagt
Hafte ich in Österreich, wenn ich im Job mit KI einen Fehler mache? Nur eingeschränkt: Für KI-Fehler gilt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz wie für jeden Fehler in der Arbeit. Bei einer entschuldbaren Fehlleistung zahlen Sie nichts, bei leichter Fahrlässigkeit wird stark gemäßigt. Ansprüche aus leichter Fahrlässigkeit erlöschen nach 6 Monaten ohne Klage. Für Landeslehrer gibt es Gruppenpolizzen ab 12 Euro im Jahr.
Eine eigene KI-Polizze für Dienstnehmer gibt es nicht. Diese Prämien zeigen, was die passenden Bausteine in Österreich kosten.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Landeslehrer, Berufs- und Organhaftpflicht über Gruppenvertrag | 1 Euro im Monat, 12 Euro im Jahr |
| Paket für Lehrkräfte mit Berufs- und Organhaftpflicht und Unfallschutz im Dienst | 48 Euro im Jahr |
| Rechtsschutz, Einzelperson, Privat, Beruf und Wohnen | etwa 10 bis 25 Euro im Monat |
| Eigene Privathaftpflicht, zum Vergleich ohne berufliche Schäden | etwa 35 bis 60 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Beispielen.
Die Schadenhöhe im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Eine Angestellte lässt ein Leistungsverzeichnis von einer KI zusammenfassen. Eine Position fehlt, der Betrieb trägt 8.000 Euro Mehrkosten.
| Schaden des Betriebs | 8.000 Euro |
| Übliche Kontrolle gemacht | entschuldbare Fehlleistung, 0 Euro |
| Keine Kontrolle trotz Vorgabe | leichte Fahrlässigkeit, starke Mäßigung |
| Verbotenes KI-Werkzeug mit Kundendaten genutzt | grobe Fahrlässigkeit möglich, Großteil der 8.000 Euro |
Was die Angestellte zahlt, hängt vom Grad ihres Verschuldens ab. Klagt der Dienstgeber bei leichter Fahrlässigkeit nicht binnen 6 Monaten, erlischt sein Anspruch.
Die KI selbst haftet nicht, sie ist ein Werkzeug. Übernehmen Sie in der Arbeit ein falsches KI-Ergebnis, kommt es darauf an, wie sorgfältig Sie damit umgegangen sind. Das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz kennt vier Stufen des Verschuldens: entschuldbare Fehlleistung, leichte Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz.
Bei einer entschuldbaren Fehlleistung entfällt Ihre Haftung, bei leichter Fahrlässigkeit mäßigt das Gericht stark, bei grober tragen Sie meist einen Großteil, bei Vorsatz alles. Zusätzlich zählen Ihre Verantwortung, Ihre Ausbildung und ob ein Wagnis im Entgelt eingepreist ist.
| KI-Fehler in der Arbeit | Wie es meist ausgeht |
|---|---|
| Kleiner Fehler in einer KI-Übersetzung trotz üblicher Kontrolle | entschuldbare Fehlleistung, keine Haftung |
| KI-Text ungeprüft an einen Kunden geschickt | leichte Fahrlässigkeit möglich, starke Mäßigung |
| Kundendaten trotz Verbots in ein freies KI-Werkzeug kopiert | grobe Fahrlässigkeit möglich, Großteil des Schadens |
| KI-Ergebnis bewusst gefälscht | Vorsatz, volle Haftung |
| Betrieb verlangt KI-Einsatz ohne Regeln und Schulung | zählt bei der Mäßigung zu Ihren Gunsten |
Ansprüche des Dienstgebers aus leichter Fahrlässigkeit erlöschen, wenn er sie nicht binnen 6 Monaten gerichtlich geltend macht. Bei grober Fahrlässigkeit gilt eine Frist von 3 Jahren. Eine schriftliche Forderung nach einem KI-Fehler ist also noch kein Urteil.
Mit dem laufenden Entgelt darf der Dienstgeber Schadenersatz nur verrechnen, wenn Sie nicht binnen 14 Tagen ab der Aufrechnungserklärung widersprechen. Widersprechen Sie schriftlich, die Arbeiterkammer berät Mitglieder kostenlos.
Schickt ein Mitarbeiter einem Kunden ein fehlerhaftes KI-Ergebnis, haftet dem Kunden zunächst der Betrieb, weil er für seine Erfüllungsgehilfen einsteht (§ 1313a ABGB). Ob er sich danach an Sie wendet, richtet sich wieder nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz.
Seit dem 02.02.2025 müssen Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihres Personals ergreifen (Art. 4 KI-Verordnung). Fehlen Regeln und Schulung, spricht das bei der Mäßigung für Sie.
Kopieren Sie personenbezogene Daten von Kunden in ein frei verfügbares KI-Werkzeug, kann das gegen die DSGVO verstoßen. Wer dadurch einen Schaden erleidet, kann Ersatz vom Verantwortlichen verlangen (Art. 82 DSGVO), und das ist in aller Regel der Betrieb.
Gibt es ein klares Verbot und setzen Sie sich bewusst darüber hinweg, kann ein Gericht das als grobe Fahrlässigkeit werten. Dann tragen Sie in der Regel einen Großteil des Schadens aus dem KI-Fehler.
Die Privathaftpflicht, meist Teil der Haushaltsversicherung, schließt berufliche Tätigkeiten in der Regel aus. Für Beamte und Vertragsbedienstete gibt es Amts- und Organhaftpflicht als günstige Gruppenpolizze. Für Organe sieht auch das Organhaftpflichtgesetz eine Mäßigung vor.
Streiten Sie mit dem Dienstgeber, hilft eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrecht oder die Arbeiterkammer. Wer selbständig mit KI arbeitet, ist nicht durch das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz geschützt und braucht eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht.
Wer im Büro KI für Texte, Zusammenfassungen oder Recherche nutzt und freigegebene Werkzeuge verwendet, braucht meist keine eigene Polizze für KI-Fehler. Das Gesetz schützt Sie, und für Kundenschäden ist die Versicherung des Betriebs zuständig.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler und prüft, ob Ihre Polizzen berufliche Risiken aus dem Einsatz von KI abdecken, von der Organhaftpflicht bis zum Arbeitsrechtsschutz. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Beratung kostenlos.
Fragen und Antworten
Für Vermögensschäden im Betrieb kaum, das regeln seine Nutzungsbedingungen.
Die EU-Produkthaftungsrichtlinie 2024/2853 zählt Software künftig zu den Produkten,
sie betrifft aber vor allem Personen- und Sachschäden.
In der Regel nicht, die Privathaftpflicht darin schließt berufliche Tätigkeiten aus.
Bei leichter Fahrlässigkeit muss er binnen 6 Monaten klagen,
bei grober Fahrlässigkeit binnen 3 Jahren.
Nur wenn Sie nicht binnen 14 Tagen ab der Aufrechnungserklärung widersprechen.
Für sie gilt das Organhaftpflichtgesetz mit Mäßigung.
Eine Amts- und Organhaftpflicht als Gruppenpolizze ist sehr günstig.
Dann schützt Sie das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz nicht.
Sie haften Ihrem Auftraggeber nach dem Vertrag und brauchen eine Berufs- oder
Vermögensschadenhaftpflicht.
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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.
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