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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Wie kann ich als Großeltern für die Enkel vorsorgen?

Kurz gesagt

Wie kann ich als Großeltern für die Enkel vorsorgen? In Österreich gibt es keine Schenkungssteuer, Geldgeschenke an die Enkel über 50.000 Euro im Jahr müssen Sie aber dem Finanzamt melden. Für Schutz sorgt eine Kinderunfallversicherung ab etwa 50 Euro im Jahr. Setzen Sie die Enkel in Ihrer Ablebensversicherung als Bezugsberechtigte ein, geht die Leistung direkt an sie.

Wie kann ich als Großeltern für die Enkel vorsorgen?

Was es kostet

Veröffentlichte Prämien und gesetzliche Grenzen in Österreich.

BeispielRichtwert
Kinderunfallversicherung, 100.000 Euro mit Progressionab etwa 50 Euro im Jahr
Schülerunfallversicherung über die Schuleab 7,90 Euro im Schuljahr
Familienpaket Unfall mit zwei Kindernab etwa 240 Euro im Jahr
Meldegrenze für Schenkungen unter Angehörigen, Stand 202650.000 Euro innerhalb eines Jahres
Schenkungssteuer0 Euro, abgeschafft seit 1. August 2008

Werte aus veröffentlichten Tarifbeispielen und amtlichen Angaben, Stand Oktober 2026.

Ihre Prämie hängt von Alter, Wohnort und Umfang ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Großvater spart 50 Euro im Monat für ein neugeborenes Enkelkind

So viel kommt bis zum 18. Geburtstag zusammen. Die Rendite ist eine Annahme, nicht garantiert.

Einzahlung, 50 Euro × 12 × 1810.800 Euro
Bei angenommenen 4 Prozent im Jahrrund 15.800 Euro
Kinderunfallversicherung dazuab etwa 50 Euro im Jahr

Keine Schenkungssteuer. Die Summe innerhalb eines Jahres bleibt weit unter 50.000 Euro, eine Meldung ist nicht nötig.

Sparen und schenken für die Enkel

Die Erbschafts und Schenkungssteuer ist in Österreich seit 1. August 2008 abgeschafft. Großeltern können den Enkeln also Geld schenken, ohne dass Steuer anfällt. Schenkungen von Bargeld oder Wertpapieren unter Angehörigen müssen Sie aber dem Finanzamt anzeigen, wenn sie innerhalb eines Jahres 50.000 Euro übersteigen (§ 121a BAO, Fassung bis Ende 2026; ab 2027 gilt eine geänderte Fassung).

Legen Sie Geld auf ein Sparbuch oder Depot auf den Namen des Enkels an, gehört es dem Kind, und die Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit. Sparen Sie auf Ihren eigenen Namen und schenken später, behalten Sie als Großeltern die Kontrolle, bis die Enkel das Geld brauchen.

Versicherungen, die für Enkel sinnvoll sind

Eine private Kinderunfallversicherung mit 100.000 Euro und Progression kostet ab etwa 50 Euro im Jahr und deckt auch Freizeitunfälle, die die AUVA nicht abdeckt. Die Schülerunfallversicherung über die Schule kostet ab 7,90 Euro im Schuljahr, aber mit kleinen Summen. Großeltern können die Prämie für die Enkel übernehmen.

Sprechen Sie das mit den Eltern ab, damit die Enkel nicht doppelt versichert sind. Eine kapitalbildende Lebensversicherung auf das Enkelkind lohnt sich selten, weil Kosten und Garantie wenig übrig lassen.

WegFür die EnkelRichtwert
Sparen auf eigenen NamenKontrolle bleibt bei den Großelternfrei wählbar
Sparbuch auf Namen des Enkelsgehört dem Kind, Eltern verwaltenkeine Schenkungssteuer
KinderunfallversicherungFreizeitunfälleab etwa 50 Euro im Jahr
Schülerunfallversicherungkleine Summen über die Schuleab 7,90 Euro im Schuljahr
Ablebensversicherung mit BezugsrechtLeistung direkt an die EnkelErbschaftssteuer 0 Euro

Ablebensversicherung zugunsten der Enkel

Setzen Sie die Enkel in Ihrer Ablebens oder Lebensversicherung als Bezugsberechtigte ein, steht ihnen die Leistung im Todesfall direkt zu (§ 166 VersVG). Da es keine Erbschaftssteuer gibt, kommt die Auszahlung ungekürzt bei den Enkeln an.

Bei minderjährigen Enkeln verwalten die Eltern das Geld. Wollen Sie als Großeltern festlegen, wofür es verwendet wird, sprechen Sie mit einer Notarin oder einem Notar über ein Testament mit entsprechenden Anordnungen.

Wenn die Enkel bei Ihnen sind: Haftung und Aufsicht

Wer die Aufsicht über ein Kind übernimmt, kann für Schäden haften, die das Kind anderen zufügt, wenn die Aufsicht vernachlässigt wurde (§ 1309 ABGB). Ihre Privathaftpflicht, meist in der Haushaltsversicherung enthalten, deckt Ihre eigene Haftung als Großeltern.

Die Enkel selbst sind in Ihrer Haushaltsversicherung in der Regel nicht mitversichert, wenn sie nicht bei Ihnen wohnen; das hängt von der Polizze ab, meist schützt sie die Haftpflicht der Eltern. Wie weit Kinder selbst haften, regelt § 1310 ABGB nach Billigkeit.

Was Großeltern für die Enkel nicht brauchen

Eine Begräbniskosten oder kapitalbildende Lebensversicherung auf das Enkelkind ist überflüssig, denn kein Kind muss Einkommen ersetzen. Teure Kombiprodukte aus Sparen und Unfallschutz sind für die Enkel meist schlechter als ein Sparplan plus getrennte Kinderunfallversicherung.

Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler und zeigt Großeltern, wie sie für die Enkel Schutz und Sparen sinnvoll trennen. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Beratung kostenlos.

Schritt für Schritt

  1. Mit den Eltern klären, was schon versichert und gespart ist.
  2. Entscheiden, ob das Geld auf Ihren oder den Namen des Enkels angelegt wird.
  3. Kinderunfallversicherung auswählen und die Prämie übernehmen.
  4. Bezugsrechte in Ihrer Ablebensversicherung prüfen.
  5. Große Schenkungen über 50.000 Euro im Jahr dem Finanzamt melden.

Checkliste

  • Absprache mit den Eltern
  • Sparform und Kontoinhaber festgelegt
  • Freizeitunfälle versichert
  • Eigene Haftpflicht vorhanden
  • Bezugsrechte aktuell

Häufige Fehler

  • Eine teure Lebensversicherung auf das Enkelkind abschließen
  • Geld auf den Namen des Enkels anlegen und später darüber verfügen wollen
  • Die Meldepflicht für große Schenkungen übersehen
  • Doppelt versichern, weil die Eltern schon einen Vertrag haben

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Müssen Enkel in Österreich Schenkungssteuer zahlen?

Nein, die Schenkungssteuer ist seit 1.

August 2008 abgeschafft.

Große Schenkungen sind aber meldepflichtig.

Ab wann muss ich eine Schenkung an die Enkel melden?

Stand 2026 bei Bargeld oder Wertpapieren unter Angehörigen über 50.000 Euro innerhalb eines Jahres.

Können Großeltern eine Unfallversicherung für die Enkel abschließen?

Ja.

Sprechen Sie das mit den Eltern ab.

Hafte ich, wenn das Enkelkind beim Aufpassen etwas beschädigt?

Wenn Sie die Aufsicht vernachlässigt haben, können Sie haften.

Ihre Privathaftpflicht deckt diese Haftung.

Bekommen die Enkel die Ablebensversicherung steuerfrei?

Ja, Erbschaftssteuer gibt es in Österreich nicht.

Quellen

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In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

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Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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