Berufshaftpflicht
Gesetzlich vorgeschrieben nach § 4a ApoG, deckt Gesundheitsschäden durch Abgabe, Beratung und Rezeptur mit unbegrenzter Nachhaftung.
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Anders als fast jedes andere Geschäft hat die Apotheke eine gesetzliche Pflichtversicherung. Das Apothekengesetz schreibt eine Berufshaftpflicht mit mindestens 2 Millionen Euro je Schadenfall vor. Daneben geht es um Impfstoffe und Insuline im Kühlschrank, Suchtgift im Tresor und Gesundheitsdaten auf dem Server.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Die Berufshaftpflichtversicherung nach § 4a Apothekengesetz. Sie muss mindestens 2 Millionen Euro je Versicherungsfall decken, die Jahreshöchstleistung darf 10 Millionen Euro nicht unterschreiten, und die Nachhaftung darf weder ausgeschlossen noch zeitlich begrenzt sein. Konzessionsinhaber, Pächter oder Leiter weisen sie vor Inbetriebnahme der Apothekerkammer nach. Geschädigte können sich direkt an den Versicherer wenden.
Ähnliche Namen, falsche Stärke, übersehene Wechselwirkung: Ein Abgabefehler kann Spitalsaufenthalte und hohe Schmerzengeldforderungen auslösen.
Salben, Kapseln und Lösungen aus der eigenen Rezeptur. Ein Dosierfehler trifft oft Kinder oder ältere Menschen.
Impfstoffe, Insuline und Biologika vertragen keine Wärme. Fällt der Kühlschrank am Wochenende aus, ist alles unbrauchbar.
Suchtgifte, teure Arzneimittel und Bargeld machen Apotheken zum Ziel, besonders im Nacht- und Wochenenddienst.
E-Rezept, Kundenkarten und Medikationsdaten sind besonders geschützte Daten. Ein Angriff auf das Warenwirtschaftssystem legt die Abgabe lahm.
Schäden zeigen sich oft Jahre später. Wer die Apotheke übergibt, braucht Schutz für Fehler aus der eigenen Zeit.
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Unverzichtbar
Gesetzlich vorgeschrieben nach § 4a ApoG, deckt Gesundheitsschäden durch Abgabe, Beratung und Rezeptur mit unbegrenzter Nachhaftung.
Dringend empfohlen
Deckt Stürze in der Offizin und Sachschäden bei Dritten; bei vielen Versicherern im selben Vertrag wie die Berufshaftpflicht.
Ersetzt Warenlager, Einrichtung und Kommissionierautomat nach Feuer, Wasser und Einbruch; mit Kühlgut auch verdorbene Impfstoffe.
Hilft bei Angriffen auf Warenwirtschaft und E-Rezept, bezahlt Forensik, Datenschutzmeldungen und Wiederherstellung.
Sichert Ertrag und Gehälter, wenn die Apotheke nach einem Brand oder Wasserschaden nicht öffnen kann.
Sinnvoll je nach Betrieb
Für Kommissionierautomat, Kassen und Laborgeräte, die bei Überspannung oder Defekt teuer werden.
Für Streit mit Vermieter, Personal oder Krankenversicherungsträgern über Abrechnungen.
Die Pflicht-Berufshaftpflicht orientiert sich am Umsatz und an Zusatzleistungen wie Rezeptur, Heimversorgung oder Impfberatung. Das Warenlager einer Apotheke ist wertvoll und treibt die Inhaltsprämie.
| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
|---|---|---|
| Berufshaftpflicht | Apotheke mit 2 Mio. Euro je Fall und 10 Mio. Euro Jahreshöchstleistung, kleiner Umsatz | etwa 900 bis 1.800 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | größere Apotheke mit Heimversorgung und Rezeptur | etwa 1.800 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Warenlager und Einrichtung 400.000 Euro, mit Kühlgut | etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Apotheke mit E-Rezept und Kundenkarte | etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Ertragsausfall bis zwölf Monate | etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr |
Zum Vergleich: Pflicht-Berufshaftpflicht und Inhaltsversicherung kosten eine kleine Apotheke im Jahr etwa 2.500 Euro, so viel wie rund 250 Fläschchen Vitamin-D-Tropfen zu je 10 Euro.
Richtwerte aus unserer Angebotspraxis, ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026. Die Mindestsummen stammen aus § 4a ApoG; Prämien für Apotheken veröffentlichen Versicherer in Österreich nicht, das konkrete Angebot rechnen wir für Ihre Apotheke.
01
Für: gesetzlicher Mindestschutz für jede öffentliche Apotheke
Zusammen etwa 1.000 bis 2.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen02
Für: Apotheke mit Warenlager, Kühlware und Kommissionierautomat
Zusammen etwa 3.500 bis 7.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen03
Für: größerer Betrieb mit Rezeptur, Blisterung und Filiale
Zusammen etwa 6.000 bis 12.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragenSechs Schäden, die Apotheken wirklich erleben, alle an einem Wochenende mit Bereitschaftsdienst. Gehen Sie durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Der Arzneimittelkühlschrank ist über Nacht ausgefallen. Impfstoffe und Insuline sind nicht mehr verwendbar.
Ein Patient bekommt ein Blutverdünnungsmittel in falscher Stärke und muss ins Spital.
Eine Kundin stürzt über die Stufe beim Nachtdienstfenster und bricht sich das Handgelenk.
Die Warenwirtschaft ist verschlüsselt, E-Rezepte lassen sich nicht abrufen. Ein IT-Notdienst stellt das System wieder her.
Überspannung legt den Kommissionierautomaten lahm, die Steuerplatine muss getauscht werden.
Einbrecher hebeln den Hintereingang auf und suchen gezielt nach Suchtgiften und teuren Präparaten.
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.
Als Makler vergleichen wir Angebote mehrerer Versicherer und kontrollieren, ob Summen und Nachhaftung den Vorgaben des Apothekengesetzes entsprechen.
In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Dieses Wissen hilft, wenn nach einem Kühlschrankausfall über Lagerwerte und Temperaturprotokolle verhandelt wird.
Pflichtversicherung, Warenlager, Auto und Ihre private Vorsorge laufen bei einem Ansprechpartner zusammen, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.
Wir sind ein deutscher Makler und in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Unsere Arbeit ist für Sie kostenlos.
Fragen und Antworten
Ja. Nach § 4a Apothekengesetz muss der Konzessionsinhaber, Pächter oder Leiter einer öffentlichen Apotheke eine Berufshaftpflicht mit mindestens 2 Millionen Euro je Fall und 10 Millionen Euro im Jahr abschließen und aufrechterhalten.
Ja, vor Inbetriebnahme der Apotheke oder vor Antritt der Leitung. Bewahren Sie die Bestätigung des Versicherers auf und melden Sie Änderungen rechtzeitig.
Für eine kleinere Apotheke liegt die Berufshaftpflicht nach unserer Erfahrung bei etwa 900 bis 1.800 Euro im Jahr, größere Betriebe mit Heimversorgung zahlen mehr. Genaue Zahlen hängen von Umsatz und Leistungen ab.
Ja, in der Berufshaftpflicht der Apotheke sind die Mitarbeitenden für ihre Tätigkeit im Betrieb mitversichert. Wer zusätzlich in anderen Apotheken vertritt, sollte das eigens klären.
Nur mit Kühlgutdeckung in der Inhaltsversicherung. Den Kühlschrank selbst ersetzt die Elektronik- oder Maschinenversicherung.
Wenn die Ursache ein Angriff auf Ihre Systeme ist, ja, einschließlich Ertragsausfall bei entsprechender Vereinbarung. Störungen in zentralen Systemen außerhalb Ihrer Apotheke sind meist nicht gedeckt.
NAMMERT Versicherungsmakler
Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.

Bin ich versichert, wenn eine Kundin auf eine Creme aus meiner eigenen Rezeptur reagiert?

Reicht die gesetzliche Mindestsumme von 2 Millionen Euro?

Zahlt die Versicherung, wenn eine Kundin nach meiner Messung schlechter sieht oder stürzt?
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Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten
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Zur BootsversicherungNAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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