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Steigt die Prämie der Zahnversicherung in Österreich mit dem Alter?

Kurz gesagt

Steigt die Prämie der Zahnversicherung in Österreich mit dem Alter? Nein, nicht bloß wegen des Älterwerdens: Das verbietet § 178f VersVG. Die Prämie richtet sich nach dem Eintrittsalter, der Versicherer bildet dafür eine Altersrückstellung. Erwachsene zahlen meist ab etwa 20 Euro im Monat. Erhöhen darf er nur wegen vereinbarter Faktoren wie Index oder steigender Behandlungskosten.

Steigt die Prämie der Zahnversicherung in Österreich mit dem Alter?

Was es kostet

Öffentlich genannte Prämien für Zahnversicherungen in Österreich.

BeispielRichtwert
Basistarif, Erwachseneab etwa 20 Euro im Monat
Premiumtarif mit Implantaten und Kieferorthopädieetwa 40 bis 50 Euro im Monat
Kindertarifab etwa 15 Euro im Monat

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Prämien.

Die Prämie hängt von Eintrittsalter, Zahnstatus und Tarif ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Abschluss mit 30, Prämie 25 Euro im Monat

Angenommen wird eine Indexanpassung von 3 Prozent im Jahr, ein Richtwert aus der Angebotspraxis, kein Tarifwert.

Prämie bei Abschluss25 Euro
Erhöhung wegen des Alterskeine, gesetzlich ausgeschlossen
Nach 10 Jahren Indexanpassungrund 33,60 Euro
Neuabschluss mit 40 bei einem anderen VersichererPrämie nach Eintrittsalter 40, Staffel beginnt neu

Die Prämie steigt über die Jahre, aber nicht wegen Ihres Alters. Ein Wechsel mit 40 kostet meist mehr, als im alten Vertrag zu bleiben.

Warum es die deutsche Wahl in Österreich nicht gibt

In Deutschland wählen Sie bei der Zahnzusatz oft zwischen Tarifen mit Altersstufen und Tarifen mit Altersrückstellung. In Österreich stellt sich die Frage so nicht: Nach § 178f VersVG darf die Prämie einer Krankenversicherung nicht bloß deshalb steigen, weil Sie älter werden.

Der Versicherer kalkuliert die Zahnversicherung deshalb nach Ihrem Eintrittsalter und bildet eine Altersrückstellung für später. Je jünger Sie abschließen, desto niedriger ist die Prämie auf Dauer.

Welche Erhöhungen trotzdem erlaubt sind

Die Prämie der Zahnversicherung kann steigen, wenn sich vereinbarte Faktoren ändern: ein Index, die Häufigkeit der Leistungen im Tarif, Honorare und Kosten im Gesundheitswesen oder die Lebenserwartung. Diese Faktoren müssen im Vertrag stehen.

Ausdrücklich verboten ist auch, eine zu knapp kalkulierte Altersrückstellung später über höhere Prämien nachzuholen. Rückwirkende Erhöhungen sind unwirksam.

GrundPrämienerhöhung erlaubt?
Sie werden älternein
Ihre Gesundheit verschlechtert sichnein
Kind wird erwachsen, höchstens bis 20ja, auf die Erwachsenenprämie
Vereinbarter Index steigtja
Behandlungskosten im Tarif steigenja

Ihr Recht, wenn die Prämie steigt

Erhöht der Versicherer die Prämie, muss er Ihnen auf Verlangen anbieten, den Vertrag mit höchstens gleicher Prämie und angemessen angepasster Leistung fortzusetzen. So behalten Sie den Schutz und die bisherige Vertragsdauer.

Prüfen Sie das, bevor Sie kündigen. Ein neuer Vertrag beginnt mit Ihrem dann höheren Eintrittsalter und oft wieder mit einer Staffel in den ersten Jahren.

Was das für den Zeitpunkt bedeutet

Weil die Prämie am Eintrittsalter hängt, ist ein früher Abschluss der Zahnversicherung meist günstiger auf Dauer. Mit 25 zahlen Sie weniger als mit 45, und dieser Unterschied bleibt über die ganze Laufzeit.

Wer häufig wechselt, verliert diesen Vorteil. Bleiben Sie beim Versicherer, wenn der Tarif passt, und wechseln Sie lieber innerhalb seiner Tarife.

Schritt für Schritt

  1. In den Bedingungen nach den vereinbarten Anpassungsfaktoren suchen.
  2. Möglichst früh abschließen, weil das Eintrittsalter die Prämie bestimmt.
  3. Bei einer Erhöhung die Fortsetzung mit gleicher Prämie verlangen und vergleichen.
  4. Vor einem Wechsel die Staffel des neuen Tarifs prüfen.
  5. Kinder rechtzeitig versichern, die Prämie steigt höchstens bis 20.

Checkliste

  • Anpassungsfaktoren im Vertrag genannt
  • Eintrittsalter als Grundlage der Prämie
  • Recht auf Fortsetzung mit gleicher Prämie bekannt
  • Staffel und Jahreshöchstbetrag gelesen
  • Kein Wechsel ohne Vergleich mit dem alten Vertrag

Häufige Fehler

  • Glauben, die Prämie bleibe für immer gleich
  • Bei der ersten Erhöhung kündigen statt die Fortsetzung zu verlangen
  • Deutsche Ratgeber zu Altersstufen auf Österreich übertragen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gibt es in Österreich Zahntarife mit Altersstufen?

Das Gesetz verbietet Erhöhungen bloß wegen des Älterwerdens.

Erlaubt ist nur, dass eine Kinder- oder Jugendprämie bis höchstens 20 auf die Erwachsenenprämie

steigt.

Warum ist meine Prämie trotzdem gestiegen?

Wegen vereinbarter Faktoren wie Index oder höherer Behandlungskosten.

Diese Gründe müssen im Vertrag stehen.

Was kann ich bei einer Erhöhung tun?

Sie können verlangen, den Vertrag mit höchstens gleicher Prämie und angepasster Leistung

fortzusetzen.

Nehme ich die Altersrückstellung zum neuen Versicherer mit?

Der neue Vertrag rechnet mit Ihrem dann erreichten Eintrittsalter.

Fragen Sie vor einem Wechsel, ob der neue Versicherer etwas anrechnet.

Lohnt sich ein früher Abschluss?

Meist ja, weil das Eintrittsalter die Prämie auf Dauer bestimmt.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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