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Kurz gesagt
Wie hoch der Selbstbehalt bei Naturkatastrophen in Österreich ist, hängt von der Polizze ab: Oft gibt es keinen eigenen, sonst meist einige hundert Euro, beim Erdbeben zum Beispiel 350 Euro. Viel teurer ist die Höchstsumme: In Standardverträgen sind Hochwasser und Erdbeben nur mit 3.000 bis 10.000 Euro versichert. Was darüber liegt, tragen Sie selbst.
Veröffentlichte Summen und Selbstbehalte aus österreichischen Polizzen und Landesregeln.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Standarddeckung Hochwasser in Eigenheim und Haushalt | 3.000 bis 10.000 Euro Höchstsumme |
| Erweiterter Naturkatastrophenschutz | 20.000 bis 30.000 Euro Höchstsumme |
| Erdbeben in der Haushaltsversicherung, Beispieltarif | bis 5.000 Euro, Selbstbehalt 350 Euro |
| Katastrophenfonds Salzburg | in der Regel 30 Prozent, ab 1.500 Euro Schaden |
Stand Oktober 2026.
Ob ein eigener Selbstbehalt für Naturkatastrophen gilt, hängt von Ihrer Polizze ab;
die Einschätzung zum Nutzen eines höheren allgemeinen Selbstbehalts ist ein Richtwert aus der
Angebotspraxis.
Das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Vergleich: Standarddeckung mit 7.500 Euro gegen erweiterten Schutz mit 25.000 Euro und 500 Euro Selbstbehalt.
| Standarddeckung, Höchstsumme | 7.500 Euro |
| Ihr Anteil mit Standarddeckung | 17.500 Euro |
| Erweiterter Schutz abzüglich 500 Euro Selbstbehalt | 24.500 Euro |
| Ihr Anteil mit erweitertem Schutz | 500 Euro |
Der Selbstbehalt von 500 Euro fällt kaum ins Gewicht. Entscheidend ist die Summe: Mit Standarddeckung bleiben 17.500 Euro an Ihnen hängen. Rechenbeispiel mit Richtwerten.
Anders als in Deutschland ist Hochwasser in Österreich meist schon in der Eigenheim- und Haushaltsversicherung enthalten, aber nur bis zu einer festen Summe auf Erstes Risiko. Was darüber hinausgeht, zahlen Sie selbst. Wirtschaftlich wirkt diese Grenze wie ein sehr hoher Selbstbehalt.
Ein klassischer Selbstbehalt in Prozent, wie ihn deutsche Elementarversicherungen kennen, ist bei Naturkatastrophen in Österreich seltener. Prüfen Sie zuerst die Summe, dann den Selbstbehalt.
| Schutz | Typische Summe | Typischer Selbstbehalt |
|---|---|---|
| Standard Eigenheim oder Haushalt | 3.000 bis 10.000 Euro | oft keiner, sonst allgemeiner Selbstbehalt |
| Erdbeben im Haushalt, Beispieltarif | bis 5.000 Euro | 350 Euro |
| Erweiterter Naturkatastrophenschutz | 20.000 bis 30.000 Euro | je nach Polizze, teils höher |
| Katastrophenfonds, Land Salzburg | in der Regel 30 Prozent des Schadens | Mindestschaden 1.500 Euro |
Einzelne Versicherer setzen beim Erdbeben einen eigenen Selbstbehalt an, etwa 350 Euro in der Haushaltsversicherung. Für Überschwemmung, Vermurung und Lawinen nennen viele Polizzen keinen eigenen Betrag, dann gilt der allgemeine Selbstbehalt des Vertrags, falls Sie einen vereinbart haben.
Beim erweiterten Schutz mit höheren Summen kann der Versicherer einen höheren Selbstbehalt verlangen, besonders in Hochwasserzonen. Das steht im Angebot, nicht in der Werbung.
Für Schäden, die nicht versichert sind, kann das Land eine Beihilfe aus dem Katastrophenfonds zahlen. In Salzburg sind das laut Arbeiterkammer in der Regel 30 Prozent des Schadens, und erst ab einem Mindestschaden von 1.500 Euro.
Salzburg verlangt bei privaten Haushalten zudem eine eigene Versicherungssumme von mindestens 15.000 Euro. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Wer gar nicht versichert ist, trägt also auch nach einer Beihilfe den größten Teil selbst.
Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie für den ganzen Vertrag, nicht nur für Naturkatastrophen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie kleine Schäden selbst tragen und das gesparte Geld in eine höhere Hochwassersumme stecken.
Nicht sinnvoll ist es, beim Selbstbehalt zu sparen und die Summe für Naturkatastrophen bei 3.000 Euro zu lassen. Ein nasser Keller mit Heizung kostet schnell ein Vielfaches.
Eine verpflichtende Versicherung gegen Naturkatastrophen gibt es in Österreich nicht. Ob und wie viel Schutz Sie haben, entscheiden Sie mit Ihrer Eigenheim- und Haushaltspolizze.
Die Debatte über eine Pflicht in Deutschland ändert daran nichts. Dort ist sie bisher nur angekündigt; im März 2026 lag noch kein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor.
Fragen und Antworten
Oft keinen eigenen.
Dann gilt der allgemeine Selbstbehalt Ihres Vertrags.
Die größere Lücke ist meist die Höchstsumme.
Das regelt jede Polizze selbst.
Ein Beispieltarif nennt in der Haushaltsversicherung 350 Euro bei einer Deckung bis 5.000 Euro.
Der Fonds ist für nicht versicherte Schäden gedacht.
In Salzburg gibt es in der Regel 30 Prozent, erst ab 1.500 Euro Schaden und ohne Rechtsanspruch.
Derzeit gibt es keine Pflicht.
Ihr Schutz hängt von Ihrer Eigenheim- und Haushaltspolizze ab.
Ja, für den ganzen Vertrag.
Sinnvoll ist das, wenn Sie die Ersparnis in eine höhere Summe für Naturkatastrophen stecken.
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