Alles zur Versicherung: Naturkatastrophen
Zahlt der Staat, wenn mein Haus überflutet wird?
Versicherungen
Bootsversicherung, alle Bootstypen Haftpflicht Kasko Rechtsschutz Insassen-Unfall Yacht und Superyacht Für Gewerbekunden Alle anderen Versicherungen (Makler) Nach Revier Nur Haftpflicht? Nach Werft Oldtimer und SonderfälleWechseln
Bootsversicherung vergleichen Police prüfen lassen Wechsel übernehmen lassenÜber uns
Wer wir sind Wann wir nicht passen Wer trägt Ihr Risiko? KontaktWissen
Wissen A bis Z Spiele und Werkstücke Rechner und Werkzeuge Branchennachrichten Warnlage Magazin und PodcastIm Schadenfall
Schaden melden Notruf +49 3375 29 28 95 Kunden-Login Beitrag berechnenVersicherungsmakler / Versicherungsfragen / Naturkatastrophen
Kurz gesagt
Nein. In Österreich gibt es keine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen und keinen Gesetzentwurf dafür. Stattdessen hilft der Katastrophenfonds des Bundes, aber ohne Rechtsanspruch und nur mit einem Teil des Schadens. Wien ersetzt bis zu 30 Prozent, höchstens 50.000 Euro, im Härtefall bis 50 Prozent.
Jahresprämien aus einer Erhebung mit 19 Anbietern für einen Ort ohne Hochwassergefahr in der Steiermark, jeweils für das gesamte Paket.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Haushaltsversicherung, Standardschutz | etwa 100 bis 187 Euro im Jahr |
| Haushaltsversicherung, erweiterter Naturkatastrophenschutz | etwa 148 bis 250 Euro im Jahr |
| Eigenheimversicherung, Standardschutz | etwa 570 bis 1.389 Euro im Jahr |
| Eigenheimversicherung, erweiterter Schutz | etwa 1.074 bis 1.566 Euro im Jahr |
| Eigenheim in der 30-jährlichen Hochwasserzone, erweitert | rund 1.495 Euro im Jahr, nur ein Angebot |
Richtwerte, Stand September 2026. Die Preise gelten für das gesamte Paket, nicht nur für den Katastrophenbaustein. Der Aufpreis für die erweiterte Deckung ist aus den Spannen abgeleitet und im Einzelfall anders. Ihr genaues Angebot holen wir für Sie ein. Die Schadenhöhe im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
So teilt sich ein Hochwasserschaden auf, wenn nur die Grunddeckung besteht.
| Schaden an Gebäude und Haustechnik | etwa 40.000 Euro |
| Leistung aus der Grunddeckung der Polizze | 5.000 Euro |
| Offener Schaden | 35.000 Euro |
| Beihilfe aus dem Katastrophenfonds, 30 Prozent | etwa 10.500 Euro |
| Bleibt bei Ihnen | etwa 24.500 Euro |
Rund 24.500 Euro tragen Sie selbst. Mit erweiterter Deckung von 30.000 Euro wäre die Lücke auf wenige tausend Euro geschrumpft, der Aufpreis dafür liegt meist im niedrigen dreistelligen Bereich.
Eine Pflicht, sich gegen Naturkatastrophen zu versichern, gibt es in Österreich nicht. Haushaltsversicherung und Eigenheimversicherung sind freiwillig, und die Katastrophendeckung ist darin meist nur mit einer kleinen Summe enthalten.
Sturm, Hagel, Schneedruck und Felssturz sind gewöhnlich voll gedeckt. Hochwasser, Überschwemmung, Vermurung, Lawine und Erdbeben dagegen oft nur mit 3.000 bis 10.000 Euro. Genau diese Gefahren verursachen die teuren Schäden.
Versicherte Naturkatastrophenschäden lagen 2024 bei rund 1,7 Milliarden Euro, im langjährigen Schnitt bei über einer Milliarde Euro im Jahr. Auf Hochwasser entfallen im Mittel etwa 240 bis 285 Millionen Euro.
Der Katastrophenfonds wird allein vom Bund dotiert, 2025 mit rund 679 Millionen Euro. Sie stellen den Antrag beim Land, das Land rechnet mit dem Bund ab. Wie hoch die Beihilfe ausfällt, regelt jedes Bundesland in eigenen Richtlinien.
Deshalb hängt die Höhe davon ab, wo Sie wohnen. Nach dem Hochwasser im September 2024 hat Niederösterreich die Ersatzrate von mindestens 20 auf mindestens 50 Prozent angehoben, Härtefälle bis 80 Prozent. Andere Bundesländer konnten nachziehen.
| Bundesland | Beihilfe für Private |
|---|---|
| Wien | bis 30 Prozent des anerkannten Schadens, höchstens 50.000 Euro |
| Wien, besonderer Härtefall | bis 50 Prozent, höchstens 100.000 Euro |
| Niederösterreich seit 2024 | mindestens 50 Prozent, Härtefälle bis 80 Prozent |
| Übrige Bundesländer | meist 20 bis 30 Prozent, jedes Land regelt es selbst |
In Wien müssen Sie den Antrag binnen sechs Wochen nach dem Ereignis stellen und den Schaden vor dem Aufräumen mit Fotos belegen. In Niederösterreich sind die Unterlagen binnen sechs Monaten vorzulegen, in Ausnahmen binnen eines Jahres, und der Schaden muss mindestens 1.000 Euro betragen.
Leistungen Ihrer Versicherung werden angerechnet. Beihilfe, Versicherung und Spenden dürfen zusammen den anerkannten Schaden nicht übersteigen. Der Fonds ersetzt also nur die Lücke, nicht den ganzen Schaden.
Nicht jeder Wetterschaden zählt. Wien nennt ausdrücklich Frost, Dürre und anhaltenden Regen als nicht ersatzfähig. Ein Rechtsanspruch besteht in keinem Fall.
Der Versicherungsverband Österreich fordert seit Jahren eine gesetzliche Grundlage. Sein Vorschlag ist keine klassische Pflichtversicherung, sondern eine Kopplung des Katastrophenschutzes an die bestehende Feuerversicherung des Gebäudes. So wäre das Risiko breit verteilt und der Beitrag für die Einzelnen niedriger.
Nach dem Hochwasser 2024 wurde darüber erneut diskutiert, auch über einheitliche Ersatzquoten im Katastrophenfonds. Beschlossen ist bisher nichts.
Wir sagen es offen: Solange nichts beschlossen ist, hilft Ihnen die Debatte im Schadenfall gar nichts.
Prüfen Sie Ihre Polizze auf die Höhe der Katastrophendeckung. Eine Grundsumme von 5.000 Euro klingt nach Schutz, deckt aber keinen vollgelaufenen Keller mit Heizung.
Die Gefährdung Ihrer Adresse sehen Sie in der öffentlichen Plattform HORA mit den Hochwasserzonen HQ30, HQ100 und HQ300. Für eine erweiterte Deckung ist der Aufpreis in ungefährdeten Lagen überschaubar.
Bauliche Vorsorge zahlt sich doppelt aus: Rückstauklappe, dichte Kellerfenster und Technik nach oben verlegt senken Schaden und Beitrag.
Fragen und Antworten
Nein. Stand September 2026 gibt es weder eine Pflicht noch einen Gesetzentwurf dazu.
Ein vom Bund dotierter Fonds, 2025 mit rund 679 Millionen Euro. Er hilft Ländern, Gemeinden und Privaten nach Naturkatastrophen, freiwillig und ohne Rechtsanspruch.
Das regelt Ihr Bundesland. Üblich sind 20 bis 30 Prozent des anerkannten Schadens, Wien deckelt bei 50.000 Euro, Niederösterreich ersetzt seit 2024 mindestens 50 Prozent.
Ja. Beihilfe, Versicherung und Spenden dürfen zusammen den anerkannten Schaden nicht übersteigen.
Eine gesetzliche Kopplung des Katastrophenschutzes an die Feuerversicherung des Gebäudes statt einer klassischen Pflichtversicherung. Beschlossen ist das nicht.
In Wien binnen sechs Wochen, in Niederösterreich sind die Unterlagen binnen sechs Monaten vorzulegen, in Ausnahmen binnen eines Jahres.
Meist ja. Starkregen und Vermurung treffen auch Lagen ohne Fluss, und in ungefährdeten Lagen ist der Aufpreis überschaubar.
NAMMERT Versicherungsmakler
Wir vergleichen mehrere Versicherer und melden uns mit einem Vorschlag. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.
Alles zur Versicherung: Naturkatastrophen
Zahlt der Staat, wenn mein Haus überflutet wird?
Lohnt sich eine Hochwasser- und Katastrophenversicherung in Österreich?
Für die meisten Hausbesitzer ja, zumindest eine höhere Deckung als die Grundsumme. In vielen Polizzen sind Hochwasser, …
Was kostet der Schutz vor Hochwasser und Naturkatastrophen in Österreich?
In Eigenheim- und Haushaltsversicherung ist Hochwasser meist nur bis 3.000 oder 7.500 Euro mitversichert. Der erweiter …
Brauchen Sie als Mieter in Österreich Schutz vor Naturkatastrophen?
Als Mieter brauchen Sie in Österreich keine eigene Polizze für Naturkatastrophen, sondern den passenden Baustein in Ih …
NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
Kostenloser Rückruf
Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.
Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com
Danke, wir melden uns so schnell wie möglich.
Ihre Rückrufbitte ist bei uns eingegangen. Sie möchten nicht warten? Rufen Sie uns an: +49 3375 29 12 77.
Jetzt selbst berechnen