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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauchen Profisportler in Österreich?

Kurz gesagt

Welche Versicherungen Profisportler in Österreich brauchen: Als Dienstnehmer des Vereins sind sie nach dem ASVG unfallversichert, eine Verletzung im Training ist ein Arbeitsunfall. Gegen das Karriereende hilft vor allem eine Sportinvaliditätsversicherung, in einem veröffentlichten Tarif 0,5 bis 2,0 Prozent der Summe im Jahr, weil Profisportler kaum eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.

Welche Versicherungen brauchen Profisportler in Österreich?

Was es kostet

Veröffentlichte Prämien und Tarifbeispiele, Stand Oktober 2026.

BeispielRichtwert
Sportinvalidität, veröffentlichter Schweizer Tarif0,5 bis 2,0 Prozent der Versicherungssumme im Jahr
Fußballprofi, 26 Jahre, 2,5 Millionen Franken Summe0,80 Prozent, also 20.000 Franken im Jahr
Private Unfallversicherung, guter Schutz für Erwachseneetwa 150 bis 300 Euro im Jahr
Vereinspaket über den Dachverband, nur Unfalletwa 3 bis 10 Euro im Jahr je Mitglied

Stand Oktober 2026.

Für Österreich gibt es keine öffentlichen Preislisten der Sportinvalidität;

die Schweizer Sätze zeigen die Größenordnung.

Die Werte im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Eishockeyprofi, 25 Jahre, 70.000 Euro Jahresgehalt, Vertrag über zwei Saisonen

Die Unfallversicherung nach ASVG deckt Arbeitsunfälle, ein Karriereende ohne hohe Erwerbsminderung bleibt ungedeckt.

Sportinvalidität, 400.000 Euro EinmalsummeRichtwert etwa 2.400 bis 6.000 Euro im Jahr
Private Unfallversicherungetwa 150 bis 300 Euro im Jahr

Zusammen etwa 2.550 bis 6.300 Euro im Jahr.

Was die Sozialversicherung für Profisportler in Österreich trägt

Wer beim Verein angestellt ist und vom Sport lebt, ist Dienstnehmer und nach dem ASVG kranken-, pensions- und unfallversichert. Eine Verletzung im Training, im Spiel oder auf dem Weg dorthin ist ein Arbeitsunfall nach § 175 ASVG. Eine Versehrtenrente gibt es nach § 203 ASVG erst, wenn die Erwerbsfähigkeit länger als drei Monate um mindestens 20 Prozent gemindert ist, gemessen an der Erwerbsfähigkeit allgemein und nicht an Ihrer Sportart.

Ein Kreuzbandriss kann die Karriere beenden und trotzdem nur eine geringe Minderung der Erwerbsfähigkeit ergeben. Das ist die eigentliche Lücke für Profisportler.

Sportinvalidität statt Berufsunfähigkeit

Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen Profisportler in der Regel nicht. Die Sportinvaliditätsversicherung zahlt eine vereinbarte Einmalsumme, wenn Sie Ihre Sportart dauerhaft nicht mehr ausüben können, auf einen Trainerjob verweist sie nicht. In einem veröffentlichten Schweizer Tarif kostet sie 0,5 bis 2,0 Prozent der Summe im Jahr, ein 26-jähriger Fußballprofi zahlt dort 0,80 Prozent.

Die Verträge laufen meist ein Jahr. Nach einer schweren Verletzung kann die Verlängerung einen Ausschluss bringen. Nachwuchssportler sollten vor dem ersten Profivertrag prüfen, ob sie noch eine BU bekommen, die dann weiterläuft.

RangVersicherungPrämie
1Sportinvaliditätetwa 0,5 bis 2,0 Prozent der Summe im Jahr
2Private Unfallversicherung ohne Sportausschlussetwa 150 bis 300 Euro im Jahr
3Haushaltsversicherung mit Privathaftpflichtnach Wohnung
4Rechtsschutz mit Arbeitsrechtnach Angebot

Vereinspakete und Marktwertpolizzen

Vereinspakete der Dachverbände gelten nur für den Vereinssport und zahlen begrenzte Summen. Eine Marktwertversicherung schließt der Verein für sich ab, im Leistungsfall steht ihm das Geld zu. Beides ersetzt Ihre eigene Absicherung nicht. Wer als Einzelsportler auf eigene Rechnung startet, ist selbstständig; dafür gibt es unsere Seiten zu den Betriebsarten.

Was Profisportler in Österreich meist nicht brauchen

Eine Unfallpolizze mit kleiner Summe bringt Profisportlern wenig, weil sie nach Gliedertaxe zahlt. Eine zweite Privathaftpflicht neben der Haushaltsversicherung zahlt doppelt.

Schritt für Schritt

  1. Beim Verein klären, ob Sie als Dienstnehmer angemeldet sind.
  2. Einkommen bis zum geplanten Karriereende ausrechnen.
  3. Sportinvalidität mit passender Summe anfragen und die Verlängerungsregel prüfen.
  4. Private Unfallversicherung ohne Ausschluss Ihrer Sportart ergänzen.

Checkliste

  • Anmeldung als Dienstnehmer
  • Eigene Sportinvalidität
  • Krankheit mitversichert
  • Unfallpolizze ohne Sportausschluss

Häufige Fehler

  • Sich auf die Marktwertpolizze des Vereins verlassen
  • Das Vereinspaket für ausreichend halten
  • Nach einer Verletzung den Vertrag auslaufen lassen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Sind Profisportler in Österreich unfallversichert?

Als Dienstnehmer des Vereins ja, nach dem ASVG.

Unfälle im Training und Spiel sind Arbeitsunfälle.

Bekommen Profisportler eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

In der Regel nicht.

Eine vor der Profikarriere abgeschlossene Polizze läuft aber weiter.

Was kostet eine Sportinvaliditätsversicherung?

In einem veröffentlichten Schweizer Tarif 0,5 bis 2,0 Prozent der Summe im Jahr.

Reicht das Vereinspaket?

Nein, es gilt nur für den Vereinssport und zahlt begrenzte Summen.

Quellen

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