Was ist eine Loss-of-Licence-Versicherung für Piloten in Österreich?
Eine Loss-of-Licence-Versicherung ist eine Spezialversicherung für Piloten, Fluglehrer und Fl …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Piloten und Flugbegleiter in Österreich brauchen: zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung, für Piloten dazu eine Loss-of-Licence-Versicherung, die bei Entzug des Medicals zahlt, mit 35 Jahren und 150.000 Euro Summe etwa 750 bis 2.250 Euro im Jahr. Die Musterbedingungen AUVB 2022 schließen Piloten und Besatzung in der Unfallpolizze aus, außer es ist eigens vereinbart.
Veröffentlichte Prämien für Loss of Licence gibt es kaum, jeder Antrag wird einzeln geprüft.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Loss of Licence, Gruppentarif einer australischen Pilotengewerkschaft, Summe bis 1.000.000 Australische Dollar | etwa 2.963 bis 3.283 Australische Dollar im Jahr |
| Loss of Licence, Berufspilot, 35 Jahre, 150.000 Euro, eigene Polizze | etwa 750 bis 2.250 Euro im Jahr |
| Loss of Licence, Berufspilot, 50 Jahre, 150.000 Euro, eigene Polizze | etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Berufsunfähigkeit, 32 Jahre, Büroberuf, 3.000 Euro Rente, zum Vergleich | ab etwa 86 Euro im Monat |
Die Werte für 35 und 50 Jahre sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihre Prämie hängt von Alter, Gesundheit, Summe und Umfang ab.
Rechenbeispiel
Er hat eine Loss-of-Licence-Polizze über 150.000 Euro. Im Büro könnte er weiter voll arbeiten.
| Berufsunfähigkeitspension nach § 273 ASVG | keine, weil seine Arbeitsfähigkeit nicht unter die Hälfte sinkt |
| Loss of Licence, vorübergehend | 2 Prozent von 150.000 Euro, also 3.000 Euro im Monat ab dem 90. Tag |
| Loss of Licence, dauerhaft nach 180 Tagen | 150.000 Euro abzüglich gezahlter Monatsbeträge |
| Unfallpolizze | nichts, weil kein Unfall |
Ohne Loss of Licence stünde er trotz Berufsschutz im ASVG ohne Ersatz für das Pilotengehalt da.
Piloten dürfen nur mit gültigem fliegerärztlichem Tauglichkeitszeugnis, dem Medical, fliegen. Verlieren Piloten es nach Krankheit oder Unfall, endet die Berufsausübung, auch wenn sie im Büro voll arbeiten könnten.
Auch Flugbegleiter können sich gegen den Verlust ihres fliegerärztlichen Zeugnisses versichern. Für Piloten und Flugbegleiter gilt: Eine Erkrankung, die an Land kaum stört, kann den Flugberuf beenden.
Angestellte Piloten und Flugbegleiter gelten nach § 273 ASVG als berufsunfähig, wenn ihre Arbeitsfähigkeit unter die Hälfte vergleichbarer Personen sinkt. Der Entzug des Medicals allein erfüllt das nicht automatisch, denn bewertet wird die Arbeitsfähigkeit, nicht die Lizenz.
Die Loss-of-Licence-Versicherung knüpft dagegen direkt am Entzug des Medicals an und wird in der Regel zusätzlich zur Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Typisch sind 2 Prozent der Summe im Monat für 12 oder 24 Monate ab dem 90. Tag und ein Einmalbetrag bei dauerhaftem Verlust ab dem 180. Tag.
| Merkmal | Loss of Licence (typisch) |
|---|---|
| Vorübergehender Entzug | 2 Prozent der Summe im Monat, höchstens 24 Monate |
| Dauerhafter Entzug | Einmalbetrag, gezahlte Monate werden abgezogen |
| Psychische Störung | oft nur 25 Prozent oder Zusatzdeckung nötig |
| Höchstsumme | begrenzt auf drei Jahresgehälter |
| Versicherungsnehmer | Dienstgeber oder Sie selbst |
Die Musterbedingungen AUVB 2022 des Versicherungsverbands schließen Unfälle als verantwortlicher Pilot und als sonstiges Besatzungsmitglied eines Luftfahrzeuges aus, soweit nichts anderes vereinbart ist. Fluggäste sind dagegen versichert. Für Piloten und Flugbegleiter heißt das: Die normale Unfallpolizze deckt den Dienst an Bord nicht.
Im Dienst greift die gesetzliche Unfallversicherung, ein Unfall an Bord ist ein Arbeitsunfall nach § 175 ASVG. Wer privat mehr will, braucht eine Polizze, die das Luftfahrtrisiko als Besatzung ausdrücklich einschließt.
Für Piloten und Flugbegleiter in Österreich ergibt sich diese Reihenfolge.
| Priorität | Polizze | Piloten | Flugbegleiter |
|---|---|---|---|
| 1 | Berufsunfähigkeitsversicherung | ja, Regel zur Fluguntauglichkeit prüfen | ja |
| 2 | Loss of Licence | ja, etwa 750 bis 2.250 Euro im Jahr mit 35 Jahren für 150.000 Euro | möglich, Gruppenvertrag prüfen |
| 3 | Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht | ja | ja |
| 4 | Unfallpolizze mit Einschluss als Besatzung | nur mit Vereinbarung | nur mit Vereinbarung |
| bei Bedarf | Rechtsschutz für Privat und Kfz | Arbeitsrecht über die Arbeiterkammer | Arbeitsrecht über die Arbeiterkammer |
Eine Unfallpolizze ohne Einschluss als Besatzung bringt Piloten und Flugbegleitern im Dienst nichts. Privatpiloten ohne Einkommen aus der Lizenz brauchen keine Loss-of-Licence-Versicherung.
Für Fehler im Flugdienst gilt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz, das Gericht kann den Ersatz mäßigen. Eine eigene Arbeitsrechtsschutzpolizze ist selten nötig, weil die Arbeiterkammer Mitglieder kostenlos vertritt. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer.
Fragen und Antworten
Nach den AUVB 2022 nicht, verantwortliche Piloten und Besatzungsmitglieder sind ausgeschlossen,
soweit nichts anderes vereinbart ist.
Nicht automatisch.
Nach § 273 ASVG zählt, ob Ihre Arbeitsfähigkeit unter die Hälfte vergleichbarer Personen sinkt,
nicht die Lizenz.
Ja, auch Flugbegleiter können sich gegen den Verlust ihres fliegerärztlichen Zeugnisses versichern.
Als Richtwert mit 35 Jahren und 150.000 Euro etwa 750 bis 2.250 Euro im Jahr.
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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.
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