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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauchen Mitarbeiter im Sicherheitsdienst in Österreich?

Kurz gesagt

Welche Versicherungen Mitarbeiter im Sicherheitsdienst in Österreich brauchen: Im Dienst sind Sie über die AUVA unfallversichert, für Schäden am Dienstgeber gilt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz. Offen bleiben vor allem ein Rechtsschutz mit Strafrecht für Vorwürfe nach Notwehr, ab etwa 10 Euro im Monat, und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die den Wachdienst richtig einstuft.

Welche Versicherungen brauchen Mitarbeiter im Sicherheitsdienst in Österreich?

Was es kostet

Veröffentlichte Prämien in Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Rechtsschutz Einzelperson, Privat, Beruf und Wohnenetwa 10 bis 25 Euro im Monat
Berufsunfähigkeit, 30 Jahre, 1.500 Euro Rente, je nach Berufetwa 70 bis 130 Euro im Monat
Private Unfallversicherung, guter Schutzetwa 150 bis 300 Euro im Jahr
Eigene Privathaftpflicht, Einzelpersonetwa 35 bis 60 Euro im Jahr

Stand Oktober 2026 aus veröffentlichten Vergleichen; StGB, ASVG und Arbeiterkammer-Angaben geprüft.

Die höhere Einstufung des Wachdienstes ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Rechenbeispiel

Sicherheitsmitarbeiter, 31 Jahre, Veranstaltungen und Objektschutz in Wien

Unfall im Dienst ist gesetzlich geregelt, die Haftpflicht stellt der Betrieb.

Rechtsschutz mit Straf-Rechtsschutzetwa 15 bis 25 Euro im Monat
Berufsunfähigkeit, 1.500 Euro Renteeher 100 bis 130 Euro im Monat
Privathaftpflichtetwa 3 bis 5 Euro im Monat

Zusammen etwa 118 bis 160 Euro im Monat.

Was Dienstgeber und AUVA im Sicherheitsdienst tragen

Wer im Sicherheitsdienst angestellt ist, ist bei Arbeitsunfällen und auf dem Arbeitsweg über die AUVA versichert, auch bei Verletzungen durch Angreifer. Die Betriebshaftpflicht für Schäden an Kunden und Besuchern ist Sache des Bewachungsunternehmens.

Gegenüber dem Dienstgeber haften Mitarbeiter im Sicherheitsdienst nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz. Das Gericht berücksichtigt den Grad des Verschuldens und ob das Wagnis der Tätigkeit im Entgelt eingerechnet ist, und kann die Haftung mäßigen.

Risiko im SicherheitsdienstWer zuerst zahltWas Ihnen bleibt
Verletzung bei einem EinsatzAUVAAbstand zum Einkommen bei Dauerschaden
Schaden an Kunden oder BesuchernHaftpflicht des UnternehmensRückgriff nach dem DHG
Anzeige nach Festhalten oder AbwehrniemandAnwalt und Verfahren
Unfall in der Freizeitniemandprivate Unfallversicherung

Strafrechtsschutz nach Notwehr

Nach Paragraf 3 StGB handelt nicht rechtswidrig, wer sich nur der notwendigen Verteidigung gegen einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff bedient. Ob ein Einsatz im Sicherheitsdienst so war, klärt oft erst ein Strafverfahren, und die Kosten für den Anwalt tragen Sie zunächst selbst.

Ein Rechtsschutz mit Straf-Rechtsschutz für den Beruf kostet mit Privat, Beruf und Wohnen etwa 10 bis 25 Euro im Monat. Prüfen Sie, wie der Vertrag Vorwürfe vorsätzlicher Taten behandelt, das regeln die Bedingungswerke unterschiedlich.

Berufsunfähigkeit im Wachdienst

Nachtdienste, langes Stehen und Gewaltrisiko führen bei Versicherern zu einer höheren Einstufung des Sicherheitsdienstes. Für 1.500 Euro Rente mit 30 Jahren liegen Prämien eher am oberen Ende der Spanne von etwa 70 bis 130 Euro im Monat.

Beschreiben Sie die Tätigkeit im Antrag genau, etwa Objektschutz, Streifendienst oder Veranstaltungen. Ungenaue Angaben gefährden später die Leistung.

Was Mitarbeiter im Sicherheitsdienst meist nicht brauchen

Eine eigene Berufshaftpflicht ist für angestellte Sicherheitskräfte überflüssig. Wer selbst ein Bewachungsgewerbe betreibt, braucht eigene Versicherungen, dafür gibt es bei uns eigene Seiten zu den Betriebsarten.

Schritt für Schritt

  1. Beim Dienstgeber nach der Betriebshaftpflicht fragen.
  2. Rechtsschutz mit Straf-Rechtsschutz für den Beruf abschließen.
  3. Berufsunfähigkeit mit genauer Tätigkeit beantragen.
  4. Unfallschutz für die Freizeit ergänzen.

Checkliste

  • Haftpflicht des Unternehmens bekannt
  • Straf-Rechtsschutz für berufliche Vorwürfe
  • Tätigkeit im Antrag genau beschrieben
  • Privathaftpflicht für die Freizeit

Häufige Fehler

  • Eine eigene Berufshaftpflicht als Angestellter kaufen
  • Rechtsschutz ohne Strafrecht wählen
  • Nach einer Anzeige ohne Anwalt aussagen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wer zahlt, wenn ich im Einsatz verletzt werde?

Die AUVA, wie bei jedem Arbeitsunfall.

Brauche ich im Sicherheitsdienst eine eigene Haftpflicht für die Arbeit?

Nein, die Betriebshaftpflicht ist Sache des Unternehmens.

Ihre Haftung gegenüber dem Dienstgeber regelt das DHG.

Zahlt der Rechtsschutz nach einer Anzeige?

Wenn Straf-Rechtsschutz für den Beruf eingeschlossen ist.

Wie Vorsatzvorwürfe behandelt werden, steht im Bedingungswerk.

Ist die Berufsunfähigkeit für Sicherheitskräfte teurer?

Meist ja, der Wachdienst wird höher eingestuft als Büroberufe.

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