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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Berufsunfähigkeit

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Für 1.500 Euro Monatsrente zahlen Sie in einem Büroberuf meist etwa 50 bis 85 Euro Prämie im Monat, ein 36-jähriger Einkaufsleiter etwa 85 Euro. Körperliche Berufe kosten oft über 100 Euro, ein 43-jähriger Elektriker mit 3.000 Euro Rente ab etwa 240 Euro. Den Ausschlag geben Beruf, Eintrittsalter, Gesundheit und Rentenhöhe.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich?

Was es kostet

Veröffentlichte Prämienbeispiele österreichischer Tarife, Laufzeit meist bis zum Regelpensionsalter.

BeispielRichtwert
36 Jahre, Einkaufsleiter, 1.500 Euro Renterund 85 Euro im Monat
29 Jahre, Softwareentwickler, 1.000 Euro Renteab etwa 20 Euro im Monat
28 Jahre, Student, 1.200 Euro Renteab etwa 40 Euro im Monat
45 Jahre, selbständige Steuerberaterin, 2.000 Euro Rente, 20 Jahre Laufzeitrund 104 Euro im Monat
43 Jahre, Elektriker, 3.000 Euro Renteab etwa 240 Euro im Monat

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Die Spanne von 50 bis 85 Euro für Büroberufe mit 1.500 Euro Rente ist aus diesen Beispielen abgeleitet. Ihr Beitrag hängt von Alter, Beruf und Gesundheit ab, das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Bürokauffrau aus Graz, 30 Jahre, gesund, Nichtraucherin

So entsteht die Prämie für eine solide Absicherung.

BU-Rente1.500 Euro im Monat
Laufzeitbis 65
Nettoprämieetwa 50 bis 80 Euro im Monat
Bruttoprämiespürbar höher, steht im Angebot
Summe der Prämien über 35 Jahreetwa 21.000 bis 34.000 Euro

Dem stehen im Ernstfall 18.000 Euro Rente pro Jahr gegenüber, über viele Jahre. Rechnen Sie mit der Nettoprämie, planen Sie aber Luft bis zur Bruttoprämie ein. Rechenbeispiel mit Richtwerten.

Wovon die Prämie abhängt

Jeder Versicherer teilt Berufe in Gruppen ein. Wer überwiegend am Schreibtisch sitzt, landet in einer günstigen Gruppe. Wer auf Baustellen, in der Pflege oder in der Werkstatt arbeitet, zahlt ein Vielfaches, weil diese Berufe häufiger zur Berufsunfähigkeit führen.

Dazu kommen Eintrittsalter, Vorerkrankungen, Rauchen, die Höhe der Monatsrente und wie lange der Vertrag laufen soll. Eine akademische Ausbildung und Personalverantwortung senken die Prämie bei vielen Anbietern.

FaktorWirkung auf die Prämie
Beruf und Anteil der Büroarbeitsehr stark
Eintrittsalterstark, jedes Jahr zählt
Monatsrentedirekt
Laufzeit bis 65 statt 60spürbar, aber sinnvoll
VorerkrankungenZuschlag, Ausschluss oder Ablehnung

Bruttoprämie und Nettoprämie

Viele Angebote zeigen zwei Beträge. Die Nettoprämie ist das, was Sie heute zahlen, weil Gewinnanteile gleich verrechnet werden. Die Bruttoprämie ist die Obergrenze. Sinken die Gewinnanteile, darf der Versicherer bis dorthin erhöhen.

Vergleichen Sie deshalb immer beide Werte. Ein Angebot mit niedriger Nettoprämie, aber hoher Bruttoprämie kann später teurer werden als ein anderes. Die Versicherungssteuer ist in der Prämie bereits enthalten.

Selbständige und Angestellte

Angestellte haben über die Pensionsversicherung einen gewissen Grundschutz mit Berufsschutz. Selbständige sind bei der Sozialversicherung der Selbständigen versichert, dort gelten eigene und strenge Regeln. Für sie ist die private BU oft die wichtigere Säule, die Prämie ist aber gleich zu kalkulieren.

Private BU-Prämien für Verträge ab 2016 können nicht mehr als Sonderausgaben abgesetzt werden. Einen Steuervorteil sollten Sie also nicht einrechnen.

Wo Sparen teuer wird

Eine kurze Laufzeit bis 55 oder 60 senkt die Prämie, lässt Sie aber genau in den Jahren ohne Schutz, in denen Berufsunfähigkeit am häufigsten eintritt. Auch eine zu niedrige Rente spart heute wenig und hilft im Ernstfall kaum.

Besser ist eine solide Rente mit Nachversicherungsgarantie. Damit erhöhen Sie später bei Heirat, Kind oder Gehaltssprung, ohne neue Gesundheitsfragen zu beantworten.

Schritt für Schritt

  1. Tätigkeit genau beschreiben, mit Anteil der Büroarbeit und Personalverantwortung.
  2. Monatsrente festlegen, etwa 60 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens.
  3. Arztbesuche der letzten Jahre für die Gesundheitsfragen zusammentragen.
  4. Netto- und Bruttoprämie mehrerer Angebote vergleichen.
  5. Nachversicherungsgarantie und Verzicht auf abstrakte Verweisung prüfen.

Checkliste

  • Rente mindestens 1.000 Euro im Monat
  • Laufzeit bis 65
  • Netto- und Bruttoprämie bekannt
  • Nachversicherung ohne neue Gesundheitsfragen
  • Kein Verweis auf einen anderen, nie ausgeübten Beruf
  • Wertanpassung gegen steigende Preise

Häufige Fehler

  • Nur auf die Nettoprämie schauen
  • Beruf zu allgemein angeben und falsch eingestuft werden
  • Laufzeit nur bis 55 oder 60 wählen, um Prämie zu sparen
  • Gesundheitsfragen aus dem Gedächtnis beantworten

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine BU in Österreich im Monat?

In Büroberufen für 1.500 Euro Rente meist 50 bis 85 Euro, in körperlichen Berufen oft über 100 Euro.

Warum ist die BU für Handwerker so teuer?

Weil körperlich belastende Berufe häufiger zur Berufsunfähigkeit führen und die Versicherer das einpreisen.

Kann die Prämie steigen?

Ja, bis zur Bruttoprämie, wenn die Gewinnanteile sinken, und durch eine vereinbarte Wertanpassung.

Kann ich die BU-Prämie von der Steuer absetzen?

Für Verträge ab 2016 nicht mehr als Sonderausgabe. Auch für ältere Verträge ist diese Möglichkeit inzwischen ausgelaufen.

Ist die BU für Studenten günstiger?

Oft ja, weil Alter und Gesundheit günstig sind und viele Studienrichtungen gut eingestuft werden.

Zahlen Selbständige mehr?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist die Tätigkeit. Selbständige brauchen die BU aber meist dringender.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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