Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich?
Für 1.500 Euro Monatsrente zahlen Sie in einem Büroberuf meist etwa 50 bis 85 Euro Prämie im …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Köche und Servicekräfte in Österreich brauchen: zuerst Schutz der Arbeitskraft, als Richtwert 50 bis 110 Euro im Monat für 1.000 Euro BU-Rente mit 30 Jahren. Gelernte Köche haben im ASVG Berufsschutz, Hilfskräfte nicht. Trinkgeld ist steuerfrei, zählt für die Sozialversicherung aber nur als Pauschale. Dazu Unfallversicherung für die Freizeit.
Prämien aus veröffentlichten Vergleichen in Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Berufsunfähigkeit, Metallbearbeiter, 38 Jahre, 1.000 Euro Rente, körperlicher Beruf | ab etwa 55 Euro im Monat |
| Berufsunfähigkeit, Elektriker, 43 Jahre, 3.000 Euro Rente | ab etwa 240 Euro im Monat |
| Private Unfallversicherung, Büro oder Handwerk | ab etwa 8 bis 26 Euro im Monat |
| Eigene Privathaftpflicht, 3 Millionen Euro | ab 42 Euro im Jahr |
| Koch, 30 Jahre, 1.000 Euro BU-Rente | etwa 50 bis 110 Euro im Monat |
Der letzte Wert ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihre Prämie hängt von Tätigkeit, Alter und Gesundheit ab.
Rechenbeispiel
Sie kann nicht mehr lange gehen und tragen. Eine sitzende Arbeit wäre möglich.
| Invaliditätspension nach ASVG | keine, kein Berufsschutz und Arbeit am Arbeitsmarkt möglich |
| Gesetzliche Unfallversicherung | nichts, weil kein Unfall |
| Private BU mit 1.000 Euro Rente | zahlt bei mindestens 50 Prozent im Service |
| Trinkgeld über der Pauschale | fällt ersatzlos weg |
Ohne private Absicherung muss sie eine schlechter bezahlte Arbeit annehmen. Mit Versicherung bekommt sie 1.000 Euro im Monat.
Köche und Servicekräfte arbeiten mit Messern, heißen Pfannen, auf nassen Böden und tragen schwer. Versicherer stufen Köche und Servicekräfte in teurere Gruppen ein als Büroberufe.
Am teuersten wird ein Leiden, das den Beruf beendet, etwa Rücken, Knie, ein Handekzem oder eine Allergie. Dann kommt es darauf an, ob Sie im ASVG Berufsschutz haben.
Wer überwiegend in einem erlernten oder angelernten Beruf gearbeitet hat, gilt nach § 255 ASVG als invalid, wenn die Arbeitsfähigkeit unter die Hälfte einer gesunden Person mit ähnlicher Ausbildung sinkt. Nötig sind 90 Pflichtversicherungsmonate in diesem Beruf in den letzten 15 Jahren.
Ungelernte Küchenhilfen und Servicekräfte ohne Lehre haben diesen Schutz nicht. Sie werden auf jede Tätigkeit am Arbeitsmarkt verwiesen. Für sie ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung umso wichtiger.
Ortsübliches Trinkgeld von Gästen ist lohnsteuerfrei (§ 3 Abs. 1 Z 16a EStG). Für die Sozialversicherung können aber bundesweit einheitliche Pauschalbeträge festgesetzt werden, die der Beitragsbemessung zugrunde liegen (§ 44 ASVG).
Damit zählt ein Teil des Trinkgelds für Krankengeld und Pension, aber nur in Höhe der Pauschale. Wer mehr Trinkgeld bekommt, verliert bei Krankheit mehr, als die Abrechnung zeigt. Planen Sie dafür einen Notgroschen ein.
Für Köche und Servicekräfte in Österreich ergibt sich diese Reihenfolge.
| Priorität | Versicherung | Typische Prämie |
|---|---|---|
| 1 | Berufsunfähigkeitsversicherung | Richtwert 50 bis 110 Euro im Monat |
| 2 | Private Unfallversicherung | ab etwa 8 bis 26 Euro im Monat |
| 3 | Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht | eigene Haftpflicht ab etwa 42 Euro im Jahr |
| 4 | Rechtsschutz für Privat und Verkehr | etwa 233 bis 484 Euro im Jahr als Familienpaket |
| meist unnötig | Betriebshaftpflicht | Sache des Betriebs |
Geht Geschirr zu Bruch, ist das meist eine entschuldbare Fehlleistung oder geringes Verschulden. Dem Gast gegenüber haftet der Betrieb für seine Mitarbeiter (§ 1313a ABGB). Ihre eigene Haftung kann das Gericht nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz mäßigen.
Fehlt Geld in der Kellnerbrieftasche, gelten dieselben Regeln. Einen Lohnabzug dürfen Sie binnen 14 Tagen widersprechen. Wer ein eigenes Lokal eröffnet, findet eigene Seiten zu den Betriebsarten. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer.
Fragen und Antworten
Nur in Höhe der Pauschale, die für die Sozialversicherung festgesetzt ist.
Lohnsteuerfrei ist ortsübliches Trinkgeld.
Gelernte Köche mit 90 Pflichtmonaten im Beruf in den letzten 15 Jahren ja, Hilfskräfte nicht.
Meist nicht.
Bei entschuldbarer Fehlleistung haften Sie nicht, sonst kann das Gericht den Ersatz mäßigen.
Ja, Unfälle bei der Arbeit sind gesetzlich gedeckt.
Weil körperliche Berufe häufiger vor der Pension aufgegeben werden.
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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.
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