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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauchen geringfügig Beschäftigte in Österreich?

Kurz gesagt

Welche Versicherungen geringfügig Beschäftigte in Österreich brauchen: Bis 551,10 Euro im Monat sind Sie nur unfallversichert, nicht kranken- und nicht pensionsversichert. Haben Sie keine andere Krankenversicherung, etwa über Familie oder Hauptjob, lohnt die Selbstversicherung um 83,49 Euro im Monat. Privat zählt die Haftpflicht, meist in der Haushaltsversicherung, sonst etwa 35 bis 60 Euro im Jahr.

Welche Versicherungen brauchen geringfügig Beschäftigte in Österreich?

Was es kostet

Gesetzliche Werte 2026 und veröffentlichte Prämien.

BeispielRichtwert
Geringfügigkeitsgrenze 2026551,10 Euro im Monat
Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung83,49 Euro im Monat
Eigene Privathaftpflicht, Einzelpersonetwa 35 bis 60 Euro im Jahr
Private Unfallversicherung, guter Schutz für Erwachseneetwa 150 bis 300 Euro im Jahr

Stand Oktober 2026; Werte laut Arbeiterkammer, ASVG geprüft.

Die Einschätzung zur Berufsunfähigkeit ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Rechenbeispiel

Studentin, 23 Jahre, 400 Euro im Monat im Handel, bei den Eltern mitversichert

Krankenversichert über die Eltern, unfallversichert über den Job.

Selbstversicherung, nur wegen der Pensionszeiten83,49 Euro im Monat, freiwillig
Privathaftpflicht über die Haushaltsversicherung der Elternoft 0 Euro
Private Unfallversicherung für die Freizeitetwa 13 bis 25 Euro im Monat

Pflicht ist nichts davon. Die Selbstversicherung lohnt vor allem, wenn sonst keine Kranken- oder Pensionsversicherung besteht.

Was geringfügig Beschäftigte gesetzlich haben

Ein Dienstverhältnis ist in Österreich geringfügig, wenn Sie im Kalendermonat nicht mehr als 551,10 Euro verdienen, das ist der Wert für 2026. Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählen dabei nicht mit. Ein Minijob nach deutschem Muster mit Rentenpflicht existiert hier nicht.

Geringfügig Beschäftigte sind in der Unfallversicherung teilversichert, den Beitrag zahlt der Dienstgeber. Kranken- und pensionsversichert sind Sie durch diese Beschäftigung nicht.

RisikoWas die geringfügige Beschäftigung bringtWas Sie selbst klären
Arbeitsunfall und Arbeitsweggesetzliche UnfallversicherungUnfälle in der Freizeit
Krankheitkeine KrankenversicherungMitversicherung, Hauptjob oder Selbstversicherung
Pensionkeine VersicherungszeitenSelbstversicherung nach § 19a ASVG
Schaden am DienstgeberMäßigung nach dem DHGnichts Zusätzliches nötig
Schaden an Dritten in der FreizeitnichtsPrivathaftpflicht

Selbstversicherung für geringfügig Beschäftigte

Wer nur geringfügig beschäftigt und sonst weder kranken- noch pensionsversichert ist, kann sich nach Paragraf 19a ASVG auf Antrag selbstversichern, solange der Wohnsitz in Österreich liegt. 2026 kostet das 83,49 Euro im Monat.

Dafür bekommen Sie volle Versicherungsmonate in Kranken- und Pensionsversicherung und Anspruch auf Krankengeld und Wochengeld. Sind Sie über Ehepartner oder Hauptjob ohnehin krankenversichert, prüfen Sie vor allem den Nutzen für die Pension.

Haftpflicht und Unfall privat

Die Privathaftpflicht, in Österreich meist Teil der Haushaltsversicherung, deckt nur den privaten Bereich. Für Schäden im Job gilt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz: Das Gericht entscheidet nach dem Grad des Verschuldens und kann die Haftung mäßigen. Ansprüche wegen leichter Fahrlässigkeit erlöschen, wenn sie nicht binnen sechs Monaten eingeklagt werden.

Eine eigene Privathaftpflicht ohne Haushalt kostet etwa 35 bis 60 Euro im Jahr. Eine private Unfallversicherung deckt die Freizeit, für einen guten Schutz etwa 150 bis 300 Euro im Jahr.

Was geringfügig Beschäftigte meist nicht brauchen

Eine Berufshaftpflicht brauchen angestellte geringfügig Beschäftigte nicht. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur für die geringfügige Beschäftigung passt selten, weil die versicherbare Rente am Einkommen hängt. Wer nebenbei selbstständig arbeitet, findet bei uns eigene Seiten zu den Betriebsarten.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob Sie anderswo krankenversichert sind.
  2. Bei fehlender Absicherung die Selbstversicherung bei der Gesundheitskasse beantragen.
  3. Haftpflicht über den Haushalt prüfen.
  4. Unfallschutz für die Freizeit nach Bedarf ergänzen.

Checkliste

  • Verdienst höchstens 551,10 Euro im Monat
  • Krankenversicherung besteht
  • Entscheidung zur Selbstversicherung getroffen
  • Privathaftpflicht vorhanden
  • Dienstgeber hat Sie bei der Gesundheitskasse angemeldet

Häufige Fehler

  • Glauben, die geringfügige Beschäftigung mache krankenversichert
  • Die Selbstversicherung übersehen, obwohl keine andere Absicherung besteht
  • Eine Berufshaftpflicht für einen angestellten Job kaufen
  • Die Grenze dauerhaft überschreiten und es nicht melden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Bin ich geringfügig beschäftigt krankenversichert?

Nein, nur unfallversichert.

Krankenversicherung gibt es über Angehörige, einen Hauptjob oder die Selbstversicherung.

Was kostet die Selbstversicherung 2026?

83,49 Euro im Monat für Kranken- und Pensionsversicherung.

Wie hoch ist die Geringfügigkeitsgrenze 2026?

551,10 Euro im Monat, derselbe Wert wie 2025.

Hafte ich, wenn ich im Job etwas beschädige?

Nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz entscheidet das Gericht nach dem Verschulden und kann die

Haftung mäßigen.

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