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Was kostet eine Operation beim Hund in Österreich?

Kurz gesagt

Was kostet eine Operation beim Hund in Österreich? Eine Kastration liegt an einer Universitätsklinik bei etwa 160 bis 790 Euro, ein Kreuzbandriss mit TPLO kostet in Wien samt Diagnose und Nachsorge rund 2.500 bis 4.500 Euro. Eine feste Gebührenordnung gibt es nicht, jede Ordination kalkuliert selbst. Nachts und am Wochenende wird es teurer.

Was kostet eine Operation beim Hund in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Tierarztkosten und Prämien für Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Empfohlener Stundensatz der Tierärztekammer, Stufe I172 Euro netto
Kastration Rüde, Universitätsklinik Wien, nach Gewichtetwa 186 bis 669 Euro
Kastration Hündin, Universitätsklinik Wien, nach Gewichtetwa 159 bis 786 Euro
Kreuzbandriss mit TPLO in Wien, gesamtetwa 2.500 bis 4.500 Euro
Große Operation insgesamtetwa 2.500 bis 10.000 Euro
OP-Schutz für den Hundab etwa 5 bis 11 Euro im Monat

Werte aus öffentlich genannten Angaben, Stand 2026.

Die Kastrationspreise stammen aus der Honorarordnung einer Universitätsklinik und lassen sich nicht auf jede Ordination übertragen.

Die Kosten für Magendrehung und Bandscheibenvorfall sowie das Rechenbeispiel sind Richtwert aus der Angebotspraxis.

Das passende Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Labrador, sechs Jahre, Kreuzbandriss am Sonntagabend in Wien

Der Hund lahmt nach dem Spaziergang, die Klinik stellt einen Kreuzbandriss fest und operiert zwei Tage später mit TPLO.

Erstversorgung im Notdienst am Sonntagetwa 250 Euro
Operation, Narkose, Röntgen, stationäretwa 3.200 Euro
Nachsorge und Physiotherapieetwa 700 Euro
Gesamtetwa 4.150 Euro
Mit OP-Schutz, 20 Prozent Selbstbehalt, nur die Operation gedecktrund 1.590 Euro selbst

Ohne Versicherung zahlen Sie gut 4.000 Euro, mit einem einfachen OP-Schutz etwa 1.600 Euro. Rechnung mit Richtwerten.

Warum es in Österreich keinen festen Preis gibt

Anders als in Deutschland gibt es in Österreich keine verbindliche Gebührenordnung für Tierärzte. Seit August 2016 kalkuliert jede Ordination und jede Klinik selbst. Die Tierärztekammer verlautbart nur einen empfohlenen Stundensatz, derzeit 172 Euro netto in Stufe I.

Deshalb können zwei Rechnungen für dieselbe Operation weit auseinanderliegen. Vergleichen lohnt sich, soweit es kein Notfall ist: Fragen Sie vor einer geplanten Operation nach einem schriftlichen Kostenvoranschlag.

Woraus sich die Rechnung zusammensetzt

Die Operation selbst ist oft nur gut die Hälfte. Dazu kommen Voruntersuchung, Röntgen und Blutbild, Narkose und Überwachung, Material und Implantate, Medikamente, der stationäre Aufenthalt und die Nachsorge mit Kontrollen und Physiotherapie.

Beim Kreuzbandriss in Wien sieht das zum Beispiel so aus: die Operation 2.000 bis 3.500 Euro, Voruntersuchungen 150 bis 300 Euro, Narkose und Medikamente 300 bis 600 Euro, Nachsorge und Physiotherapie 500 bis 1.000 Euro.

Posten beim Kreuzbandriss mit TPLO, WienKosten
Operationetwa 2.000 bis 3.500 Euro
Voruntersuchungen, Röntgen, Blutbildetwa 150 bis 300 Euro
Narkose und Medikamenteetwa 300 bis 600 Euro
Nachsorge und Physiotherapieetwa 500 bis 1.000 Euro
Gesamtetwa 2.500 bis 4.500 Euro

Häufige Operationen in Zahlen

Die Kastration ist der häufigste geplante Eingriff. An der Universitätsklinik in Wien hängt der Preis vom Gewicht ab: beim Rüden etwa 186 bis 669 Euro, bei der Hündin etwa 159 bis 786 Euro. In privaten Ordinationen kann es mehr oder weniger sein.

Teuer werden vor allem orthopädische und Notfalleingriffe. Für eine Magendrehung, einen Bandscheibenvorfall oder einen verschluckten Fremdkörper sollten Sie mit mehreren tausend Euro rechnen. Große Eingriffe kosten insgesamt etwa 2.500 bis 10.000 Euro.

Notfall in der Nacht

Außerhalb der Ordinationszeiten kommen Zuschläge dazu, an einer Klinik zum Beispiel 30 Prozent. Eine Magendrehung kennt keine Öffnungszeiten: Der Hund muss sofort operiert werden, Vergleichen ist dann nicht möglich.

Genau für diese Fälle ist ein OP-Schutz gedacht. Er zahlt die Operation unter Narkose, aber meist nicht die ambulante Behandlung davor oder danach, wenn diese nicht im Tarif steht.

Selbst zahlen oder versichern

Ein OP-Schutz für den Hund beginnt bei etwa 5 bis 11 Euro im Monat, je nach Rasse, Alter und Selbstbehalt. Schon ein einziger Kreuzbandriss kostet so viel wie viele Jahre Prämie.

Selbst tragen können Sie das Risiko, wenn Sie 5.000 Euro jederzeit verfügbar haben und auch eine zweite Operation verkraften würden. Achten Sie beim Abschluss auf Wartezeit, Ausschluss von Vorerkrankungen, Höchstleistung und darauf, ob nach einem Kreuzbandriss auch das zweite Knie gedeckt bleibt.

Schritt für Schritt

  1. Bei einer geplanten Operation einen schriftlichen Kostenvoranschlag verlangen.
  2. Fragen, ob Voruntersuchung, Nachsorge und Physiotherapie enthalten sind.
  3. Bei einer bestehenden Versicherung vorab die Kostenübernahme anfragen.
  4. Rechnung mit Diagnose und Einzelposten aufheben und einreichen.
  5. Bei hohen Beträgen nach Ratenzahlung fragen.

Checkliste

  • Kostenvoranschlag liegt vor
  • Nachsorge und Physiotherapie mitgerechnet
  • Rücklage für einen Notfall vorhanden oder OP-Schutz abgeschlossen
  • Wartezeit der Versicherung abgelaufen
  • Vorerkrankungen der Versicherung gemeldet

Häufige Fehler

  • Deutsche Gebührensätze auf Österreich übertragen
  • Nur den Preis der Operation vergleichen und die Nachsorge vergessen
  • Den OP-Schutz erst abschließen, wenn der Hund schon lahmt
  • Annehmen, ein OP-Schutz zahle auch die ambulante Behandlung

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gibt es in Österreich eine Gebührenordnung für Tierärzte?

Nein, seit August 2016 nicht mehr. Die Tierärztekammer verlautbart nur einen empfohlenen Stundensatz.

Was kostet eine Kastration beim Hund?

An der Universitätsklinik in Wien je nach Gewicht etwa 186 bis 669 Euro beim Rüden und 159 bis 786 Euro bei der Hündin.

Was kostet ein Kreuzbandriss?

Mit TPLO in Wien insgesamt etwa 2.500 bis 4.500 Euro, je nach Größe des Hundes und Klinik.

Ist der Notdienst teurer?

Ja. Außerhalb der Ordinationszeiten kommen Zuschläge dazu, an einer Klinik zum Beispiel 30 Prozent.

Zahlt der OP-Schutz die Kastration?

Meist nicht, wenn sie ohne medizinischen Grund geplant ist. Ist sie medizinisch nötig, zahlen viele Tarife.

Lohnt sich ein OP-Schutz?

Für die meisten Halter ja. Er kostet ab etwa 5 bis 11 Euro im Monat, eine einzige große Operation ein Vielfaches.

Quellen

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