Alles zur Versicherung: Gruppenunfallversicherung
Was bringt eine Gruppenunfallversicherung, wenn die Mitarbeiter über die AUVA versichert sind?
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Kurz gesagt
Was kostet eine Gruppenunfallversicherung pro Mitarbeiter in Österreich? Für Angestellte mit 24-Stunden-Schutz zeigt ein veröffentlichter Rahmenvertrag von 2021 33 bis 67 Euro im Jahr, bei 37.500 bis 75.000 Euro Invaliditätssumme. Körperliche Berufe kosten mehr. Bis 300 Euro je Dienstnehmer bleibt die Prämie als Zukunftssicherung steuer- und sozialversicherungsfrei.
Prämien je Person und Jahr für Angestellte mit 24-Stunden-Schutz aus einem veröffentlichten Rahmenvertrag, ergänzt um Richtwerte.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 37.500 Euro Invalidität, Progression 300 Prozent, 20.000 Euro Unfalltod | 33,25 Euro |
| 75.000 Euro Invalidität, Progression 300 Prozent, 40.000 Euro Unfalltod | 66,50 Euro |
| Mindestprämie je Vertrag im selben Rahmenvertrag | 75 Euro |
| Handwerk oder Bau, 75.000 Euro Invalidität, rund um die Uhr | etwa 100 bis 150 Euro |
Rahmenvertrag für touristische Organisationen in Oberösterreich, Stand 2021;
diese Prämien sind deshalb Richtwert aus der Angebotspraxis.
Der Wert für Handwerk und Bau ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihre Prämie hängt von Tätigkeiten, Summen und Gruppengröße ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Gruppenpolizze rund um die Uhr mit 75.000 Euro Invalidität und Progression 300 Prozent, Prämie wie im Rahmenvertrag.
| Prämie je Kopf | 66,50 Euro |
| Prämie gesamt (18 × 66,50 Euro) | 1.197 Euro |
| Lohnsteuer und Sozialversicherung im Rahmen von 300 Euro | 0 Euro |
| Noch frei für andere Zukunftssicherung | 233,50 Euro je Kopf |
Rund 1.200 Euro im Jahr, gut 5,50 Euro je Mitarbeiter im Monat, ohne Abzüge für die Belegschaft.
Die Gruppenunfallversicherung wird in Österreich je Kopf kalkuliert. Entscheidend sind die Versicherungssumme für dauernde Invalidität samt Progression, die Unfalltodsumme, die Berufsgruppe und ob der Schutz rund um die Uhr oder nur im Beruf gilt.
Größere Gruppen bekommen bessere Konditionen, weil Verwaltung und Vertrieb je Person sinken. Kleine Betriebe zahlen dafür oft eine Mindestprämie je Vertrag.
| Faktor | Wirkung auf die Prämie pro Mitarbeiter |
|---|---|
| Versicherungssumme dauernde Invalidität | direkt, doppelte Summe etwa doppelte Prämie |
| Progression 300 oder 500 Prozent | Aufschlag, dafür viel mehr Geld bei schweren Folgen |
| Berufsgruppe mit körperlicher Arbeit | deutlich höher als Büro und Verwaltung |
| Rund um die Uhr statt nur beruflich | teurer, schließt aber die Freizeitlücke der AUVA |
| Spitalgeld, Unfallkosten, kosmetische Operationen | je Baustein etwas mehr |
| Langfristige Vertragsdauer | oft ein Nachlass, dafür längere Bindung |
Ein veröffentlichter Rahmenvertrag für touristische Organisationen in Oberösterreich zeigt, wie günstig Gruppenschutz für Angestellte sein kann: 75.000 Euro Invalidität mit Progression 300 Prozent, 40.000 Euro Unfalltod, Unfallkosten und Spitalgeld für 66,50 Euro je Person und Jahr.
Die halbe Deckung kostet 33,25 Euro. Der Vertrag läuft zehn Jahre mit jährlichem Kündigungsrecht nach drei Jahren. Für Handwerk, Bau oder Transport sind diese Prämien nicht übertragbar.
Für die Gruppenunfallversicherung pro Mitarbeiter ist in Österreich weniger die Prämie selbst wichtig als die Grenze der Zukunftssicherung. Bis 300 Euro je Dienstnehmer und Jahr fallen weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung an, wenn alle oder eine bestimmte Gruppe versichert sind.
Die Grenze gilt für alle Zukunftssicherungen gemeinsam. Läuft schon eine Pensions- oder Lebensversicherung für die Belegschaft, bleibt für die Unfallpolizze oft nur ein Rest.
Die AUVA zahlt nur nach Arbeits- und Wegunfällen eine Versehrtenrente. Für Freizeitunfälle soll die Gruppenunfallversicherung genug Kapital bieten, um Wohnung oder Auto umzubauen und Einkommenslücken zu überbrücken.
Eine Versicherungssumme von 75.000 bis 100.000 Euro mit Progression ist für viele Betriebe ein vernünftiger Rahmen und bleibt meist deutlich unter 300 Euro je Kopf. Sehr niedrige Summen sparen kaum Prämie, weil Mindestprämien greifen.
Haben die meisten Mitarbeiter bereits eine gute private Unfallversicherung, ist der zusätzliche Nutzen eines Gruppenvertrags gering. Dann kann der steuerfreie Rahmen besser für eine Gruppenkrankenversicherung genutzt werden.
Auch gegen Einkommensverlust durch Krankheit hilft eine Gruppenunfallversicherung nicht. Die meisten Fälle dauernder Arbeitsunfähigkeit haben Krankheitsursachen, nicht Unfälle.
Fragen und Antworten
Für Angestellte oft nur 3 bis 6 Euro, für körperliche Berufe mehr.
Viele Versicherer bieten Gruppenpolizzen schon für kleine Betriebe an,
oft mit einer Mindestprämie je Vertrag.
Ja, als Betriebsausgabe.
Ja, aber sie deckt vor allem, wofür ohnehin die AUVA zuständig ist.
Die Lücke liegt in der Freizeit.
Bei Gruppenverträgen meist nicht.
Für ältere Versicherte gelten aber oft eigene Leistungsregeln.
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