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Was kostet eine Bauwesenversicherung beim Hausbau in Österreich?

Kurz gesagt

Was kostet eine Bauwesenversicherung beim Hausbau in Österreich? Für ein Einfamilienhaus meist etwa 300 bis 1.000 Euro als Einmalprämie für die ganze Bauzeit, bei großen Bausummen oder vielen Bausteinen auch mehr. Bemessen wird sie an der Bausumme samt Eigenleistung. Wer die Bausumme zu niedrig ansetzt, spart wenig und riskiert im Schaden eine Kürzung.

Was kostet eine Bauwesenversicherung beim Hausbau in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Prämien für Österreich, Stand Oktober 2026.

BeispielRichtwert
Bauwesenversicherung, Einfamilienhausetwa 300 bis 1.000 Euro einmalig
Bauwesenversicherung, Bausumme 380.000 Euro, Selbstbehalt 500 Euroetwa 400 bis 800 Euro einmalig
Bauherrenhaftpflicht, rund 1 Promille der Bausummeetwa 150 bis 250 Euro einmalig
Feuerschutz im Rohbau mit anschließender Eigenheimversicherungmeist 0 Euro für 6 Monate, verlängerbar bis 2 Jahre

Spannen aus den genannten Quellen.

Der Wert für 380.000 Euro Bausumme und die Zahlen im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der

Angebotspraxis.

Ihre Prämie hängt von Bausumme, Bauzeit, Eigenleistung und Selbstbehalt ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Einfamilienhaus in Oberösterreich, 340.000 Euro Baukosten mit Umsatzsteuer, 40.000 Euro Eigenleistung

So ergibt sich die Prämie, wenn die Eigenleistung richtig eingerechnet wird.

Baukosten laut Baumeister und Professionisten340.000 Euro
Eigenleistung, Material und Stundenwert40.000 Euro
Bausumme in der Polizze380.000 Euro
Einmalprämie mit 500 Euro Selbstbehaltetwa 400 bis 800 Euro

Ohne die Eigenleistung wäre die Prämie nur um einen kleinen Betrag geringer gewesen, im Schaden hätte aber gut ein Zehntel der Summe gefehlt.

Wie die Prämie der Bauwesenversicherung zustande kommt

Die Versicherung rechnet einen Prämiensatz auf die Bausumme und verlangt den Betrag einmal für die vereinbarte Bauzeit. Zur Bausumme zählt alles, was am Bau entsteht, vom Fundament bis zum Innenausbau. Grundstück, Aufschließung und Planungskosten gehören nicht dazu.

Als privater Bauherr können Sie die Vorsteuer nicht abziehen. Setzen Sie die Bausumme deshalb mit Umsatzsteuer an, sonst fehlt im Schaden genau dieser Anteil.

Was die Prämie verändertWirkung
Höhere Bausummesteigt fast im gleichen Verhältnis
Viel Eigenleistungerhöht die Bausumme, bei manchen Anbietern auch den Satz
Selbstbehalt 500 statt 250 Eurosenkt die Prämie spürbar
Baustein für gelagerte BaustoffeZuschlag, sinnvoll bei abgelegenem Bauplatz
Bauzeit über 12 MonateZuschlag oder Verlängerung gegen Prämie

Eigenleistung richtig einrechnen

Wer in Österreich ein Haus baut, macht oft viel selbst: Innenausbau, Fliesen, Malerarbeiten. Diese Arbeit ist Teil der Bauleistung und muss in die Bausumme. Rechnen Sie Material und einen realistischen Stundenwert ein, so als würde ein Professionist die Arbeit machen.

Fehlt die Eigenleistung, ist der Bau unterversichert. Laut Informationsblättern kürzt die Versicherung die Leistung, wenn die Versicherungssumme zu gering ist.

Wann die Bauwesenversicherung den Hausbau teurer macht als nötig

Baut ein Baumeister oder Fertighausanbieter schlüsselfertig zum Pauschalpreis und hat die Bauleistung bis zur Übernahme selbst versichert, zahlen Sie die Prämie über den Hauspreis schon mit. Ein zweiter Vertrag wäre doppelt. Verlangen Sie eine schriftliche Bestätigung oder die Polizze.

Manche Anbieter verkaufen die Bauwesenversicherung als Zusatz zum Rohbaupaket der Eigenheimversicherung. Das ist oft günstiger als ein eigener Vertrag, bindet Sie aber an diesen Anbieter für die Zeit danach.

Laufzeit, Verlängerung und Ende

Der Schutz endet ohne Kündigung zum vereinbarten Zeitpunkt. Zieht sich der Bau über den Winter, beantragen Sie die Verlängerung vor diesem Datum. Nach der Übernahme des Hauses greift die Eigenheimversicherung, die Bauwesenversicherung ist dann vorbei.

Schritt für Schritt

  1. Baukosten aller Gewerke mit Umsatzsteuer zusammenrechnen.
  2. Eigenleistung mit Material und Stundenwert dazuzählen.
  3. Beim Baumeister klären, ob die Bauleistung schon versichert ist.
  4. Eigenen Vertrag und Baustein zum Rohbaupaket vergleichen.
  5. Prämie vor Baubeginn zahlen, damit der Schutz läuft.

Checkliste

  • Bausumme mit Umsatzsteuer
  • Eigenleistung eingerechnet
  • Bauzeit mit Puffer vereinbart
  • Selbstbehalt bewusst gewählt
  • Keine Doppelversicherung mit dem Baumeister
  • Prämie vor Baubeginn bezahlt

Häufige Fehler

  • Die Bausumme ohne Umsatzsteuer ansetzen
  • Eigenleistung weglassen, um Prämie zu sparen
  • Den Vertrag erst abschließen, wenn der Keller schon steht
  • Die Verlängerung vergessen, wenn der Bau über den Winter geht

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ist die Prämie jährlich zu zahlen?

Nein, beim einzelnen Bauvorhaben ist es eine Einmalprämie für die vereinbarte Bauzeit,

im Vorhinein fällig.

Warum ist die Prämie so unterschiedlich?

Die Anbieter unterscheiden sich bei Selbstbehalt,

Bausteinen und den Summen für Aufräum- und Suchkosten.

Vergleichen Sie Angebote mit gleichem Umfang.

Muss ich die Umsatzsteuer in die Bausumme rechnen?

Als privater Bauherr ja, weil Sie sie nicht als Vorsteuer zurückbekommen.

Unternehmer mit Vorsteuerabzug rechnen netto.

Ist die Bauwesenversicherung beim Hausbau Pflicht?

Nein.

Weder Gesetz noch Bank schreiben sie in der Regel vor,

die Bank verlangt meist einen Feuerschutz für das Gebäude.

Was ist günstiger: eigener Vertrag oder Baustein zum Rohbaupaket?

Oft der Baustein, weil er an die Eigenheimversicherung gekoppelt ist.

Prüfen Sie aber, ob Umfang und Selbstbehalt gleichwertig sind.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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