Bin ich im Homeoffice in Österreich unfallversichert?
Ja, als Dienstnehmerin oder Dienstnehmer sind Sie im Homeoffice bei der AUVA unfallversichert …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen IT-Angestellte im Homeoffice in Österreich brauchen: zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine 29-jährige Softwareentwicklerin zahlt für 1.000 Euro Rente ab etwa 20 Euro im Monat. Unfälle bei Telearbeit in der Wohnung sind seit 2025 ausdrücklich gesetzlich versichert. Die Geräte muss grundsätzlich der Dienstgeber stellen. Dazu Haushaltsversicherung und Rechtsschutz.
Prämienbeispiele aus österreichischen Vergleichen, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Berufsunfähigkeit, Softwareentwicklerin, 29 Jahre, 1.000 Euro Rente | ab etwa 20 Euro im Monat |
| Berufsunfähigkeit, Jurist, 32 Jahre, 3.000 Euro Rente, als Vergleich für einen Büroberuf | ab etwa 86 Euro im Monat |
| Private Unfallversicherung, Angestellter, 350.000 Euro | etwa 170 bis 220 Euro im Jahr |
| Rechtsschutz, Familie mit Kfz und Privat | etwa 233 bis 484 Euro im Jahr |
Werte aus veröffentlichten Vergleichen; Ihre Prämie hängt von Alter, Gesundheit und Umfang ab.
Rechenbeispiel
Er stolpert beim Holen eines Ausdrucks im Arbeitszimmer und bricht sich das Handgelenk.
| Gesetzliche Unfallversicherung | Arbeitsunfall bei Telearbeit nach § 175 Abs. 1a ASVG |
| Private Unfallpolizze | zahlt zusätzlich nach Invaliditätsgrad, wenn eine bleibt |
| Berufsunfähigkeitsversicherung | zahlt nur bei voraussichtlich mindestens sechs Monaten unter 50 Prozent |
| Prämie BU, 2.000 Euro Rente | Richtwert etwa 45 bis 80 Euro im Monat |
Der Unfall selbst ist gesetzlich gedeckt. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für den Fall gedacht, dass eine Krankheit oder schwere Verletzung den IT-Beruf lange verhindert.
Für IT-Angestellte in Österreich ist das Homeoffice kein gefährlicher Ort. Das finanzielle Risiko liegt darin, dass Rücken, Augen oder psychische Belastung den IT-Beruf über lange Zeit unmöglich machen.
Reine Bürotätigkeit in der IT wird von Versicherern günstig eingestuft. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine feste Rente, sobald Sie Ihren Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate zu weniger als 50 Prozent ausüben können.
Seit 1. Jänner 2025 regelt § 175 Abs. 1a ASVG ausdrücklich: Unfälle im zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit Telearbeit sind Arbeitsunfälle. Als Ort zählt die eigene Wohnung, unter Bedingungen auch die Wohnung naher Angehöriger oder ein angemieteter Coworking-Space.
Eine private Unfallpolizze ist für IT-Angestellte daher vor allem für die Freizeit sinnvoll, etwa beim Sport. Für eine Versicherungssumme von 350.000 Euro zahlen Angestellte etwa 170 bis 220 Euro im Jahr.
Für regelmäßige Telearbeit muss der Dienstgeber nach § 2h AVRAG die nötigen digitalen Arbeitsmittel bereitstellen. Verwenden IT-Angestellte eigene Geräte, muss er die angemessenen Kosten tragen, auch pauschal. Die Telearbeit ist schriftlich zu vereinbaren.
Ob ein Notebook des Dienstgebers in Ihrer Haushaltsversicherung mitversichert ist, steht in den Bedingungen Ihrer Polizze. Fragen Sie zuerst den Dienstgeber, wie seine Geräte versichert sind, bevor Sie für die IT-Ausstattung selbst etwas abschließen.
Löschen Sie als IT-Angestellte versehentlich Daten oder beschädigen ein Gerät, gilt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz. Das Gericht berücksichtigt Verschuldensgrad, Verantwortung und Ausbildung und kann den Ersatz deutlich mäßigen.
Ansprüche aus leichter Fahrlässigkeit erlöschen, wenn der Dienstgeber sie nicht binnen sechs Monaten gerichtlich geltend macht. Eine eigene Vermögensschadenhaftpflicht brauchen IT-Angestellte nicht; sie wird erst als Freelancer nötig, dafür gibt es eigene Seiten.
Für IT-Angestellte im Homeoffice in Österreich ergibt sich diese Reihenfolge.
| Priorität | Polizze | Typische Prämie |
|---|---|---|
| 1 | Berufsunfähigkeitsversicherung | ab etwa 20 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente mit 29 Jahren |
| 2 | Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht | nach Wohnfläche und Ort |
| 3 | Rechtsschutz für Privat und Kfz | etwa 233 bis 484 Euro im Jahr für Familien; im Arbeitsrecht vertritt die Arbeiterkammer Mitglieder kostenlos |
| 4 | Unfallpolizze für die Freizeit | etwa 170 bis 220 Euro im Jahr für 350.000 Euro |
| meist unnötig | eigene Berufshaftpflicht, Versicherung für Geräte des Dienstgebers | Sache des Dienstgebers |
Fragen und Antworten
Ja, seit 1.
Jänner 2025 gelten Unfälle bei Telearbeit in der eigenen Wohnung nach § 175 Abs.
1a ASVG als Arbeitsunfälle.
Der Dienstgeber muss die digitalen Arbeitsmittel für regelmäßige Telearbeit bereitstellen oder die
Kosten für Ihre eigenen Geräte tragen.
Nach dem Dienstnehmerhaftpflichtgesetz kann das Gericht den Ersatz mäßigen, je nach Verschulden,
Verantwortung und Ausbildung.
Eine 29-jährige Softwareentwicklerin zahlt für 1.000 Euro Rente ab etwa 20 Euro im Monat.
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