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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Pflegevorsorge

Gibt es in Österreich eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Kurz gesagt

Gibt es in Österreich eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen? Als private Einzelpolizze praktisch nicht: Die Versicherer fragen nach Ihrer Gesundheit, und eine geförderte Variante wie die deutsche Pflege-Bahr gibt es hier nicht. Ohne Fragen bekommen Sie das staatliche Pflegegeld von 206,20 bis 2.214,80 Euro im Monat. Gruppenverträge über den Arbeitgeber können die Aufnahme erleichtern.

Gibt es in Österreich eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Was es kostet

Prämienbeispiele für eine private Pflegerente mit Gesundheitsfragen und staatliche Leistungen ohne Prüfung.

BeispielRichtwert
Private Pflegerente 400 bis 1.600 Euro, Eintrittsalter 25rund 21 Euro im Monat
Private Pflegerente 400 bis 1.600 Euro, Eintrittsalter 35rund 38 Euro im Monat
Private Pflegerente 400 bis 1.600 Euro, Eintrittsalter 55rund 90 Euro im Monat
Pflegegeld des Bundes, Stufe 1 bis 7, 2026206,20 bis 2.214,80 Euro im Monat

Prämien aus einem veröffentlichten Tarifbeispiel, Stand Oktober 2026, mit Gesundheitsprüfung.

Ihre Prämie hängt von Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

50 Jahre, Herzerkrankung, Antrag abgelehnt

So kann eine Vorsorge aussehen, wenn keine Einzelpolizze annimmt.

Gruppenvertrag beim Arbeitgebernachgefragt, Bedingungen prüfen
Eigenes Pflegepolster, 80 Euro im Monat über 20 Jahrerund 19.200 Euro eingezahlt, ohne Ertrag gerechnet
Pflegegeld Stufe 4, 2026888,50 Euro im Monat

Ohne Polizze tragen Pflegegeld und eigenes Erspartes die Kosten. Ein Gruppenvertrag ohne Gesundheitsfragen wäre die bessere Ergänzung, wenn es ihn gibt.

Warum private Polizzen nach der Gesundheit fragen

Eine private Pflegeversicherung in Österreich wird meist als Pflegerente oder Pflegegeldversicherung angeboten. Vor dem Abschluss beantworten Sie Gesundheitsfragen. Wer schwere Vorerkrankungen hat, bekommt einen Ausschluss, einen Zuschlag oder keinen Vertrag.

Eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen mit Annahmepflicht, wie sie das deutsche Gesetz für die Pflege-Bahr vorschreibt, kennt das österreichische Recht nicht. Neue Prämien sind seit 2016 auch nicht mehr steuerlich absetzbar.

Warum die deutsche Pflege-Bahr nicht hilft

Die Pflege-Bahr ist an die deutsche Pflegeversicherung gebunden: Zulage und Annahmepflicht gelten nur für Menschen, die in der deutschen gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung versichert sind. Wer in Österreich wohnt und hier sozialversichert ist, kann sie nicht nutzen.

Für Grenzgänger gilt nur dann etwas anderes, wenn sie tatsächlich in Deutschland pflegeversichert sind. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen, bevor Sie einen Antrag stellen.

Welche Wege ohne Gesundheitsfragen bleiben

Ohne jede Gesundheitsprüfung bekommen Sie das Pflegegeld des Bundes, gestaffelt nach sieben Stufen, und ab Stufe 3 die Förderung der 24-Stunden-Betreuung. Diese Leistungen hängen nur vom Pflegebedarf ab.

Daneben gibt es Gruppenverträge, etwa über Arbeitgeber oder Berufsgruppen. Bei großen Gruppen verzichten Versicherer manchmal auf einzelne Gesundheitsfragen. Ob Ihre Pflegeversicherung im Gruppenvertrag ganz ohne Gesundheitsfragen auskommt, steht in den Bedingungen; fragen Sie danach, bevor Sie sich darauf verlassen.

WegGesundheitsfragenGrenze
Pflegegeld des Bundeskeinedeckt eine Betreuung rund um die Uhr nur zum Teil
Private EinzelpolizzejaAusschluss oder Ablehnung bei Vorerkrankungen
Gruppenvertrag über Arbeitgeberje nach Vertrag weniger oder keinenur solange Sie zur Gruppe gehören
Deutsche Pflege-Bahrkeinenicht für Versicherte in Österreich

Mit Vorerkrankung trotzdem vorsorgen

Wenn Sie wegen einer Vorerkrankung keine private Pflegeversicherung bekommen, bleibt Sparen als Plan B: ein eigenes Pflegepolster, etwa in einem Sparplan, das Sie im Pflegefall frei verwenden. Es zahlt nicht automatisch, ist aber auch an keine Gesundheitsfragen gebunden.

Manchmal nimmt ein Versicherer mit einem Ausschluss für die bekannte Krankheit an. Das ist besser als gar keine Polizze, wenn die häufigsten Pflegeursachen wie Demenz oder Schlaganfall gedeckt bleiben.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob Sie in Österreich oder in Deutschland pflegeversichert sind.
  2. Beim Arbeitgeber oder der Berufsvertretung nach einem Gruppenvertrag fragen.
  3. Bei Vorerkrankung mehrere Versicherer anfragen, ein Ausschluss kann günstiger sein als eine Ablehnung.
  4. Gesundheitsfragen immer vollständig beantworten.
  5. Wenn nichts geht, ein eigenes Pflegepolster ansparen.

Checkliste

  • Zuständige Pflegeversicherung geklärt
  • Gruppenvertrag erfragt
  • Gesundheitsfragen vollständig beantwortet
  • Ausschlüsse in der Polizze verstanden
  • Eigenes Pflegepolster als Plan B überlegt

Häufige Fehler

  • Die deutsche Pflege-Bahr für Österreich einplanen
  • Vorerkrankungen verschweigen, um angenommen zu werden
  • Sich auf einen Gruppenvertrag verlassen, ohne die Bedingungen zu kennen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Kann ich als Österreicher die deutsche Pflege-Bahr abschließen?

Nur wenn Sie in der deutschen Pflegeversicherung versichert sind.

Für in Österreich Versicherte gibt es sie nicht.

Bekomme ich Pflegegeld auch mit Vorerkrankung?

Ja.

Das Pflegegeld hängt nur vom Pflegebedarf ab, Vorerkrankungen spielen keine Rolle.

Was passiert, wenn ich bei Gesundheitsfragen etwas verschweige?

Der Versicherer kann nach dem Versicherungsvertragsgesetz vom Vertrag zurücktreten,

im Pflegefall gibt es dann kein Geld.

Fragen Gruppenverträge auch nach der Gesundheit?

Das hängt vom Vertrag ab.

Manche verzichten bei großen Gruppen darauf, andere stellen weniger Fragen.

Bis zu welchem Alter kann ich eine private Pflegeversicherung abschließen?

Das legt jeder Tarif selbst fest.

Viele Tarife haben ein Höchsteintrittsalter, deshalb lohnt es sich, früh zu fragen.

Quellen

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In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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