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Ist die Wärmepumpe über die Eigenheimversicherung versichert?

Kurz gesagt

Ist die Wärmepumpe über die Eigenheimversicherung versichert? Ja, als fest eingebauter Teil des Hauses gegen Feuer, Blitz, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Bedienfehler, Kurzschluss und indirekten Blitz deckt erst eine Haustechnikversicherung, Diebstahl des Außengeräts nur manche Tarife. Eine Luftwärmepumpe kostet im Schnitt rund 30.700 Euro, melden Sie den Einbau, damit die Summe passt.

Ist die Wärmepumpe über die Eigenheimversicherung versichert?

Was es kostet

Was eine Wärmepumpe in Österreich kostet, welche Förderung es gab und was die Zusatzbausteine kosten.

BeispielRichtwert
Luft-Wasser-Wärmepumpe 6 bis 15 kW, Einfamilienhaus, inklusive Montagemindestens 18.500 Euro, im Schnitt rund 30.700 Euro
Erdwärmepumpe 6 bis 14 kW, Einfamilienhausmindestens 37.700 Euro, im Schnitt rund 55.800 Euro
Bundesförderung für den Tausch von Öl- oder Gasheizungen, für 2026 ausgeschöpftbis 7.500 Euro, höchstens 30 Prozent der Kosten
Baustein Überspannungetwa 20 bis 50 Euro im Jahr
Eigenheimversicherung mit Grunddeckungab etwa 200 Euro im Jahr

Anschaffungskosten aus einer Auswertung der Österreichischen Energieagentur 2023 und 2024, Förderung Stand Oktober 2026.

Prämien für eine Haustechnikversicherung, Reparaturkosten und die Werte im Rechenbeispiel sind Richtwert aus der Angebotspraxis.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Luftwärmepumpe mit 11 kW im Einfamilienhaus im Burgenland, Ausfall nach einem Gewitter

Der Blitz schlägt in der Nachbarschaft ein, die Überspannung zerstört Steuerung und Platine der Wärmepumpe.

Reparatur von Steuerung und Platineetwa 3.000 Euro
Nur Grundschutz, kein direkter Blitz ins Haus0 Euro
Mit Baustein Überspannung, abzüglich Selbstbehaltetwa 2.700 Euro
Mit Haustechnikversicherung, abzüglich Selbstbehaltetwa 2.700 Euro

Ein Baustein für wenige Euro im Jahr hätte den Schaden fast ganz gedeckt. Rechnung mit Richtwerten.

Warum die Wärmepumpe zum Gebäude gehört

Eine Wärmepumpe ist fest mit dem Haus verbunden, über Leitungen, Fundament und Elektrik. Damit zählt sie zum Gebäude und nicht zum Hausrat. Versichert ist sie über die Eigenheimversicherung, nicht über die Haushaltsversicherung. Das gilt auch für das Außengerät im Garten.

Wohnen Sie zur Miete, ist die Anlage Sache des Eigentümers. In der Eigentumswohnung deckt sie meist die Gebäudeversicherung der Gemeinschaft.

Was gezahlt wird und was nicht

Die Eigenheimversicherung zahlt, wenn eine von außen kommende Gefahr die Anlage zerstört: ein Brand im Technikraum, ein Blitz, ein umgestürzter Baum im Sturm, Hagel auf das Außengerät oder ein geplatztes Rohr. Fällt der Kompressor einfach aus, ist das ein technischer Schaden, und der ist im Grundschutz nicht drin.

SchadenEigenheim GrundschutzHaustechnikversicherung
Brand im Technikraumjanein
Sturm wirft das Außengerät umjanein
Kurzschluss im Gerätneinja
Bedienfehler bei der Wartungneinja
Überspannung nach Blitz in der Nähenur mit Baustein Überspannungja
Verschleiß des Kompressorsneinnein
Diebstahl des Außengerätsnur in manchen Tarifennein

Die Lücke bei Defekt und Diebstahl

Am häufigsten fallen Wärmepumpen durch Elektronik, Kurzschluss oder Überspannung aus. Die Eigenheimversicherung zahlt dafür im Grundschutz nichts. Eine Haustechnikversicherung deckt plötzliche Schäden durch Bedienfehler, Ungeschicklichkeit, mechanische Einwirkung, Kurzschluss und indirekten Blitz. Verschleiß zahlt auch sie nicht.

Das Außengerät steht frei zugänglich im Garten. Diebstahl ist in der Haustechnikversicherung ausgeschlossen und in der Eigenheimversicherung nur bei manchen Tarifen eingeschlossen. Fragen Sie gezielt danach.

Melden: warum das so wichtig ist

Mit einer neuen Heizung steigt der Wert Ihres Hauses. Ist die Versicherungssumme nach einem festen Betrag bemessen, kann sie danach zu niedrig sein. Im Schadenfall kürzt der Versicherer dann im Verhältnis, auch bei einem Brand, der mit der Wärmepumpe nichts zu tun hat.

Wird Ihre Prämie nach der Wohnfläche berechnet und gilt ein Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung, ist das Risiko kleiner. Melden Sie den Einbau trotzdem, das kostet nichts und vermeidet Streit.

Wann Sie keinen Zusatzschutz brauchen

In den ersten Jahren deckt oft die Garantie des Herstellers Defekte am Gerät, wenn Sie die Wartung nachweisen. Dann ist eine Haustechnikversicherung entbehrlich. Den Baustein Überspannung sollten Sie trotzdem prüfen, er kostet wenig.

Eine sehr alte Anlage, deren Tausch ohnehin ansteht, lohnt sich kaum noch zu versichern. Legen Sie lieber das Geld für den Austausch zur Seite.

Schritt für Schritt

  1. Einbau der Wärmepumpe dem Versicherer mit Rechnung melden.
  2. Versicherungssumme oder Wohnflächenbasis prüfen lassen.
  3. Baustein Überspannung einschließen.
  4. Bei teurer Anlage Haustechnikversicherung vergleichen.
  5. Nach Diebstahlschutz für das Außengerät fragen.
  6. Wartung jährlich durchführen lassen und Belege aufheben.

Checkliste

  • Wärmepumpe dem Versicherer gemeldet
  • Keine Unterversicherung nach dem Einbau
  • Baustein Überspannung vorhanden
  • Haustechnikversicherung oder Herstellergarantie für Defekte
  • Diebstahl des Außengeräts geklärt
  • Wartungsnachweise vorhanden

Häufige Fehler

  • Die Wärmepumpe über die Haushaltsversicherung versichert glauben
  • Den Einbau nicht melden und bei einem späteren Brand gekürzt werden
  • Annehmen, ein Kompressorschaden sei ein Leitungswasserschaden
  • Überspannung für Blitzschlag halten
  • Die Wartung auslassen und damit Garantie und Deckung gefährden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gehört die Wärmepumpe zur Eigenheim- oder zur Haushaltsversicherung?

Zur Eigenheimversicherung, weil sie fest mit dem Gebäude verbunden ist.

Zahlt die Eigenheimversicherung einen Kompressorschaden?

Im Grundschutz nicht. Dafür brauchen Sie eine Haustechnikversicherung oder die Garantie des Herstellers.

Ist das Außengerät gegen Diebstahl versichert?

Nur in manchen Eigenheimtarifen. Die Haustechnikversicherung schließt Diebstahl aus.

Muss ich den Einbau melden?

Ja, sonst kann die Versicherungssumme zu niedrig sein und der Versicherer im Schadenfall kürzen.

Was kostet eine Wärmepumpe in Österreich?

Eine Luftwärmepumpe im Einfamilienhaus im Schnitt rund 30.700 Euro, eine Erdwärmepumpe rund 55.800 Euro.

Deckt der Baustein Überspannung auch die Wärmepumpe?

In der Regel ja, er gilt für fest eingebaute elektrische Anlagen. Prüfen Sie die Bedingungen.

Quellen

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