Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherung braucht ein Heißluftballon in Österreich?

Kurz gesagt

Ein Heißluftballon braucht in Österreich als Luftfahrzeug eine Haftpflicht nach § 164 Luftfahrtgesetz, unter 1.000 Kilogramm mindestens 1,5 Millionen Sonderziehungsrechte, rund 1,8 Millionen Euro. Welche Versicherung dazukommt: je Passagierplatz eine Pflichtdeckung, privat mindestens 128.821 SZR. Eine kombinierte Polizze kostet ab etwa 733 Euro im Jahr.

Welche Versicherung braucht ein Heißluftballon in Österreich?

Was es kostet

Veröffentlichte Jahresprämien für Ballonversicherungen in Österreich und zur Einordnung aus Deutschland.

BeispielRichtwert
Kombinierte Polizze, Ballon 999 kg, 3 Plätze, 4 Mio. Euro plus 1 Mio. Euro Vermögensschäden, Österreich660 Euro netto, 732,60 Euro inklusive Steuer
Passagierhaftpflicht, Ballon 950 kg, 3 Gäste, 3 Mio. Euro, Deutschlandab etwa 703 Euro im Jahr
Kasko, Ballonwert 30.000 Euro, 750 Euro Selbstbehalt, Deutschlandab etwa 690 Euro im Jahr

Österreichisches Beispiel von einer Anbieterseite mit Stand September 2026,

deutsche Beispiele mit Stand 2025 und deutscher Versicherungsteuer.

Die Euro-Werte der Sonderziehungsrechte sind mit rund 1,20 Euro gerechnet.

Das Rechenbeispiel ist Richtwert aus der Angebotspraxis.

Rechenbeispiel

Privater Ballon in der Steiermark, 999 Kilogramm, 3 Gastplätze

So sieht der Schutz aus, wenn der Halter die Pflicht erfüllt und die Hülle mitversichert.

Kombinierte Polizze für Dritte und 3 Plätzeetwa 733 Euro inklusive Steuer
Kasko 30.000 Euroetwa 690 bis 800 Euro

Zusammen etwa 1.420 bis 1.530 Euro im Jahr. Die Kaskoprämie in Österreich ist Richtwert aus der Angebotspraxis.

Was das Luftfahrtgesetz für den Ballon verlangt

Das Luftfahrtgesetz nennt Freiballone ausdrücklich als Luftfahrzeuge. Nach § 164 muss der Halter eine Haftpflichtversicherung für Schäden an Personen und Sachen abschließen, die nicht an Bord sind, mindestens über die Beträge aus § 151.

Zusätzlich gilt unmittelbar die EU-Verordnung 785/2004, die Mindestsummen nach der höchstzulässigen Abflugmasse festlegt. Ein Ballon unter 1.000 Kilogramm braucht mindestens 1,5 Millionen Sonderziehungsrechte (SZR); Ende September 2026 war ein SZR rund 1,20 Euro wert.

Höchstzulässige AbflugmasseMindestsumme Dritterund in Euro
unter 500 kg750.000 SZR0,9 Mio. Euro
unter 1.000 kg1,5 Mio. SZR1,8 Mio. Euro
unter 2.700 kg3 Mio. SZR3,6 Mio. Euro

Jeder Passagierplatz im Ballonkorb ist Pflicht

§ 164 Absatz 2 Luftfahrtgesetz verlangt eine Versicherung je vorhandenem Passagierplatz: grundsätzlich 250.000 SZR. Für Luftfahrzeuge bis 2.700 Kilogramm genügen bei nichtgewerblichen Fahrten 128.821 SZR je Platz, rund 155.000 Euro.

Ein Ballon mit drei Gastplätzen braucht also drei Platzdeckungen, auch wenn Sie meist allein fahren. In der Praxis bündeln Versicherer Halterhaftpflicht und Plätze in einer kombinierten Polizze, oft CSL genannt.

Die Lücke bei Helfern am Boden

Der Oberste Gerichtshof hatte 2018 einen tödlichen Unfall zu beurteilen: Ein Verfolger beschwerte den Ballon nach der Landung beim Versetzen, blieb beim Aufsteigen hängen und stürzte ab. Die Haftpflichtpolizze des Ballons deckte keine Personenschäden aus Arbeitsunfällen.

Lassen Sie deshalb prüfen, ob Verfolger, Helfer und Mitarbeiter am Boden im Vertrag mitversichert sind. Die Versicherungspflicht trifft laut OGH das Luftfahrtunternehmen und den Betreiber, nicht die Pilotin.

Kasko für Hülle, Korb und Brenner

Die Kasko ersetzt Schäden am eigenen Ballon durch Unfall, Feuer, Hagel, Diebstahl oder beim Transport am Boden. Österreichische Anbieter veröffentlichen dafür kaum Prämien; ein deutscher Tarif nennt für 30.000 Euro Ballonwert ab etwa 690 Euro im Jahr.

Für eine ältere Hülle mit geringem Wert lohnt sich die Kasko kaum. Wer nie Gäste mitnimmt, muss die Plätze trotzdem versichern, solange sie im Ballon vorhanden sind.

Schritt für Schritt

  1. Höchstzulässige Abflugmasse und Zahl der Passagierplätze aus den Unterlagen ablesen.
  2. Halterhaftpflicht und jeden Platz mindestens nach § 164 Luftfahrtgesetz versichern.
  3. Helfer und Mitarbeiter am Boden ausdrücklich in den Vertrag aufnehmen.
  4. Kasko nach dem Wert des ganzen Systems wählen.
  5. Angebote vergleichen lassen; Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler, die Courtage zahlt der Versicherer.

Checkliste

  • Alle vorhandenen Passagierplätze versichert
  • Summe für Dritte mindestens nach Gewichtsklasse
  • Arbeitsunfälle von Helfern nicht ausgeschlossen
  • Geltungsbereich passt zu Ihren Fahrten im Ausland
  • Versicherungsnachweis an Bord

Häufige Fehler

  • Passagierplätze weglassen, weil meist niemand mitfährt
  • Ausschluss von Arbeitsunfällen übersehen
  • Gewerbliche Fahrten mit privater Polizze durchführen
  • Korb und Brenner nicht in die Kaskosumme einrechnen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Muss ich in Österreich jeden Platz im Ballon versichern?

Ja, § 164 Absatz 2 Luftfahrtgesetz verlangt die Versicherung je vorhandenem Passagierplatz.

Wie viel je Platz bei privaten Fahrten?

Bei Luftfahrzeugen bis 2.700 Kilogramm mindestens 128.821 SZR, rund 155.000 Euro.

Muss die Pilotin die Versicherung abschließen?

Nach dem OGH trifft die Pflicht den Betreiber und das Luftfahrtunternehmen, nicht die Pilotin.

Gilt die Pflicht auch, wenn ich nur allein fahre?

Ja, die Halterhaftpflicht immer.

Auch die Plätze sind nach § 164 Absatz 2 je vorhandenem Passagierplatz zu versichern.

Gilt meine Polizze auch bei Fahrten in Deutschland?

Das hängt vom Geltungsbereich ab.

Viele Polizzen gelten für ganz Europa, prüfen Sie das im Vertrag.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern

Wir vergleichen Versicherer und melden uns.

Kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

Privat

Gewerbe

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.

Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

Erstinformation lesen · Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich.

Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen.

Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Ihre Angaben nutzen wir nur für den Rückruf. Mehr dazu im Datenschutz.