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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Wie versichere ich ein privates Flugzeug in Österreich?

Kurz gesagt

Ein privates Flugzeug in Österreich versichern Sie mindestens mit der Halterhaftpflicht nach § 164 Luftfahrtgesetz. Unter 2.700 Kilogramm sind das 3 Millionen Sonderziehungsrechte, rund 3,6 Millionen Euro. Dazu kommt eine Pflichtdeckung je Passagierplatz, bei privaten Flügen mindestens 128.821 Sonderziehungsrechte. Vergleichsprämien liegen ab etwa 410 Euro im Jahr; Kasko und Insassenunfall sind freiwillig.

Wie versichere ich ein privates Flugzeug in Österreich?

Was es kostet

Veröffentlichte Jahresprämien für vergleichbare Flugzeuge, mangels österreichischer Veröffentlichungen aus deutschen Tarifen, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Halterhaftpflicht Cessna 172, unter 2.700 kg, 4 Millionen Euroab etwa 410 Euro im Jahr
Halterhaftpflicht einmotorig, 490 kg, 1 Million Euroetwa 280 Euro im Jahr, netto
Passagierhaftpflicht Cessna 172, 600.000 Euroab etwa 250 Euro im Jahr je Platz
Kasko Cessna 172, Summe 100.000 Euro, 1.000 Euro Selbstbehaltab etwa 1.365 Euro im Jahr

Stand Oktober 2026.

Die Beispiele stammen aus deutschen Tarifen samt deutscher Versicherungsteuer und dienen nur zur

Einordnung; österreichische Prämien sind Richtwert aus der Angebotspraxis.

Die Euro-Werte der Sonderziehungsrechte sind mit rund 1,20 Euro gerechnet.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Viersitzer, 1.200 kg, drei Passagierplätze, Wert 100.000 Euro

Welche Summen das Gesetz verlangt und was Sie zur Einordnung an Prämie rechnen können.

Halterhaftpflicht nach § 151 LFG, unter 2.700 kgmindestens 3.000.000 SZR
Drei Passagierplätze, privatje mindestens 128.821 SZR
Haftpflicht und drei Plätze, Vergleichswertab etwa 1.160 Euro im Jahr
Kasko, Vergleichswertab etwa 1.365 Euro im Jahr

Mit Kasko liegt die Jahresprämie zur Einordnung bei rund 2.500 Euro oder mehr, ohne Kasko bei rund 1.160 Euro.

Was das Luftfahrtgesetz vorschreibt

Nach § 164 Luftfahrtgesetz muss der Halter eines Flugzeugs eine Haftpflichtversicherung für Schäden an Personen und Sachen außerhalb des Flugzeugs abschließen, mindestens über die Beträge aus § 151. Sie richten sich nach der höchstzulässigen Abflugmasse (MTOM).

Ein Drittel der Summe dient für Sachschäden, zwei Drittel für Personenschäden. Gerechnet wird in Sonderziehungsrechten (SZR), einer Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds; Ende September 2026 war ein SZR rund 1,20 Euro wert.

Höchstzulässige AbflugmasseSumme nach § 151 LFGEtwa in Euro
weniger als 500 kg750.000 SZR0,9 Millionen
weniger als 1.000 kg1.500.000 SZR1,8 Millionen
weniger als 2.700 kg3.000.000 SZR3,6 Millionen
weniger als 6.000 kg7.000.000 SZR8,4 Millionen

Passagierplätze sind in Österreich Pflicht

Anders als viele glauben, verlangt § 164 Absatz 2 LFG auch eine Haftpflicht für die Fluggäste, berechnet je vorhandenem Passagierplatz: grundsätzlich 250.000 SZR. Für ein Flugzeug bis 2.700 Kilogramm genügen bei nichtgewerblichen Flügen 128.821 SZR je Platz, rund 155.000 Euro.

Für einen privaten Viersitzer mit drei Passagierplätzen brauchen Sie also neben der Halterhaftpflicht drei Platzdeckungen. Viele Versicherer bieten beides als kombinierte Polizze mit einer gemeinsamen Summe an.

Kasko für das eigene Flugzeug

Die Luftfahrtkasko ersetzt Schäden am eigenen Flugzeug: Bruchlandung, Außenlandung, Rollschaden, Feuer, Hagel, Sturm und Diebstahl. Im Totalschaden zahlt sie den Zeitwert bis zur Versicherungssumme, abzüglich Selbstbehalt.

Ausgeschlossen sind meist innere Triebwerksschäden, Flüge ohne gültige Berechtigung oder mit Überladung und Piloten, die nicht in der Pilotenklausel stehen. Lesen Sie die Bedingungen zur groben Fahrlässigkeit besonders genau.

Wann die Kasko verzichtbar ist

Bei einem älteren Flugzeug mit geringem Marktwert machen Prämie und Selbstbehalt schnell einen großen Teil des Zeitwerts aus. Wer einen Totalschaden aus eigener Tasche tragen kann, versichert dann nur Haftpflicht und Passagierplätze.

Ist das Flugzeug finanziert, verlangt die Bank in der Regel eine Kasko. Bei Haltergemeinschaften gehören alle Mitglieder in die Pilotenklausel.

Prämien: was in Österreich bekannt ist

Österreichische Versicherer veröffentlichen für Flugzeuge kaum Prämien, weil jede Polizze nach Typ, Erfahrung und Standort gerechnet wird. Zur Einordnung helfen veröffentlichte Tarife aus Deutschland für dieselben Flugzeugtypen.

Für eine Cessna 172 liegt die Halterhaftpflicht dort ab etwa 410 Euro im Jahr, die Kasko bei 100.000 Euro Wert ab etwa 1.365 Euro. In Österreich kommen die heimische Versicherungssteuer und die Passagierplätze dazu.

Schritt für Schritt

  1. Höchstzulässige Abflugmasse und Zahl der Passagierplätze aus den Papieren ablesen.
  2. Haftpflichtsumme nach § 151 LFG prüfen und lieber höher wählen.
  3. Passagierplätze einzeln oder über eine kombinierte Summe versichern.
  4. Über die Kasko nach Zeitwert und Finanzierung entscheiden.
  5. Alle Piloten mit Berechtigung und Flugstunden für die Pilotenklausel angeben.

Checkliste

  • Versicherungsnachweis an Bord
  • Summe mindestens nach § 151 LFG
  • Jeder Passagierplatz gedeckt
  • Pilotenklausel vollständig
  • Geltungsbereich passt zu den Zielflugplätzen

Häufige Fehler

  • Passagierplätze vergessen, obwohl sie in Österreich Pflicht sind
  • Nur die gesetzliche Mindestsumme versichern
  • Neuen Mitpiloten nicht melden
  • Kaskosumme nach Avionik-Nachrüstung nicht anpassen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wie versichere ich ein privates Flugzeug, das in Deutschland registriert ist, aber in Österreich steht?

Entscheidend ist, dass die Polizze die Pflichtsummen beider Länder und Ihre Flugplätze im

Geltungsbereich abdeckt.

Lassen Sie das vor Vertragsabschluss bestätigen.

Braucht ein Segelflugzeug auch eine Haftpflicht?

Ja, § 164 LFG gilt für jedes Luftfahrzeug.

Die Summe richtet sich auch hier nach der Abflugmasse.

Was sind Sonderziehungsrechte?

Eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds.

Ende September 2026 entsprach ein SZR rund 1,20 Euro.

Zahlt die Kasko bei einem Motorschaden?

Innere Triebwerksschäden sind meist ausgeschlossen,

Folgeschäden nach einer Notlandung oft versichert.

Wer vermittelt die Versicherung?

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Die Courtage zahlt der Versicherer.

Quellen

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Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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