Alles zur Versicherung: Elektronikversicherung
Was deckt eine Elektronikversicherung, das die Betriebsinhaltsversicherung nicht deckt?
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Kurz gesagt
Was kostet sie? Eine Elektronikversicherung für Betriebe in Österreich kostet meist rund 0,6 bis 1,2 Prozent vom Neuwert der Geräte im Jahr, dazu 11 Prozent Versicherungssteuer. Ein Büro mit 30.000 Euro Technik zahlt so etwa 200 bis 400 Euro. Tragbare Geräte, Software und ein niedriger Selbstbehalt erhöhen die Prämie.
In Österreich gibt es kaum veröffentlichte Prämien für die gewerbliche Elektronikversicherung. Die Prämiensätze sind Richtwerte aus der Angebotspraxis, angelehnt an einen veröffentlichten Tarif aus Deutschland, dazu die österreichische Versicherungssteuer.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Stationäre Bürotechnik, Richtwert | etwa 0,6 Prozent der Versicherungssumme im Jahr, netto |
| Tragbare Technik in der EU, Richtwert | etwa 1,2 Prozent der Versicherungssumme im Jahr, netto |
| Versicherungssteuer Sachversicherung | 11 Prozent der Nettoprämie |
Richtwerte aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026.
Die Prämiensätze und die Spannen in der Tabelle für Büro,
Ordination und Handwerk sind keine veröffentlichten österreichischen Tarife,
sondern mit diesen Sätzen und 11 Prozent Steuer gerechnet.
Ihre Prämie steht erst im Angebot fest; das holen wir ein.
Rechenbeispiel
Büro und Server bleiben im Betrieb, Laptops, Tablets und Messgeräte fahren täglich auf Baustellen in Oberösterreich. Gerechnet mit Richtwerten aus der Angebotspraxis.
| Bürotechnik, 25.000 Euro × 0,6 Prozent | 150 Euro |
| Tragbare Geräte, 15.000 Euro × 1,2 Prozent | 180 Euro |
| Software und Daten | etwa 50 bis 100 Euro |
| Versicherungssteuer 11 Prozent | etwa 42 bis 48 Euro |
Zusammen etwa 420 bis 480 Euro im Jahr, rund 35 bis 40 Euro im Monat. Den Selbstbehalt je Schaden trägt der Betrieb.
Der Versicherer rechnet einen Prozentsatz auf die Versicherungssumme. Die Summe ist der Neuwert aller Geräte, also der heutige Listenpreis eines gleichwertigen Geräts samt Fracht und Montage. Der Kaufpreis von vor fünf Jahren zählt nicht.
Auf die Nettoprämie kommen in Österreich 11 Prozent Versicherungssteuer. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer brutto, denn manche Tarifangaben nennen nur netto.
| Faktor | Wirkung auf die Prämie |
|---|---|
| Neuwert der Geräte | direkt, jeder Euro Versicherungssumme zählt |
| Stationär oder tragbar | tragbare Geräte etwa doppelter Satz |
| Geltungsbereich Österreich, Europa oder weltweit | Zuschlag für tragbare Technik |
| Selbstbehalt | höherer Selbstbehalt senkt die Prämie |
| Software, Daten, Mehrkosten | jede Position kostet extra |
| Wartungsvertrag und Alter der Technik | gepflegte, neue Geräte eher günstiger |
Österreichische Versicherer veröffentlichen für die Elektronikversicherung kaum Prämien. Die Spannen unten beruhen auf Tarifangaben aus dem deutschsprachigen Raum und unserer Angebotspraxis. Sie zeigen die Größenordnung für Betriebe, nicht Ihre Prämie.
Ordinationen mit Ultraschall oder Röntgen liegen wegen des hohen Neuwerts deutlich über einem Büro. Handwerksbetriebe zahlen mehr, sobald Tablets, Laptops und Messgeräte auf die Baustelle mitgehen.
| Betrieb | Neuwert der Technik | Prämie im Jahr inklusive Steuer |
|---|---|---|
| Kleines Büro, nur stationär | 30.000 Euro | etwa 200 bis 400 Euro |
| Handwerksbetrieb, Büro und Baustelle | 40.000 Euro | etwa 350 bis 550 Euro |
| Ordination Allgemeinmedizin | 40.000 Euro | etwa 220 bis 450 Euro |
| Ordination mit Röntgen | 400.000 Euro | etwa 1.700 bis 3.300 Euro |
Viele Polizzen gelten am vereinbarten Versicherungsort, also im Betrieb. Laptops, Tablets und Messgeräte, die unterwegs sind, brauchen eine eigene Position für tragbare Geräte, oft mit höherem Selbstbehalt bei Diebstahl.
Ein veröffentlichter Tarif rechnet für tragbare Technik in der EU den doppelten Satz und schlägt für Europa 25 Prozent, für weltweit 75 Prozent auf. Versichern Sie deshalb nur die Geräte als tragbar, die wirklich mitfahren.
Die Grunddeckung ersetzt die Hardware. Software und Daten sind eine eigene Position, und viele Polizzen verlangen dafür regelmäßige Updates und mindestens einmal pro Woche eine Datensicherung, die extern aufbewahrt wird.
Mehrkosten zahlen Leihgeräte, Eilzuschläge und Überstunden, bis die Technik ersetzt ist. Für eine Ordination oder einen Betrieb mit Kassensystem kann diese Position mehr wert sein als ein niedriger Selbstbehalt.
Ist die Versicherungssumme niedriger als der Neuwert, zahlt der Versicherer nach § 56 VersVG nur im Verhältnis. Wer die Elektronik mit 20.000 Euro versichert, obwohl sie 40.000 Euro wert ist, bekommt auch bei einem kleinen Schaden nur die Hälfte.
Pauschalpolizzen für Bürotechnik verzichten oft bis zu einer Summe auf diesen Abzug und schließen neue Geräte als Vorsorge ein. Prüfen Sie die Summe trotzdem einmal im Jahr.
Haben Sie nur zwei Laptops und einen Drucker, die Sie ohne Weiteres selbst ersetzen können, kostet die Elektronikversicherung oft mehr, als sie in Jahren zahlt.
Schauen Sie außerdem in Leasingverträge und in die Betriebsinhaltsversicherung. Manche enthalten schon eine Geräte- oder Elektronikklausel mit kleiner Summe.
Fragen und Antworten
Für ein kleines Büro meist 15 bis 35 Euro im Monat inklusive Steuer.
Bei monatlicher Zahlung verlangen manche Versicherer einen Zuschlag.
Ja, für betrieblich genutzte Geräte.
Einzelheiten klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Medizintechnik hat einen hohen Neuwert, und Reparaturen an Sonden oder Röntgen sind teuer.
Ein Wartungsvertrag senkt den Satz oft.
Manchmal, weil Paketnachlässe greifen.
Prüfen Sie aber, ob tragbare Geräte,
Software und Neuwertersatz gleich gut geregelt sind wie in einer eigenen Polizze.
Für Betriebe kaum.
Die Prämie hängt so stark von Gerätewert und Branche ab, dass sie erst im Angebot feststeht.
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