Alles zur Versicherung: Flottenversicherung
Ab wie vielen Autos gibt es in Österreich eine Flottenversicherung?
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Kurz gesagt
Nicht automatisch: Man bekommt beim Firmenauto keine eigene Stufe. Die Bonus-Malus-Stufe gehört dem Versicherungsnehmer, beim Firmenauto also dem Unternehmen, und in Kleinflotten gibt es oft gar keine Stufe je Auto. Der Dienstgeber kann seine Stufe übertragen, muss es aber nicht. Sonst startet man in der Grundstufe 9 mit 100 Prozent statt bis zu 50 Prozent der Grundprämie.
Prozentsätze des Bonus-Malus-Systems und eine veröffentlichte Haftpflichtprämie für einen Pkw in einer österreichischen Kleinflotte.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Stufe 0, beste Stufe | etwa 50 Prozent der Grundprämie |
| Grundstufe 9, ohne Übertragung | 100 Prozent der Grundprämie |
| Stufe 12 nach einem Schaden aus der Grundstufe | etwa 140 Prozent der Grundprämie |
| Pkw in einer Kleinflotte, nur Haftpflicht, ohne Stufe | etwa 460 Euro im Jahr inklusive Versicherungssteuer |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Angaben;
die Kleinflottenprämie ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis,
abgeleitet aus einem Infoblatt mit Stand November 2022,
das seither indexiert wird.
Die Prozentsätze unterscheiden sich je Versicherer.
Das Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er hatte nie ein eigenes Auto. Angenommen wird eine Grundprämie von 600 Euro für seinen neuen Pkw.
| Ohne Übertragung, Grundstufe 9 | etwa 600 Euro im Jahr |
| Dienstgeber überträgt Stufe 2 aus der Einzelpolizze | Prozentsatz je Versicherer, deutlich unter 100 Prozent |
| Bestmögliche Stufe 0 | etwa 300 Euro im Jahr |
| Voraussetzung | Firmenauto hatte eine eigene Stufe, Dienstgeber und Versicherer stimmen zu |
Eine übertragene Stufe kann im ersten Jahr bis zu etwa 300 Euro wert sein. Lief das Firmenauto in einer Kleinflotte ohne Stufen, gibt es nichts zu übertragen. Gerechnet mit Richtwerten.
Wer ein Auto erstmals anmeldet, startet in der Grundstufe 9 und zahlt 100 Prozent der Grundprämie. Jedes schadenfreie Jahr im Beobachtungszeitraum vom 1. Oktober bis 30. September bringt eine Stufe nach unten, bis zur Stufe 0 mit etwa 50 Prozent. Ein Schaden, für den der Versicherer zahlt, schiebt die Stufe um drei nach oben.
Das System ist Sache der Versicherer und kann sich laut dem österreichischen Amtsportal von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Die Prozentsätze der einzelnen Stufen sind deshalb nicht überall gleich.
| Stufe | Prämie in Prozent der Grundprämie |
|---|---|
| 0, beste Stufe | etwa 50 Prozent |
| 9, Grundstufe | 100 Prozent |
| 11 | etwa 120 Prozent |
| 12 | etwa 140 Prozent |
Die Bonus-Malus-Stufe hängt am Versicherungsnehmer. Beim Firmenauto ist das das Unternehmen. Fahren Sie jahrelang schadenfrei mit dem Firmenauto, verbessert sich die Stufe des Unternehmens, nicht Ihre eigene.
In vielen Kleinflotten gibt es ohnehin keine Stufe je Fahrzeug. Ein veröffentlichter Kleinflottentarif rechnet mit Verlaufsklassen nach dem Schadensatz der ganzen Flotte. Dort entsteht überhaupt keine Stufe, die man später mitnehmen könnte.
Ein Dienstgeber kann die Bonus-Malus-Stufe eines Firmenautos an Angestellte übertragen, verpflichtet ist er dazu nicht. Das klappt nur, wenn das Firmenauto eine Einzelpolizze mit eigener Stufe hat und der Versicherer mitmacht. Halten Sie eine solche Zusage schriftlich fest, am besten schon bei der Übergabe des Autos.
Unter nahen Angehörigen ist die Übernahme einer Stufe üblich, etwa unter Ehegatten, Lebensgefährten oder Eltern und Kindern, meist bis zu einem Jahr nach der Abmeldung. Das hilft beim Firmenauto aber nur, wenn ein Angehöriger selbst eine gute Stufe abgibt.
| Lage | Stufe mitnehmen? |
|---|---|
| Firmenauto in Einzelpolizze, Dienstgeber stimmt zu | möglich, wenn der Versicherer mitmacht |
| Firmenauto in Kleinflotte ohne Stufen | nein, es gibt keine Stufe je Auto |
| Eigene alte Stufe aus früherem Privatauto | bei vielen Versicherern weiter nutzbar, Bestätigung aufheben |
| Angehöriger gibt sein Auto ab | Übernahme meist bis ein Jahr nach Abmeldung |
Für Firmenautos, die vorwiegend der Geschäftsführer lenkt, gewähren manche Versicherer einen eigenen Nachlass. Dieser Nachlass hängt am Unternehmen und an der Angabe zum Lenker, nicht an der Person, und geht bei einem Wechsel nicht mit.
Wer als Geschäftsführer später privat weiterfährt, sollte wie jeder Dienstnehmer vorher mit dem Unternehmen klären, ob die Stufe übertragen wird. Sonst beginnt auch er beim eigenen Auto in der Grundstufe.
Fragen und Antworten
Nein.
Er kann es tun, wenn das Firmenauto eine eigene Stufe hat, verpflichtet ist er nicht.
Auch der Versicherer muss mitmachen.
In der Grundstufe 9 mit 100 Prozent der Grundprämie.
Von dort geht es mit jedem schadenfreien Jahr eine Stufe nach unten.
In vielen Kleinflotten nicht.
Dort zählt der Schadensatz der ganzen Flotte, und eine Stufe je Auto entsteht nicht.
Unter nahen Angehörigen ist das üblich, meist bis zu einem Jahr nach der Abmeldung seines Autos.
Er verliert die Stufe dann selbst.
Meist ja, die Stufen werden zwischen den Versicherern abgefragt.
Die Prozentsätze je Stufe können sich aber unterscheiden.
Versicherer müssen den Schadenverlauf aus einem anderen EU-Land nicht berücksichtigen,
tun es in der Praxis aber häufig.
Bringen Sie eine Bestätigung mit.
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