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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Betriebsgebäude

Was kostet eine Betriebsgebäudeversicherung pro Quadratmeter in Österreich?

Kurz gesagt

Was eine Betriebsgebäudeversicherung in Österreich kostet, liegt meist bei etwa 1 bis 7 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche im Jahr, samt 11 Prozent Versicherungssteuer. Gerechnet wird mit einem Promillesatz auf den Neubauwert: ein Bürohaus mit 2.500 Euro je Quadratmeter und 1 bis 2 Promille kostet rund 2,80 bis 5,60 Euro, eine einfache Lagerhalle oft 1 bis 2 Euro.

Was kostet eine Betriebsgebäudeversicherung pro Quadratmeter in Österreich?

Was es kostet

Für Betriebsgebäude in Österreich veröffentlichen Versicherer kaum Prämien. Steuern und Vergleichswerte stammen aus Quellen, die Promillesätze aus der Angebotspraxis.

BeispielRichtwert
Zum Vergleich: Eigenheim, Grunddeckungab etwa 200 Euro im Jahr
Bürohaus, 800 m², Neubauwert 2,0 Mio. Euroetwa 2.200 bis 4.500 Euro im Jahr
Gedämmte Lagerhalle, 1.500 m², Neubauwert 1,2 Mio. Euroetwa 1.700 bis 4.000 Euro im Jahr
Versicherungssteuer auf Sachversicherungen11 Prozent der Prämie

Stand Oktober 2026.

Steuersätze und Eigenheimwert aus den Quellen;

die Neubauwerte stammen aus einer deutschen Baukostenübersicht,

die Promillesätze von 1 bis 4 Promille sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis ohne erweiterte

Katastrophendeckung.

Rechenbeispiel

Bürohaus mit 800 Quadratmetern in Oberösterreich

So entsteht die Prämie pro Quadratmeter, wenn die Summe nach dem Neubauwert gewählt wird.

Nutzfläche800 m²
Neubauwert (800 × 2.500 Euro)2.000.000 Euro
Nettoprämie bei 1,5 Promille3.000 Euro
Versicherungssteuer 11 Prozent330 Euro

Zusammen rund 3.330 Euro im Jahr, etwa 4,20 Euro pro Quadratmeter, ohne erweiterte Hochwasserdeckung.

Prämie je Quadratmeter: eine Rechengröße, kein Tarif

Österreichische Versicherer kalkulieren die Betriebsgebäudeversicherung als Promillesatz auf die Versicherungssumme. Den Wert pro Quadratmeter erhalten Sie, wenn Sie die Jahresprämie durch die Nutzfläche teilen. So lassen sich zwei Angebote für dasselbe Betriebsgebäude gut vergleichen.

Eine Halle für Fliesen und eine gleich große Tischlerei liegen trotzdem weit auseinander. Der Versicherer stuft nach der gefährlichsten Tätigkeit im Haus ein, nicht nach der Fläche.

Neubauwert und Promillesatz nach Gebäudeart

Die Versicherungssumme soll den Neubau zu heutigen Preisen decken. Viele Polizzen koppeln sie über eine Wertanpassungsklausel an den Baukostenindex der Statistik Austria, die Prämie steigt dann im gleichen Ausmaß.

Die Tabelle zeigt Richtwerte. Die Neubauwerte je Quadratmeter stammen aus einer deutschen Baukostenübersicht; für Ihr Betriebsgebäude legt der Versicherer oder ein Sachverständiger den Wert fest. Die Prämie je Quadratmeter enthält bereits die Versicherungssteuer.

GebäudeartNeubauwert je m²Prämie je m² und Jahr
Kalthalle, einfaches Lager300 bis 600 Euroetwa 0,50 bis 1,70 Euro
Gedämmte Systemhalle600 bis 900 Euroetwa 1 bis 3 Euro
Werkstätte oder Produktion mit Büro900 bis 1.500 Euroetwa 2 bis 7 Euro
Büro- oder Geschäftshaus2.000 bis 3.000 Euroetwa 2,20 bis 6,70 Euro

Was in Österreich zusätzlich in der Prämie steckt

Auf Sachversicherungen fallen 11 Prozent Versicherungssteuer an. Für den Feueranteil kommt die Feuerschutzsteuer dazu, nach § 4 Feuerschutzsteuergesetz 8 Prozent des Entgelts der Feuerversicherung. Vergleichen Sie deshalb immer Bruttoprämien.

Hochwasser, Erdbeben und Lawinen sind in Österreich meist nur bis zu einer festen Grenze gedeckt. Wer in einer Hochwasserzone ein Betriebsgebäude hat, zahlt für eine höhere Katastrophensumme spürbar mehr pro Quadratmeter.

Wann die Schätzung nicht reicht

Für Kühlhallen, Gebäude mit Sandwichpaneelen oder große Photovoltaikanlagen auf dem Dach entscheidet eine Besichtigung über die Prämie. Eine Quadratmeterschätzung kann hier deutlich danebenliegen.

Auch bei sehr großen Summen teilen sich oft mehrere Versicherer das Risiko, und der Satz wird für das einzelne Betriebsgebäude verhandelt.

Schritt für Schritt

  1. Nutzfläche und Bauweise aus Einreichplan oder Bauakt heraussuchen.
  2. Neubauwert je Quadratmeter ansetzen, nicht den Kaufpreis.
  3. Tätigkeit aller Nutzer im Gebäude genau angeben.
  4. Katastrophendeckung für Hochwasser und Erdbeben bewusst festlegen.
  5. Bruttoprämien vergleichen und durch die Nutzfläche teilen.

Checkliste

  • Versicherungssumme zum Neubauwert mit Wertanpassung
  • Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung
  • Tätigkeit aller Mieter dem Versicherer bekannt
  • Mietentgang mindestens zwölf Monate
  • Katastrophensumme passend zur Lage

Häufige Fehler

  • Den Quadratmeterwert einer Lagerhalle auf ein Bürohaus übertragen
  • Nettoprämie mit Bruttoprämie vergleichen
  • Die Summe am Kaufpreis statt am Neubauwert ausrichten

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet die Versicherung für eine Lagerhalle in Österreich?

Für eine einfache Halle ohne riskante Tätigkeit meist etwa 1 bis 2 Euro je Quadratmeter im Jahr

samt Steuer.

Bei 1.500 Quadratmetern sind das grob 1.700 bis 4.000 Euro.

Ist die Versicherungssteuer in der Prämie enthalten?

In Angeboten steht meist die Bruttoprämie mit 11 Prozent Versicherungssteuer.

Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Angebote gleich ausgewiesen sind.

Warum steigt meine Prämie jedes Jahr?

Wegen der Wertanpassung an den Baukostenindex.

Summe und Prämie wachsen mit den Baukosten, damit die Summe im Schadenfall noch reicht.

Ist ein Betriebsgebäude teurer als ein Eigenheim?

Je Quadratmeter oft ja, weil die gewerbliche Nutzung mehr Brandrisiko bringt.

Ein reines Bürohaus in Massivbau liegt aber nicht weit über einem Wohnhaus.

Senkt ein Selbstbehalt die Prämie spürbar?

Ja, bei Betriebsgebäuden sind 1.000 Euro und mehr üblich und senken die Prämie.

Kleine Schäden zahlen Sie dann selbst.

Quellen

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