Versicherungen für Personalvermittlung und Arbeitskräfteüberlassung
Ein Überlasser schickt Menschen in fremde Betriebe, an fremde Maschinen und in fremde Lager. Beschädigt eine Leiharbeitskraft beim Beschäftiger eine Anlage oder greift in die Kassa, landet die Forderung schnell bei Ihnen. Hier steht, wie sich Arbeitskräfteüberlasser und Personalvermittler in Österreich gegen diese Risiken absichern.
Hafte ich für Schäden, die meine Leute beim Kunden anrichten?
Grundsätzlich schuldet der Überlasser die sorgfältige Auswahl geeigneter Arbeitskräfte, die Arbeit selbst steuert der Beschäftiger. In der Praxis verlangen Beschäftiger in ihren Verträgen aber oft mehr, und bei schweren Schäden wird gestritten, wer die Verantwortung trägt. Eine Betriebshaftpflicht mit ausdrücklichem Einschluss der Arbeitnehmerüberlassung deckt die gesetzliche Haftung und wehrt überzogene Forderungen ab.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Schäden beim Beschäftiger
Ein Staplerfahrer fährt ein Hochregal an, eine Produktionshelferin bedient eine Maschine falsch: Beschäftiger verlangen Ersatz vom Überlasser.
02
Falsche Qualifikation
Eine als Elektriker vermittelte Person hat die Ausbildung nicht. Wer bei der Prüfung von Zeugnissen und Befähigungen schludert, haftet für die Folgen.
03
Diebstahl und Untreue
Überlassene Kräfte haben Zugang zu Kassen, Lagern und Daten beim Kunden. Ein Diebstahl beschädigt Vertrauen und Geschäftsbeziehung.
04
Arbeitsunfälle
Leiharbeitskräfte verunfallen häufiger als Stammpersonal, weil sie Betriebe und Maschinen weniger gut kennen. Der Überlasser trägt Mitverantwortung für Unterweisung und Schutzausrüstung.
05
Arbeitsrecht
Einstufung nach dem Kollektivvertrag, Überstunden, Beendigungen: Streitigkeiten mit Arbeitskräften sind in der Branche häufig.
06
Bewerberdaten
Lebensläufe, Zeugnisse und Gesundheitsangaben tausender Bewerber machen Personaldienstleister zu einem Datenschutzrisiko.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für die Geschäftsführung, die bei Verstößen gegen Lohn- und Sozialdumpingvorschriften persönlich in Anspruch genommen werden kann.
Was es kostet: Beispielprämien
Maßgeblich sind die Lohnsumme der überlassenen Kräfte und die Branchen, in die Sie überlassen. Bürokräfte sind günstig, Bau, Produktion und Logistik mit Staplern und Maschinen deutlich teurer.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Überlasser mit 30 Kräften in Büro und Lager, 5 Mio. Euro Deckung
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Überlasser mit 150 Kräften in Produktion und Bau
etwa 4.000 bis 12.000 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Personalberatung und Headhunting, Umsatz bis 500.000 Euro
etwa 400 bis 1.200 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Personaldienstleister mit Bewerberdatenbank, 500.000 Euro Deckung
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Betriebshaftpflicht eines kleinen Überlassers kostet im Jahr ungefähr so viel wie ein bis zwei Wochen Überlassung einer einzigen Hilfskraft.
Richtwerte aus unserer Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026.
Für Arbeitskräfteüberlasser werden in Österreich keine Tarifbeispiele öffentlich genannt;
die Quellen beschreiben Betriebs- und Berufshaftpflicht und die Rolle der Vermögensschäden bei
Sechs Fälle, die in der Branche wirklich vorkommen. Hier alle an einem einzigen Montag. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt172.500 Euro
Ein überlassener Staplerfahrer fährt beim Kunden ein Hochregal an, Ware und Regal sind beschädigt.
38.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Eine Produktionshelferin bedient die Verpackungsanlage falsch, die Linie steht zwei Tage.
24.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Eine vermittelte Buchhalterin hatte die angegebene Ausbildung nicht; der Kunde verlangt Kosten für Neubesetzung und Fehlerbehebung.
14.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Die Bewerberdatenbank ist gehackt, tausende Lebensläufe stehen im Netz.
40.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Eine ehemalige Arbeitskraft klagt auf Nachzahlung wegen falscher Einstufung im Kollektivvertrag.
6.500 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Ein Leiharbeiter verletzt sich in der Freizeit schwer und bleibt dauerhaft eingeschränkt.
50.000 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 172.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie Arbeitnehmerüberlassung ausdrücklich in die Betriebshaftpflicht einschließen, samt Tätigkeitsschäden an Anlagen der Beschäftiger.
Prüfen Sie die Verträge mit Beschäftigern: Haftungsübernahmen über das Gesetz hinaus sind oft nicht versichert.
Schließen Sie Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen ein, etwa Staplern und Werkzeug beim Kunden.
Denken Sie an eine Vertrauensschadenversicherung, wenn Ihre Kräfte Zugang zu Kassen, Lagern oder Konten haben.
Wer ins Ausland überlässt, braucht einen erweiterten Geltungsbereich.
Dokumentieren Sie Zeugnisse und Befähigungen jeder Kraft; im Schadenfall zählt der Nachweis sorgfältiger Auswahl.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Ausschreibung bei mehreren Versicherern
Als Makler holen wir Angebote mehrerer Häuser ein und achten darauf, dass Überlassung, Tätigkeitsschäden und gemietete Sachen wirklich drinstehen.
Schaden kennen wir von innen
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Das hilft, wenn Beschäftiger und Versicherer über Verantwortung streiten.
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Haftpflicht, Cyber, Rechtsschutz und Gruppenunfall laufen bei uns zusammen, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.
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Für Ihren Betrieb ist unsere Arbeit kostenlos, weil der Versicherer uns vergütet. Seit 1989 führen wir das Haus als Familie und sind in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Muss ein Arbeitskräfteüberlasser in Österreich versichert sein?
Eine gesetzliche Pflichtversicherung gibt es nicht.
Das Gewerbe ist reglementiert, die Überlassung regelt das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz.
Beschäftiger verlangen fast immer eine Betriebshaftpflicht mit Einschluss der Überlassung.
Wer haftet, wenn eine Leiharbeitskraft beim Kunden etwas beschädigt?
Der Überlasser haftet vor allem für die sorgfältige Auswahl.
Weitere Haftungen entstehen oft erst aus dem Überlassungsvertrag.
Eine passende Betriebshaftpflicht deckt die gesetzliche Haftung und wehrt überzogene Forderungen
ab.
Sind Leiharbeitskräfte unfallversichert?
Ja.
Sie sind beim Überlasser angestellt und über die AUVA unfallversichert.
Beschäftiger sind für den Arbeitnehmerschutz am Einsatzort mitverantwortlich.
Was kostet die Haftpflicht für einen Personaldienstleister?
Für einen kleinen Überlasser mit Büro- und Lagerpersonal meist 800 bis 2.000 Euro im Jahr,
für große Überlasser in Industrie und Bau deutlich mehr, jeweils ohne Versicherungssteuer.
Deckt die Haftpflicht Diebstahl durch meine Arbeitskräfte?
Nein, vorsätzliche Taten sind ausgeschlossen.
Dafür gibt es eine Vertrauensschadenversicherung, die Ihre Kunden oft verlangen.
Brauche ich als Headhunter eine Vermögensschadenhaftpflicht?
Wir empfehlen sie.
Wenn eine vermittelte Person nicht hält, was Sie zugesichert haben,
entsteht dem Kunden ein Vermögensschaden, den die Betriebshaftpflicht nicht deckt.
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