Alles zur Versicherung: Pflegevorsorge
Reicht das Pflegegeld in Österreich aus?
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Kurz gesagt
Was ändert sich 2027 bei Pflegestufe 1 in Österreich? Wenig: Das Pflegegeld von 206,20 Euro im Monat soll zum 1. Jänner 2027 wieder an die Inflation angepasst werden, der Prozentsatz steht noch nicht fest. Die geplanten Streichungen beim Pflegegrad 1 betreffen nur die deutsche Pflegeversicherung, nicht Österreich.
Pflegegeld 2026 laut Pensionsversicherung, Anpassungsfaktor laut Bundesgesetzblatt.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Pflegegeld Stufe 1, 2026 | 206,20 Euro im Monat, 2.474,40 Euro im Jahr |
| Pflegegeld Stufe 2, 2026 | 380,30 Euro im Monat |
| Pflegegeld Stufe 3, 2026 | 592,60 Euro im Monat |
| Pflegegeld Stufe 7, 2026 | 2.214,80 Euro im Monat |
Beträge 2026 amtlich.
Der Betrag für 2027 steht erst mit dem neuen Anpassungsfaktor fest.
Stand 14.10.2026.
Rechenbeispiel
So sieht es bei einer Pensionistin aus, die Hilfe beim Einkaufen und Putzen braucht.
| Pflegegeld Stufe 1, 2026 | 206,20 Euro im Monat |
| Pflegegeld Stufe 2, 2026 | 380,30 Euro im Monat |
| Unterschied bei einer Höherstufung | 174,10 Euro im Monat |
Die Inflationsanpassung 2027 bringt in Pflegestufe 1 nur einen kleinen Betrag. Steigt der Bedarf über 95 Stunden, bringt ein Antrag auf Stufe 2 deutlich mehr.
In Deutschland plant die Regierung, beim Pflegegrad 1 ab 2027 den monatlichen Entlastungsbetrag zu streichen. Diese Meldungen landen auch in österreichischen Suchergebnissen. Für Sie gilt aber das Bundespflegegeldgesetz mit sieben Pflegestufen, und daran ändert die deutsche Reform nichts.
Die deutsche Stufe Pflegegrad 1 und die österreichische Pflegestufe 1 lassen sich auch nicht gleichsetzen: In Österreich zählt der Pflegebedarf in Stunden im Monat, in Deutschland ein Punktwert aus sechs Lebensbereichen.
Das Pflegegeld wird jedes Jahr mit dem Anpassungsfaktor erhöht, für 2026 lag er bei 1,027, also 2,7 Prozent. Für 2027 hat die Sozialministerin die Erhöhung angekündigt, rund 120 Millionen Euro sind dafür im Budget vorgesehen.
Den neuen Betrag für Pflegestufe 1 gibt es erst, wenn der Anpassungsfaktor für 2027 per Verordnung kundgemacht ist. Weitere Änderungen bei Pflegestufe 1 sind für 2027 nicht angekündigt.
| Pflegestufe | Pflegebedarf im Monat | Pflegegeld 2026 |
|---|---|---|
| Stufe 1 | mehr als 65 Stunden | 206,20 Euro |
| Stufe 2 | mehr als 95 Stunden | 380,30 Euro |
| Stufe 3 | mehr als 120 Stunden | 592,60 Euro |
| Stufe 4 | mehr als 160 Stunden | 888,50 Euro |
| Stufe 7 | mehr als 180 Stunden und weitere Voraussetzungen | 2.214,80 Euro |
In Pflegestufe 1 bekommen Sie das Pflegegeld als festen Betrag, steuerfrei und unabhängig von Einkommen und Vermögen. Die Förderung der 24-Stunden-Betreuung gibt es grundsätzlich erst ab Pflegestufe 3, den Angehörigenbonus ab Stufe 4.
Mit 206,20 Euro lassen sich in Pflegestufe 1 etwa einige Stunden Heimhilfe oder Essen auf Rädern im Monat bezahlen. Für mehr reicht es nicht, deshalb lohnt sich ein Antrag auf Erhöhung, sobald der Bedarf steigt.
Private Pflegeversicherungen in Österreich zahlen meist erst ab Pflegestufe 3, nur teurere Tarife schon ab Stufe 1. Für die geringe Lücke in Pflegestufe 1 brauchen Sie keine Zusatzversicherung. Teuer wird es bei Betreuung rund um die Uhr oder im Heim.
Wenn Sie eine Polizze haben, prüfen Sie, ab welcher Pflegestufe sie zahlt und ob die Leistung an die Einstufung nach dem Bundespflegegeldgesetz gebunden ist.
Fragen und Antworten
Nein.
Die Streichungen beim Pflegegrad 1 betreffen nur Deutschland.
In Österreich bleibt Pflegestufe 1 mit Pflegegeld bestehen.
Das steht erst fest, wenn der Anpassungsfaktor für 2027 kundgemacht ist.
Bis dahin gelten 206,20 Euro im Monat.
Bei einem Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden im Monat,
der voraussichtlich mindestens sechs Monate dauert.
Nein, das Pflegegeld ist steuerfrei und hängt nicht von Einkommen oder Vermögen ab.
Meist nicht.
Viele Tarife leisten erst ab Pflegestufe 3, das steht in Ihren Bedingungen.
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